Aachener Lean-Management-Kongress zeigt Referenzstrategien

Von den Besten lernen

Lean Production ist notwendig, um die Komplexität in der Produktion effizient zu beherrschen. Die Strategie bietet den dafür notwendigen, transparenten Handlungsrahmen (Bild: BMW)
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Lean Production ermöglicht es Unternehmen, die Komplexität in der Produktion zu beherrschen. Ein Kongress in Aachen zeigt auf, wie das nötige Know-how aufzubauen ist und wie sich Referenzstrategien der besten Unternehmen anwenden lassen.

Prof. Dr.-Ing. Günther Schuh ist Geschäftsführender Direktor des WZL an der RWTH Aachen, Dipl.-Ing. Till Pfeifer ist dort wissenschaftlicher Mitarbeiter

Toyota hat als Vorzeigebeispiel der Lean-Production-Bewegung bewiesen, dass ein lean organisiertes Unternehmen ausgesprochen erfolgreich sein kann. Zahlreiche Benchmarking-Untersuchungen und Unternehmensvergleiche belegen ähnliche Erfolge und verdeutlichen, dass Unternehmen unterschiedlicher Industriezweige von Lean Production profitieren können – nicht nur Unternehmen der Automobilindustrie.
Der Erfolg des Lean-Production-Systems stellt sich ein, wenn folgende Komponenten optimal verknüpft werden:
  • die exakte Definition des Kundenwerts und daran orientierte Produkte und Handlungsausrichtung,
  • ein nachfrageorientierter, bedarfsgerechter Produktionsfluss,
  • die Synchronisation aller Kapazitäten in, sowie die Eliminierung von Verschwendung aus der Prozesskette und
  • die konstante und kontinuierliche Optimierung/Perfektionierung aller Prozesse.
Viele Unternehmen haben bereits versucht, lean zu produzieren. Warum bleiben Erfolge wie die von Toyota meist dennoch aus? Kundenorientierte Produktfunktionalität bei wettbewerbsfähigen Kosten ist das Ziel, das die wenigsten Betriebe tatsächlich erreichen. Warum? Weil deutsche Unternehmen oft zu komplex agieren. Ihre Produkte sind technisch überfrachtet und deren Vielfalt ist oft unnötig. Ebenso betroffen von Komplexität sind interne Prozesse, Organisationsstrukturen und Anlagentechniken in der Produktion. Die Auslastung aller verfügbarer Kapazitäten und Prozessketten, um Vielfalt zu schaffen, ist dabei ein großes Problem. Die entstehende Produktvielfalt ist teuer und steigt stetig.
Wie lässt sich die Komplexität in der Produktion beherrschen? Die Produktion benötigt einen transparenten und einfachen Handlungsrahmen, der gewährleistet, dass alle am System Produktion Beteiligten die Vorgänge verstehen und deren Komplexität zu beherrschen wissen. Dennoch gilt es, eben dieser Komplexität so weit wie möglich mit der Simplifizierung der Entwicklungsprozesse zu begegnen, Prozesse zu standardisieren, um bereits im Vorfeld unnötigen Schwierigkeiten, die auf Komplexität basieren, entgegenzuwirken.
Des weiteren müssen die Supply-Chain-Prozesse, also die Versorgung der Produktionsprozesse sowie der Kunden, exakt auf die Bedürfnisse des Wertstroms ausgerichtet werden, um Kostenminimierung zu garantieren und unnötige, teure Bestände zu reduzieren.
Lean Production ist dabei der Orientierung bietende, transparente Handlungsrahmen für die, die am System Produktion beteiligt sind. Dieser ermöglicht es, die Vorgänge der Produktion zu begreifen und auf dem Weg zu intelligenten Lösungen, die Komplexität der Produktion somit zu beherrschen. Um das Ziel, die effiziente Beherrschung der Komplexität in der Produktion, zu erreichen, ist Lean Production unumgänglich.

2. Lean Management Summit
2. Lean Management Summit – Aachener Management Tage
Dauer: 16. bis 18. November 2005
Ort: Hotel Dorint Sofitel Quellenhof in Aachen
Veranstalter: Laboratorium für Werkzeugmaschinen und Betriebslehre der RWTH Aachen (WZL) gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie (IPT) und dem Lean Management Institut Aachen
40 Experten aus Industrie und Wissenschaft referieren über ihre Erfahrungen und Best Practices zu aktuellen Managementthemen – so auch die Begründer der Lean-Management-Bewegung:
Daniel T. Jones und James P. Womack.
Die Teilnehmer erfahren, wie sie Know-how aufbauen und die Referenzstrategien der besten Unternehmen zielgerichtet anwenden. Im Vorjahr besuchten mehr als 300 Teilnehmer den Kongress.
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