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Zugang zu neuen elektronischen Welten

Portale und Marktplätze: Ergebnisse der Evolution
Zugang zu neuen elektronischen Welten

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Web-Portale und virtuelle Marktplätze schießen wie Pilze aus dem Boden. Das Angebot wird von Tag zu Tag umfangreicher. Die Palette reicht von Ausschreibungen und Verkäufen über Foren und News bis hin zu Bauteilkatalogen.

Dipl.-Betriebswirt (FH) Stefan Bayer ist Mitarbeiter der Web2CAD AG in Amberg

Portale als Plattform, um Erfahrungen auszutauschen, Kontakte zu knüpfen oder Aufträge zu akquirieren, erfreuen sich in der Internet-Welt großer Beliebtheit. Hervorgegangen aus Suchmaschinen, werden Web-Portale von einer Vielzahl von Unternehmen, wie etwa Yahoo, AOL, Altavista und Netscape, angeboten. Diese Web-Portale bieten neben Suchfunktionen weitere Dienste, wie etwa E-Mail, Shopping, Diskussionsforen und Chat.
Über diese Funktionen und Dienste hinaus ist von einem Großteil der Web-Portale die Möglichkeit zur Personalisierung des Informationsangebots vorhanden. Bei einem personalisierten Portal meldet sich der registrierte Benutzer an und kann das Portal nach seinen inhaltlichen Interessen und benötigten Diensten anpassen. Diese Konfiguration wird gespeichert, so dass dem Benutzer beim nächsten Anmelden die Inhalte bereitgestellt werden, die seinen Interessen entsprechen.
B2B-Portale sind vorwiegend informationsorientiert und weniger auf Transaktionen ausgerichtet. Transaktionsorientierte Portale werden zunehmend als B2B-Marktplätze oder Handelsplattformen bezeichnet. Prinzipiell werden B2B-Portale in zwei Typen unterschieden, auch wenn Mischformen existieren: in horizontale und in vertikale Portale. Horizontale Portale konzentrieren sich auf Vollständigkeit und bieten über alle Branchen hinweg Verzeichnisse von Unternehmen, geordnet nach Firmen, Branchen oder Produktgruppen, wie die Homepage der Wer liefert was?1 GmbH aus Hamburg.
Die vertikale Variante ist dagegen community-orientiert. Portale wie die der Amberger Web2CAD2 AG bieten zahlreiche Informationen sowie Service für eine bestimmte Branche oder Zielgruppe an. Dazu zählen redaktionelle Inhalte wie tagesaktuelle Meldungen, branchenspezifische Linklisten, Ausschreibungsplattformen, Foren sowie kostenlose Services wie zum Beispiel CAD-Kataloge, Bauteilberechnungs-Applikationen und mehr.
Der Übergang von B2B-Portalen zu B2B-Marktplätzen ist fließend. So finden sich sowohl in Deutschland als auch im Ausland verschiedene Anbieter von B2B-Portalen als Betreiber von Marktplätzen. Beginnend mit einem Informations- und Kommunikationsdienst ist es das Ziel, möglichst schnell einen großen Teil der entsprechenden Community zu erreichen und anschließend auch eine Plattform für E-Commerce zu integrieren. Beispiel hierfür ist der erste herstellerübergreifende B2B-Marktplatz für Automation der Vertacross3 GmbH & Co. KG aus Nürnberg.
Ähnlich wie Web2CAD stellt Vertacross eine neutrale Plattform im Internet zur Verfügung, auf der informiert, kommuniziert sowie Produkte und Leistungen vermarktet werden. Die jeweiligen Informations-, Service- und Dienstleistungsangebote richten sich an dezidierte Zielgruppen.
Durch das Bereitstellen dieser Informationen und Tools unterstützen beide Betreiber ihre Zielgruppen in jeder Phase ihrer Geschäftsprozesse. Der einzige Unterschied beider Portale: Vertacross ist zudem transaktionsorientiert.
Für den garantierten Erfolg gibt es kein Patentrezept
