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Auswirkungen der Covid-19-Pandemie

Auswirkungen der Covid-19-Pandemie
Zukunftssicherheit der Maschinenbau-Branche in Deutschland

Schon vor der Coronakrise hat der Maschinenbau mit Problemen gekämpft. Bild: Fotomek/stock.adobe.com
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Das Coronavirus stürzt die Wirtschaft in eine Krise, da gibt es nichts schönzureden. Auch der deutsche Maschinebau leidet unter den Folgen des Lockdowns aufgrund der Pandemie. Doch die Ursachen für die Probleme liegen tiefer. Dies bestätigt nun eine Studie des Softwarehauses Inform.

„Die Gefahr einer Rezession mag sich durch Covid-19 weiter vergrößert haben, doch wir sehen uns nach wie vor derselben Beobachtung gegenüber, wegen der wir unsere Trendstudie durchgeführt haben“, betont Andreas Gladis, Bereichsleiter Produktion bei Inform. „Wenn sich der traditionsreiche Maschinen- und Anlagenbau nicht neu erfindet, dann wird das Traumwachstum der letzten Jahre auch nach der Krise nicht zu halten sein.“

Der „Trendreport 2020 für den Maschinen- und Anlagenbau: Eine zukunftssichere Branche in Deutschland?“ verfolgt zwei wesentliche Ziele: Er vermittelt zum einen ein Stimmungsbild zur aktuellen wirtschaftlichen Situation des Maschinen- und Anlagenbaus und leitet daraus eine Prognose für die weitere Geschäftsentwicklung ab. Andererseits gibt er Aufschluss über die wichtigsten Hemmnisse für die weitere Entwicklung sowie die für die Zukunftssicherheit der Branche als besonders relevant erachteten Maßnahmen und Technologien.

Ist die Zukunftssicherheit der Maschinenbau-Branche in Gefahr

Bereits vor der Corona-Krise sahen sich über die Hälfte der befragten Unternehmen externem Druck ausgesetzt. Grund hierfür sind unter anderem der Handelsstreit zwischen China und den USA oder der Brexit (62 %), internationaler Wettbewerb (57 %) und auch die Gefahr einer Rezession (52 %).

Leichter Dämpfer im Exportgeschäft

Laut Studie herrscht hier Verbesserungsbedarf: Die digitale Transformation beherrscht die wirtschaftliche Situation in mehr als der Hälfte der befragten Unternehmen (57 %). Es folgen Prozessoptimierung und Automatisierung (53 %) sowie Termintreue und Liefergeschwindigkeit (50 %). Die Digitalisierung ist in den meisten der befragten Unternehmen (97 %) in vollem Gange. Zwar sieht sich noch kein Studienteilnehmer bereits am Ziel angekommen, doch die Stimmung ist optimistisch: Fast drei Viertel der Befragten (71 %) schätzen die Erfolgsaussichten ihrer Digitalisierungsmaßnahmen als gut ein. Dennoch gelten fehlender Wille zur Digitalisierung (57 %) und Schwierigkeiten bei der Implementierung neuer Prozesse (53 %) zu den größten Hürden einer erfolgreichen Umsetzung.

Die Befragten sehen die Digitalisierung einheitlich optimistisch für verschiedene Bereiche. Ein Großteil der Unternehmen sieht hohes oder sehr hohes Verbesserungspotenzial für das Produktionsmanagement (95 %), die Produktionsplanung (92 %), die Termintreue (86 %), Kosteneinsparungen sowie eine Reduzierung der Durchlaufzeiten (jeweils 79 %).

Fast zwei Drittel der Befragten (62 %) sind mit dem Ablauf und der Organisation ihrer Produktionsplanung unzufrieden. Mangelnde Termintreue ist dabei das häufigste Problem. Essenzielle Hilfen wie ein Fertigungsleitstand oder ein Feinplanungssystem fehlen den meisten Unternehmen (65 % beziehungsweise 79 %).

Passend zum Bedarf an Prozessoptimierung misst die Mehrheit der Befragten (62 %) Big Data und Datenanalyse großen Einfluss auf den zukünftigen unternehmerischen Erfolg bei. Es folgen Smart Factory (55 %), Künstliche Intelligenz und der digitale Zwilling (jeweils 48 %).

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