Dr. Deliane Träber von der Leipziger Messe zum Industriemesseverbund

„2017 sind Intec und Z der erste wichtige Branchentreff“

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Das Leipziger Messeduo Intec und Zuliefermesse Z bietet in der zweiten Märzwoche wieder ein breitgefächertes Spektrum mit begleitendem Fachprogramm. Dr. Deliane Träber, Geschäftsbereichsleiterin der Leipziger Messe, zur Entwicklung der Leistungsschau kurz vor dem Start. ❧ Dietmar Kieser

Das letzte Messedoppel Intec und Z vor zwei Jahren hat mit 1433 Ausstellern die Messlatte nochmals höher gesetzt. Wieviel Luft nach oben gibt es noch?

Besonders stark gewachsen ist die Intec, die seit 2007 in Leipzig zusammen mit der Zuliefermesse Z stattfindet, in den Jahren nach dem Umzug aus Chemnitz. Auch die Bekanntheit der Z hat dies nachhaltig gefördert. Die Intec musste schon deshalb zulegen, um mit den etablierten Fachmessen für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik in Europa gleichzuziehen und sich wie die Z überregional sowie international zu verankern. Das ist auch deshalb gelungen, da der Bedarf hier vorhanden und der Markt reif war, um eine Messe mit dieser Bedeutung aufzustellen. Obgleich ein Newcomer, hat die Intec bereits 2013 gegenüber vergleichbaren Branchenmessen sehr gut abgeschnitten. Auch die Intec im Jahr 2015 ist sehr gut angekommen – genau wie die Z. Den hervorragenden Status werden wir auch 2017 halten.
Die Intec belegt drei Hallen. Kann die Messe noch wachsen?
Intec und Z belegen zusammen eine Fläche von 70 000 Quadratmetern in vier Hallen, in denen sich rund 1400 Aussteller präsentieren werden. Das sind circa drei Viertel der verfügbaren Hallenfläche der Leipziger Messe. 2015 haben wir bereits das Hallenkonzept der drei Intec-Hallen 1, 3 und 5 im Süden des Geländes zugunsten eines Rundlaufs geändert, der neben Halle 2 auch die Z-Halle 4 einbezieht. Die Aussteller und Besucher haben dies sehr gut angenommen. Gewiss könnte die Intec bei noch größer werdenden Standflächen wachsen. Insgesamt sehe ich uns aber in einer sehr guten Position. Hinzu kommt, dass die Leipziger Messe gerade im ersten Quartal außerordentlich gut gebucht ist. Bei alldem unterstützen wir unsere Aussteller, damit im Sinne eines effektiven Messeauftritts die Organisation wie auch Auf- und Abbau sowie Logistik reibungslos verlaufen.
Welche Synergien schafft der Industriemesseverbund?
Synergien ergeben sich inhaltlich. De facto bilden wir auf einer Plattform die gesamte Prozess- und Abnehmerkette in der Fertigung ab – von Teilen, Komponenten und Modulen bis hin zu Werkzeugmaschinen, Fertigungstechnik und Automatisierung. Dies bei klarem Bestand der jeweiligen Marken. Beispielsweise finden die Besucher in der Z-Halle die jeweiligen Zulieferer und unweit davon die zugehörigen Maschinen und Peripherie. Aber auch zwischen den Ausstellern selbst ergeben sich hohe Synergieeffekte. Beide Messen haben zudem gemeinsame Anwenderbranchen wie etwa die Automobilindustrie, die wiederum Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik vielfach einsetzt. Es handelt sich also um zwei Messen, die sich ideal ergänzen und einen starken Industriemesseverbund bilden…
…der keine Lücken mehr im Programm hat?
Lücken oder dass ein größerer Bereich fehlen würde, sehe ich nicht. Aber es ist auch klar der Wunsch der Aussteller, die Kernbereiche der Intec, also Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik samt Präzisionstechnik, Werkzeugbau und Peripherie, nicht zu verwässern. Gewiss beobachten wir, wie Entwicklungen verlaufen, etwa bei der Automatisierung. Wenn eine große Anzahl der Aussteller in der Messe-Nomenklatur auch diesen Begriff angibt, ist darauf zu achten, dass Themen, die sich im Markt verändern, sich auch qualitativ auf der Messe widerspiegeln. Auch die Präzisionswerkzeuge waren anfangs nicht in dem Maße vertreten wie heute. Spätestens seit 2015 ist die Intec auf einem Stand, der das Angebot einer Fachmesse für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik vergleichbar mit anderen europäischen Top-Messen bietet. Dieses Angebot ist mittlerweile voll abgedeckt. Gleichwohl haben wir einen Fokus auf Markttrends und darauf, welche Rolle sie spielen. Solche Entwicklungen bilden wir dann auch im begleitenden Fachprogramm ab.
