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Zulieferer als wichtiger Partner

Subcontracting: Messetrends
Zulieferer als wichtiger Partner

Automobilzulieferer auf der Subcontracting im Rahmen der Hannover Messe: Der Industriezweig ist richtungweisend Bild: Deutsche Messe
Gute Perspektiven für die Zulieferindustrie und drei neue Schwerpunkte sorgen für volle Hallen auf der Messe Subcontracting in Hannover.

Fügetechnik, Systemlieferung und Automotive Technologie – das sind die aktuellen Schwerpunktthemen auf der Subcontracting, der Internationalen Leitmesse der Zulieferung und Werkstoffe für den Fahrzeug-, Maschinen- und Anlagenbau. Im Rahmen der Hannover Messe zeigt die Subcontracting in den Hallen 3 bis 5, dass Zulieferung mehr als die Produktion von Bauteilen bedeutet.

Hervorragende Perspektiven für die Zulieferindustrie – das bescheinigen verschiedene Studien. Vor allem Automobilzulieferer werden in Zukunft verstärkt Aufgaben der Hersteller übernehmen und damit einen größeren Teil der Wertschöpfung erzielen. Auch in anderen Branchen gibt es den Trend, Wertschöpfung und Teile ihrer eigenen Kompetenz auf Zulieferer zu übertragen.
Die Studie „Future Automotive Industry Structure FAST 2015“ von Mercer Management Consulting und den Fraunhofer-Instituten für Produktionstechnik und Automatisierung IPA sowie für Materialfluss und Logistik IML zeigt, wohin der Trend geht: Die Autohersteller konzentrieren sich in Zukunft auf die Identität ihrer Marken und die Zulieferer übernehmen große Teile von Entwicklung und Produktion.
Der Automotive-Bereich, der auch auf der Subcontracting 2007 eine sehr große Bedeutung hat, ist ein Impulsgeber für die gesamte Zulieferindustrie. Die hohe Innovationskraft und kürzere Entwicklungszeiten erfordern kompetente und flexible Zulieferer und Entwicklungspartner, die ebenso rasch wie qualitativ hochwertig technologisch anspruchsvolle Teile, Komponenten und Systeme entwickeln und anbieten können.
Was für die Automobilindustrie gilt, wird zunehmend für den Anlagen- und Maschinenbau zum Wettbewerbsfaktor: Die Auslagerung komplexer Produktionseinheiten an strategische Lieferanten führt nicht nur zu größerer Flexibilität und einer verkürzten Vorlaufzeit, sie verspricht auch Einsparungspotenziale.
Hersteller erwarten von Zulieferern mehr als on-time-Lieferungen preiswerter Teile. Wichtig ist die Fähigkeit, Produkte und Prozesse exakt auf die Bedürfnisse des Kunden und des Anwenders abzustimmen. Dabei sorgen modular aufgebaute Systeme, beispielsweise komplette Elektronikbaugruppen für die Industrie oder auch innovative Dachsysteme im Automobilbau, für kundenfreundliche Lösungen. Systemlieferung ist somit ein wichtiges Thema – auch innerhalb der Subcontracting. Dabei präsentieren sich Unternehmen, die vollständige feinmechanische Systeme und komplexe Baugruppen fertigen und in den meisten Fällen auch die Konstruktion und Entwicklung solcher Baugruppen übernehmen.
Ein anderes vorherrschendes Thema der Subcontracting ist die Fügetechnik. Durch die ständige Verbesserung konventioneller sowie die Entwicklung neuer Verfahren wird die Fügetechnik den Anforderungen moderner Hightech-Produkte angepasst und ihr Anwendungsspektrum kontinuierlich erweitert. Zu den Trends zählen unter anderem Prozesse und Fügeverfahren in der Hybridtechnologie. In der Praxis wird die Verbindung von Titan und Aluminium sehr erfolgreich im Flugzeugbau angewendet. Leichte, lasergeschweißte Konstruktionen ersetzen hierbei genietete Baugruppen und helfen so Zeit und Kosten zu sparen. Neue Materialien, insbesondere Kleb- und Kunststoffe, und eine optimale Werkstoffauswahl bieten die Möglichkeit, Bauteile entsprechend den speziellen Beanspruchungen aus unterschiedlichen Werkstoffen zu fügen. Dabei ist die Klebtechnik stark im Kommen. Heute werden teilweise mehr als 150 Meter Klebnaht pro Pkw eingesetzt. Im Vergleich: Noch vor wenigen Jahren waren es lediglich wenige Zentimeter.
Ebenso haben sich die Anwendungen moderner Klebetechnik auch im Schiffsbau, dem Flugzeugbau oder auch in der Mikroelektronik bewährt. Dort unterstützen Klebstoffe vor allem bei der Montage von Fenstern, Seitenleitwerken oder beim Zusammenhalten von Mikrochips. Flugzeugbauer Airbus setzt bei seinen neuen Flugzeugen auf das Kleben von Faserverbundwerkstoffen. Das Fraunhofer Institut Fertigungstechnik/Materialforschung bezeichnet die Klebtechnik als Schlüsseltechnologie mit hohem Potenzial. Nicht zuletzt deshalb, weil sich Klebstoffe als flexibel erweisen und nahezu alle festen Materialien wie Glas oder Metall verbinden können. tv

Partnerland Türkei
Zum Programm der Subcontracting gehört der Auftritt der Türkei als Partnerland der Hannover Messe 2007: „Entwicklungen und Innovationen aus den Bereichen Guss, Werkstoffe und natürlich Automotive werden bei der Präsentation unseres Partners Türkei eine zentrale Rolle spielen“, erläutert Arno Reich, Projektleiter Subcontracting bei der Deutschen Messe. „Im Rahmen der Subcontracting wird dies der umfangreichste Auftritt der Türkei auf der Hannover Messe sein.“
Industrieanzeiger
Titelbild Industrieanzeiger 19
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