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Vor der Investition besser im Mietlabor testen

Der Automobilbau war und ist einer der Vorreiter in der Anwendung der VR-Technologie. Doch der Maschinenbau kann in gleicher Weise vom Einsatz der Virtuellen Realität (VR) profitieren und bereits auf erprobte Verfahren zurückgreifen (Bilder: Fraunhofer)
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Virtuelle und Erweiterte Realität bieten auch mittelständischen Unternehmen ein hohes Innovationspotenzial. Das BMBF-geförderte Netzwerk Vivera soll den Zugang erleichtern.

Von unserem Redaktionsmitglied Michael Corban michael.corban@konradin.de

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert bis 2007 mit 4,5 Mio. Euro das Kompetenznetzwerk Vivera im Bereich der Virtuellen und Erweiterten Realität. Die Leitung liegt beim Magdeburger Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF), das die Aktivitäten mehrerer Fraunhofer-Institute und Universitäten koordiniert. „Für eine nachhaltige Entwicklung verschaffen wir kleinen und mittleren Unternehmen so einen direkten Zugang zu modernen Technologien“, definierte Ulrich Kasparick, Parlamentarischer Staatssekretär im BMBF, die Ziele von Vivera. Insbesondere Ostdeutschland müsse hier verstärkt Innovationen wirtschaftlich nutzen.
Die Basis der virtuellen Technologien sind 3D-Daten. Zwei Hauptrichtungen lassen sich unterscheiden:
  • Virtuelle Realität (VR) Die 3D-Daten werden visualisiert, im Idealfall an die Innenwände eines Kubus projiziert. Der Betrachter kann so in das Modell eintauchen und sich in ihm bewegen. Zusammen mit Strömungsanalysen lässt sich so auch das Innenleben von Ventilen erforschen.
  • Erweiterte Realität Die im Englischen auch Augmented Reality genannte Erweiterte Realität nutzt 3D-Daten, um etwa Servicetechnikern über eine Datenbrille Hinweise in das reale Blickfeld einzublenden. Bei der Wartung einer Anlage können so bestimmte Bauteile schnell gefunden werden, wobei der Techniker auch konkrete Hinweise etwa zum Austausch erhalten kann.
Mit dem derzeit in Bau befindlichen Virtual Development and Training Centre (VDTC) soll das Fraunhofer-IFF in Magdeburg ab 2006 über ein Technologiezentrum für die virtuellen Welten verfügen. Die Wissenschaftler können hier einerseits eine Reihe von Dienstleistungen anbieten, andererseits steht so aber auch ein Mietlabor zur Verfügung. Auf diese Weise können Interessierte sich mit diesen Technologien beschäftigen, ohne dass dazu vorab hohe Investitionskosten anfallen. Diese können auch in der Folge entfallen, wenn etwa eine Bildschirmsimulation ausreichend ist.

Info Vivera
Das Kompetenznetzwerk Vivera will den Einsatz der Technologien für die Virtuelle und Erweiterte Realität fördern. Unter Führung des Fraunhofer-IFF sind daran vor allem die folgenden fünf Fraunhofer-Institute beteiligt:
  • Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF), Magdeburg
  • Graphische Datenverarbeitung (IGD), Darmstadt
  • Graphische Datenverarbeitung (IGD-R), Rostock
  • Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK), Berlin
  • Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU), Chemnitz
Assoziiert sind zudem die jeweiligen Universitäten in diesen Städten.
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