Die Additive Fertigung war 2015 ein solches Thema. Wird es 2017 eine weitere Neuheit geben?
Nicht der Neuigkeit halber, sondern aus der Anforderung der Branche heraus greifen wir aktuelle Trends auf. Bei der letzten Veranstaltung war Leichtbau als Querschnittsthema notwendig, um das Spektrum der Fertigungstechnik für die Metallverarbeitung und Zulieferindustrie abzurunden und einen anwenderorientierten Einblick zu geben. Das Thema intelligenter Leichtbau führen wir mit einer Sonderschau fort. Der additiven Fertigung tragen wir 2017 ebenfalls verstärkt Rechnung. 2015 noch als Workshop angeboten, informieren diesmal ein vom Fraunhofer Ifam und der Leipziger Messe organisiertes Technologieforum über Entwicklungen des innovativen Fertigungsverfahrens. Das Technologieforum umfasst eine Ausstellung in der Messehalle und ein Fachsymposium. Maßgebend für ein neues Thema sind dessen Relevanz in der Branche sowie der aktuelle Informationsbedarf. Aber auch etablierte Themen wie ressourceneffiziente Produktion, Lean Production oder internationale Kooperationsforen sind ein wichtiger Bestandteil des Fachprogramms – zumal wir in Leipzig viele Besucher aus dem osteuropäischen Raum anziehen.
Wie wirken sich die Wirtschaftssanktionen gegen Russland aus?
Von russischer Seite spüren wir ein starkes Interesse, wirtschaftlich zusammenzuarbeiten. Diese Signale gehen sowohl aussteller- als auch besucherseitig von wichtigen Delegationen aus, die auf der Intec und Z 2017 dabei sein werden. Russland wird unter anderem mit hochrangigen Besucherdelegationen aus verschiedenen Regionen des Landes, zum Beispiel aus Tatarstan, Sankt Petersburg und Samara, wieder deutlich stärker vertreten sein als beim letzten Mal. Ihre Themen finden sich auch in einem Kooperationsforum für russische Aussteller und Besucher am ersten Messetag wieder.
Welche Bedeutung hat Mitteldeutschland für die Intec und Z?
Intec und Z basieren – wie andere Messen auch – auf ihrer Kernregion. Auf der Intec 2017 sind aber Unternehmen aus allen großen Maschinenbauzentren Deutschlands gut vertreten. Zum Beispiel kommt jeder vierte deutsche Intec-Aussteller aus Baden-Württemberg. Zehn Prozent der Aussteller sind aus dem Ausland. Die Z ist von Anfang an sehr international. Durchschnittlich 30 Prozent ihrer Aussteller stammen aus dem Ausland. Intec und Z sind somit überregionale Messen mit einer bundesweiten und internationalen Ausstrahlung. Dies wird durch den Messezeitpunkt befördert. Unsere Messen bilden früh im Jahr den Branchenauftakt. 2017 sind sie der erste wichtige Branchentreff für die Fertigungstechnik in der Metallbearbeitung und der Zulieferindustrie in Europa.
Welche weiteren Argumente sprechen für einen Besuch der Messen?
Die gesamte Wertschöpfungskette bis zu den Zulieferern ist hier sehr stark ausgebreitet. Das findet sich anderswo kaum. Die Besucher können auf ein vielseitiges Ausstellerangebot und innovative Produktneuheiten aus dem Werkzeugmaschinenbau, der Metallbearbeitung und der Zulieferindustrie gespannt sein. Zusätzlich ist das Fachprogramm, das die Zukunftsthemen der Branche behandelt, eine ideale Möglichkeit zum intensiven fachlichen Dialog. Intec und Z bieten alles, was der Besucher braucht.


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