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Werkzeuge verformen auch hartes Material kalt

Optimierte Gewindeformer sorgen für Leistung
Werkzeuge verformen auch hartes Material kalt

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Gezielt auf den Werkstoff und die Bearbeitungssituation zugeschnittene Tools verbessern die Wirtschaftlichkeit des Gewindeformens deutlich.

Von unserem Redaktionsmitglied Haider Willrett haider.willrett@konradin.de

Eine ganze Reihe neuer Lösungen fürs spanlose Fertigen von Gewinden erwarten den Besucher der Metallbearbeitungsmesse Emo. So bietet die in Lauf ansässige Emuge-Werk GmbH & Co. KG (Halle 4, Stand A22) erstmals ein Gewindefurcher-Programm an, das fürs Bearbeiten verschiedener Werkstoffe und Werkstoffgruppen optimiert ist. „Was bisher nur bei Schneidwerkzeugen üblich war, steigert nun auch die Leistung der Gewindefurcher drastisch“, sagt Harald Welz, Leiter Marketing bei den Franken. Während der mehrjährigen Entwicklungsarbeit untersuchten die Ingenieure die Mechanismen des Furchens bei verschiedenen Werkstoffen. Aus den Ergebnissen entstand die Werkzeugfamilie Innoform mit sieben Basisgeometrien für unterschiedliche Werkstoffgruppen sowie verschiedene Varianten für einzelne Bearbeitungsaufgaben.
Abgestimmt auf die Anforderungen beim Kaltumformen ist eine neue Beschichtung für Gewindeformer aus HSS-E/PM. Die sogenannte P-Schicht auf Basis von AlCrN präsentiert die Gühring oHG, Albstadt, in Halle 4, Stand A40. Als weitere Neuerung zeigt das Unternehmen Vollhartmetall-Werkzeuge aus einem speziell auf das Gewindeformen abgestimmten und besonders verschleißfesten Substrat. Diese Tools sind mit der bewährten S-Schicht auf TiN-Basis versehen. Gemeinsam ist beiden Werkzeug-Familien eine lange Standzeit. Sie sorgt für eine hohe Wirtschaftlichkeit. Wie die Albstädter mitteilen, ist das Gewindeformen damit nicht mehr auf die üblicherweise als formbar geltenden Werkstoffe beschränkt. Mit einsatzoptimierten Geometrien und Beschichtungen sowie besonders verschleißfesten Hartmetallsorten ließen sich auch in härteren Materialien wirtschaftlich Innengewinde formen.
Ebenfalls aus HSS-E/PM besteht ein Gewindeformer, den die Remscheider Schumacher Precision Tools GmbH (Halle 4, Stand D29) fürs Bearbeiten von Austempered Ductile Iron (ADI) entwickelt hat. Die Werkzeug-Serie ist im Durchmesserbereich von 18 bis 24 mm erhältlich. Sie ist mit einer speziell abgestimmten Anformgeometrie, einer angepassten TiN-PVD-Beschichtung sowie einer gezielt wirksamen inneren Kühlmittelzufuhr und seitlichen Ölaustritten ausgestattet. Beim Fertigen von Innengewinden in einer Kurbelwelle aus ADI 800 seien im Vergleich zum Gewindeschneiden dreimal höhere Standzeiten erreicht worden, teilt das Unternehmen mit.
Wirtschaftliches Formen von Gewinden in rostfreiem Stahl verspricht die Prototyp-Werke GmbH (Halle 5, Stand D37) aus Zell am Harmersbach. Auf einem modernen Bearbeitungszentrum reiche eine Emulsion mit einem Ölgehalt von mindestens 5 % als Schmierstoff. Manuelles Zuführen von Schmieröl sei beim neuen Gewindeformer Protodyn Inox nicht mehr erforderlich. Dadurch gibt es keinen Öleintrag mehr. Ein frühzeitiges Umkippen der Emulsion wird so verhindert und deren Lebensdauer verlängert. Die Gewindeformer der Reihe verfügen über eine hochwertige TiN-Beschichtung. Sie eignen sich neben rostfreien Stählen auch für weiche Baustähle, die sonst zum Aufschweißen neigen.
Neben dem Gewindeformer stellt Prototyp auf der Emo auch ein überarbeitetes Gewindefräser-Programm vor. Speziell für den Einsatz in Nickel und Nickellegierungen hat das Unternehmen einen neuen Gewindefräser mit verrundetem Profil entwickelt. Kennzeichen dieses Tools soll eine besonders hohe Prozesssicherheit und Zuverlässigkeit sein. Dadurch ist es laut Hersteller insbesondere prädestiniert für Anwendungen in hochwertigen und teuren Bauteilen – etwa in der Luft- und Raumfahrt-Industrie – wo das Ausschussrisiko so gering wie möglich gehalten werden muss.
Gewindeformen in Baustahl ohne Aufschweißungen
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