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Berücksichtigt neue Maschinenrichtlinie

Dokumentation: Produktinformationen effizient erstellen
Berücksichtigt neue Maschinenrichtlinie

Auch das Bedienhandbuch der drei Reitorque-Extruder, die in einer der 3-Schicht-Blasfolienanlagen eingesetzt sind, wurde von dem Redaktions- und Contentmanagement-System ST4 erstellt Bild: Reifenhäuser
Ein Redaktions- und Content-Management-System, das Informationen nach der geltenden Maschinen-richtlinie erstellt, ist auch für die neue Richtlinie 2006/42/EG gerüstet.

Die Maschinenrichtlinie ist ab dem 29. Dezember 2009 verbindlich und verpflichtet Maschinenbau-Unternehmen unter anderem zur Erstellung von Risikobeurteilungen und Betriebsanleitungen für die technische Dokumentation. Die Risikobeurteilungen betreffen nicht nur die Erst-Montage und den laufenden Betrieb, sondern müssen bereits bei der Konstruktionsplanung ansetzen und sämtliche Lebenszyklen einer Maschine abdecken, also Einricht- und Normalbetrieb, Wartung, Instandsetzung, Außerbetriebnahme und Demontage. Um das Basiswissen für eine solche komplette Risikoabschätzung bereitzustellen, bietet sich die technische Dokumentation als ideales Instrument an.

So nutzt die Reifenhäuser Gruppe aus Troisdorf die ST4-Lösung von Across für die Erstellung seiner umfangreichen mehrsprachigen Dokumentationen von 1500 bis 3000 Seiten. Der Aufwand für das Erstellen und Übersetzen der Produktinformationen konnte damit um 50 % Prozent reduziert werden. Früher wurden technische Dokumente quasi in „Handarbeit“ in einem DTP-Programm erstellt, wobei bestehende, ähnliche Dokumente wenn möglich als Vorlage dienten und immer wieder gleiche Textpassagen per copy & paste aus anderen Dokumenten übernommen wurden. Ein überaus zeitaufwendiges Verfahren. Mit dem Redaktionssystem werden heute Layout und Inhalt voneinander getrennt und die Produktinformationen als standardisierte Textmodule erstellt und medienneutral in XML gespeichert. Auch Bilder und Grafiken werden als Bausteine verwaltet, sodass sie für neu zu erstellende Dokumente wieder verwendet werden können.
Schon seit einiger Zeit schreibt das europaweite Produkthaftungsgesetz zudem vor, dass kein Produkt mehr ohne komplette Dokumentation in der Sprache des Ziellandes vertrieben werden darf. Während Käufer eine Bedienungsanleitung in ihrer Sprache erhalten, stehen Hersteller vor der Herausforderung, die umfangreichen Bedienungsanleitungen zeitnah, mit Fertigstellung der Produkte, und kostengünstig anfertigen zu müssen. Für diese Zwecke gibt es Translation- Management-Systeme, die sowohl den Workflow als auch die Übersetzungsarbeit selbst,deutlich vereinfachen.
Ein solches System des Herstellers Across hat die Aachener Fecken-Kirfel GmbH & Co. KG Maschinenfabrik im Einsatz. Am häufigsten fallen dort die Kernsprachen Englisch, Französisch und Spanisch an; insgesamt liegen in 14 Sprachen Dokumentationen vor für die über 80 verschiedenen Maschinentypen. Mit Einführung des „Across Language Server“, einer unternehmensweiten Plattform für alle Sprachressourcen und -prozesse, wurden die vorhandenen Übersetzungen in die Software übernommen und dafür nach und nach bedarfsweise im so genannten „Alignment“-Verfahren überspielt, das heißt Original und Übersetzung werden in Across verglichen, die Entsprechungen paarweise in die Datenbank übernommen und so sukzessive ein vollständiger zentraler Übersetzungspool aufgebaut. „Durch die Wiederverwendung vorhandener Übersetzungen konnten wir den Aufwand um 60 bis 65 Prozent reduzieren“, sagt Christof Goergen, Leiter Vertriebsinnendienst bei Fecken-Kirfel.
Frank Zscheile Fachjournalist in München

Durchgängig übersetzen lassen
Der Language Server von Across Systems mit Sitz in Karlsbad bei Karlsruhe ist eine zentrale Software-Plattform für alle Sprach-, Ressourcen und Übersetzungsprozesse. Er vereinfacht, beschleunigt und verbessert die Steuerung, Koordinierung und Durchführung von Übersetzungen. Die Software beinhaltet ein Translation-, Memory- und Terminologie-System sowie Werkzeuge zu Projekt-Management und Workflow-Steuerung von Übersetzungen. Auftraggeber, Agenturen und Übersetzer arbeiten durchgängig auf Basis der gleichen Daten zusammen. Schnittstellen integrieren korrespondierende Systeme wie CMS-, Katalog- oder ERP-Lösungen.
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