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Meinung: Nicht nur Mitläufer sein, ab an die Spitze

Editorial
Nicht nur Mitläufer sein, ab an die Spitze

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Nora Nuissl, Redakteurin Industrieanzeiger Bild: Tom Oettle
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Zwei Milliarden Euro steckt die Bundesregierung im Rahmen des aktuellen Konjunktur- und Zukunftspakets in die Entwicklung von Quantentechnologien und das Quantencomputing in Deutschland. Spätestens 2025 soll mit den Förderprogrammen, die vom Bundesforschungs- und dem Bundeswirtschaftsministerium bezuschusst werden, ein konkurrenzfähiger deutscher Quantencomputer mit mindestens 100 Quantenbits bereitstehen. Ein Quantenbit befindet sich im Gegensatz zum klassischen Bit in vielen verschiedenen Zuständen zwischen null und eins. Durch die Messung der unterschiedlichen Zustände ermöglicht es eine viel höhere Rechenleistung als aktuelle Supercomputer – in einem Zeitraum, der 10.000 bis 100.000 Mal schneller als bisherige PCs ist.

Der internationale Druck rund um die Rechenleistungen der Zukunft ist enorm. Die Big Player im Technologiemarkt – Google, Microsoft und Amazon – sind wie so oft weit vorne im Technik-Wettlauf. Auch China vermeldet spektakuläre Durchbrüche bei Quantencomputern: Ein System namens Jiuzhang soll zehn Milliarden Mal so schnell sein wie Googles 2019 vorgestelltes Quantensystem. Die aktuell größten Prototypen-Rechner sind ein 65-Qubit-Computer von IBM und ein 54-Qubit-System von Google. Wie üblich lässt sich das Reich der Mitte aber nicht in die Karten schauen und lieferte keinen Beweis.

Wo steht Deutschland im internationalen Wettlauf?

Klar ist: Quantencomputer werden eine „entscheidende Schlüsseltechnologie“, betonte die Bundeskanzlerin jüngst bei einem Event von IBM. Der Konzern stellte im Juni mit der Fraunhofer-Gesellschaft den ersten kommerzfähigen Quantencomputer mit 27 Qubits in Deutschland vor. Auch die Forschung zu anderen, nicht supraleitungsbasierten Quantensystemen wie dem von IBM – etwa photonische Quantentechnologie, Elektronenfallen oder Diamantgitter –, ist in Deutschland gut aufgestellt. Wichtig ist, nicht auf der Strecke zu bleiben. „Es passiert leider sehr oft, dass wir die Forschung in Deutschland und Europa sehr weit vorantreiben und etwas erfinden, die Wertschöpfung landet letzten Endes aber woanders“, warnt Prof. Manfred Hauswirth vom Fraunhofer-Kompetenznetzwerk Quantencomputing. Das gilt es zu verhindern.

Nora Nuissl, Redakteurin Industrieanzeiger

Mehr zum aktuellen Stand von Quantencomputing und dem Nutzen für die deutsche Industrie lesen Sie in unserer Topstory:

Aufbruch ins Zeitalter von Quantencomputing

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