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Roboterportalanlage von ABB bedient Fertigungslinie für Gussgehäuse
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Der fünfachsige Roboter von ABB verfährt hängend an einer 26 m langen Linearachse. Weil er alle Maschinen von oben bedient, gewinnt der Nutzer wertvolle Hallenfläche und Platz an den Maschinen Bild: ABB
Bei der Albert Handtmann Metallgusswerke in Bieberach be- und entlädt eine Roboterportalanlage von ABB die automatisierte Fertigungslinie für Gussgehäuse, in der bis zu vier Werkzeugmaschinen die zahlreichen Bohr- und Fräsoperationen ausführen. Zum Abschluss der Endbearbeitung reinigen zwei Roboter in einer Waschstation die Gehäuse.

Das Ziel der Spezialisten aus Oberschwaben ist das Erstellen der Gehäuse aus einer Hand. Das schließt die ganzheitliche Verantwortung für Produktqualität, Lieferzeit und Zuverlässigkeit ein. Deshalb investierte das Unternehmen in eine Lösung für die automatisierte mechanische Komplettbearbeitung der im Hause gegossenen Aluminiumgehäuse. Die Teile wiegen knapp 20 kg und haben Abmessungen von 650 x 600 x 250 mm. Die zahlreichen Bearbeitungsoperationen in einer kurzen Taktzeit realisieren ein Rundtaktzentrum und drei Bearbeitungszentren. Die Linie wird dabei durch die Roboteranlage IRB 6620LX von ABB verkettet. Während der Hauptzeit be- und entlädt diese die Wechselstationen der Werkzeugmaschinen mit einem Doppelgreifer. Dazu verfährt der fünfachsige Roboter hängend an einer 26 m langen Linearachse. Da das Modell alle Maschinen von oben bedient, gewinnt der Nutzer wertvolle Hallenfläche und Platz an den Maschinen. Die Fertigungslinie arbeitet zudem flexibel. Denn saisonal bedingt schwanken die Gehäusestückzahlen zwischen 20 und 120 %. Um dennoch eine hohe Auslastung der Fertigungslinie zu sichern, können einzelne Bearbeitungszentren andere Werkstücke bearbeiten, ohne dass dabei der Fertigungsprozess beeinträchtigt wird.

Besonderen Wert legte Heiko Pfeiffer, Bereichsleiter mechanische Fertigung, auf die intelligente Verknüpfung und Zukunftsfähigkeit der Gesamtlösung. Mit Hilfe des Softwarepakets RobotStudio wird der Arbeitsprozess vor dem Start optimiert. Der Werker führt dabei die Arbeiten auf dem PC durch. Alle Arbeitsprozesse lassen sich simulieren, ohne dass dabei der reale Betrieb beeinträchtigt wird. Spezielle Programmfunktionen sorgen für eine perfekte Bewegung bei hoher Beschleunigung und Geschwindigkeit. Elektronische Positionsschalter, die leicht zu konfigurieren sind und wartungsfrei arbeiten, decken die Sicherheitsaspekte ab. Zusätzlich verwaltet eine fehlersichere Zentralsteuerung die Gesamtanlage. So ist gewährleistet, dass kein Werker in eine Station gelangen kann, die gerade vom Roboter bedient wird. Ebenso kann der Roboter nicht in eine Station einfahren, deren seitliche Tür geöffnet ist. ub
Industrieanzeiger
Titelbild Industrieanzeiger 19
Ausgabe
19.2021
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