Eines der Serviceangebote im B2B-Portal von Web2CAD ist PowerParts on Web. Es handelt sich hierbei um die größte kostenlose CAD-Bibliothek im Internet mit mehr als 30 Millionen CAD-Zeichnungen von mittlerweile über 70 international führenden Herstellern aus dem Maschinenbau. Mit der online verfügbaren und kostenlosen Sammlung steigert ein Konstrukteur seine Produktivität. Anstatt Kaufteile mühsam in gedruckten Katalogen zu suchen und anschließend selbst zu zeichnen, hat der Anwender auf dieser Portalsite die Möglichkeit, diese interaktiv auszuwählen und mit einem Mausklick in seine CAD-Konstruktion zu integrieren.
Welche Vorteile liefert dieser innovative Portalgedanke den Herstellern von Kaufteilen? Die Plattform ist für sie ein ideales Marketing-Tool. Ihre Produkte werden auf den jeweiligen Länder-Portalen unter www.web2cad.com verbreitet und vermarktet. Hersteller erreichen mit ihrer Beteiligung an diesem Projekt eine effiziente und zielgerichtete Distribution ihrer Produkte. Dies erhöht die Verkaufschancen und steigert zudem den Bekanntheitsgrad des jeweiligen Herstellers. Ein wichtiges Argument ist die internationale Verbreitung ihrer Produkte. Mit derzeit sechs internationalen sowie länder- und contentspezifischen B2B-Portalen bietet Web2CAD den Herstellern einen leichten Markteintritt in globale Märkte.
Vertikale Portale und Communities gehören laut Mitchell Levy, CEO des E-Commerce-Beratungsunternehmens ECnow in Palo Alto, zu den „Top 10 E-Commerce-Trends“ für die nächsten Jahre. Statt der „Massenportale“ werden immer mehr vertikale Portale öffnen. Die Suchmaschine für das Web wird an Stellenwert verlieren, die vertikalen Portale sind E-Commerce-Communities, in denen sich Spezialisten austauschen. Gegenüber horizontalen Massenportalen halten sich Surfer dort länger auf. Damit generieren diese Communities quantitativ weniger Zugriffe, die Qualität der Besucher ist aber deutlich besser und die Profilierung somit leichter möglich.
Die Situation angesichts der Vielzahl von Umsatz-Prognosen und Studien im E-Commerce-Bereich verwirrt den Betrachter. Einig scheinen sich Analysten und Marktforscher lediglich in einem Punkt zu sein: B2B ist der Bereich mit den besten Zukunftsaussichten, viele Pleiten im B2C-Bereich bestätigen den Trend.
Doch für den Online-Erfolg gibt es auch im Handel zwischen den Unternehmen kein Patentrezept. Aber es gibt, gerade weil das Internet nicht mehr brandneu ist, viele Beispiele für Strategien, die das vorhandene Potenzial nutzen. Im magischen Dreieck von Commerce, Community und Content werden Inhalte immer wichtiger. Trotz guter Produkte und marktgerechter Preise bleiben bei vielen E-Commerce-Angeboten die Kunden aus. Oft fehlt es an geeigneten Inhalten, die Besucher zu Käufern und Käufer zu Kunden machen. Neben Commerce und Community entwickelt sich der Content zum Erfolgsfaktor.
Vor der Erarbeitung einer Content-Strategie sind allerdings einige Fragen zu klären. Welche Inhalte bringen der Zielgruppe einen wirklichen Nutzen, unterstützen gleichzeitig die übergeordnete Marketingstrategie des Unternehmens und passen zum Produktportfolio? Allgemein gültige Antworten lassen sich darauf keine finden. Grundsätzlich gilt: Die thematische Ausrichtung des Contents sollte die Kernkompetenz des Unternehmens – hier ist der Betreiber des Portals oder des Marktplatzes gemeint – und den Nutzen der auf seiner Website angebotenen Produkte aufgreifen und widerspiegeln.
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