Branchencheck: Singapur in Zahlen und Fakten

Branchencheck

Singapur in Zahlen und Fakten

Aerial_view_of_Singapore_business_district_and_city_at_twilight_in_Singapore,_Asia.
Milliarden ausländischer Gelder fließen in Singapurs Wirtschaft. Wachstumsbranchen sind vor allem der Maschinenbau und die Elektronikindustrie. Bild: anekoho/Fotolia
Anzeige

Singapurs Wirtschaft wächst. Dieses Wachstum zieht natürlich auch ausländische Unternehmen an. Zwar sorgt die Unternehmenssteuerreform in den USA für wirtschaftspolitische Unsicherheiten, die Regierungsbehörden erwarten trotzdem eine Zunahme von Investitionen aus anderen Ländern. ❧

Auch wenn die Wirtschaft in Singapur stetig wächst: Es gibt Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen. Spitzenreiter ist der Elektroniksektor, der sich letztes Jahr mehr als verdoppelt hat. Dagegen schrumpfte die Bauwirtschaft im dritten Quartal 2017 um knapp 8 %.

Es fließen weiterhin Milliarden ausländischer Gelder in Singapurs Wirtschaft: 2017 genehmigten die staatlichen Wirtschaftsförderer Anlageninvestitionen in Höhe von 7,2 Mrd. Dollar. Das ist eine Zunahme von 0,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Das Economic Development Board (EDB) erwartet für 2018 eine Spannbreite von 6,1 Milliarden bis 7,6 Milliarden US Dollar. Damit fällt der traditionell zurückhaltende Investitionsausblick des EDB weiterhin optimistisch aus. Das Wachstum wird von der anhaltenden Erholung der Weltwirtschaft und einem kräftigen Wachstum in Asien getragen.

Auch wenn inzwischen mehr als 1600 deutsche Unternehmer in Singapur tätig sind – die meisten Investoren im Stadtstaat kommen aus den USA, die 2017 gut 38 % aller Invests ausmachten. Danach kommen europäische Unternehmen mit knapp 29 %, gefolgt von China, Japan und lokale Firmen mit jeweils rund 10 %. Weiterhin ziehen die elektronische und chemische Industrie als größte verarbeitende Industriezweige einen Großteil der Kapitalzuflüsse an. Allerdings gewinnt auch die Herstellung von Präzisionsmaschinen und -komponenten an Bedeutung. Einen guten Teil des Wachstums stammt auch aus dem Aufbau regionaler Büros sowie der Zunahme von Forschung und Entwicklung.

Maschinenbau: vor allem Präzision gefragt

Anfang 2017 begann in Singapur ein regelrechter Boom bei der Produktion von Präzisionsmaschinen und -komponenten. Das Wachstum der Branche betrug in den ersten drei Quartalen 2017 jeweils durchschnittlich 16 %. Einer der Wachstumstreiber ist dabei die anhaltend starke globale Nachfrage der Halbleiterindustrie. Aber auch die Herstellung von Komponenten für die Fahrzeug- und Luftfahrtindustrie wuchs im selben Zeitraum mit zweistelligen Wachstumsraten.

Verarbeitende Industrie plus 12 %

2017 war auch die verarbeitende Industrie ein Wachstumsmotor für die singapurische Wirtschaft. Vor allem exportorientierte Branchen wie die Elektronikindustrie sowie der Bereich Präzisionsmaschinen und -komponenten legten zweistellig zu. Parallel zum Umsatzwachstum nahm auch die Produktivität der Branche durch die konsequent vorangetriebene Digitalisierung zu.

Subventionierte Informations- und Kommunikationswirtschaft

Die Regierung von Singapur verdoppelte 2017 die Entwicklungsausgaben für den IKT-Sektor auf 135 Millionen US-Dollar. Der Grund: der Stadtstaat will zu einer „Smart Nation“ werden und unterstützt deshalb die Digitalisierung von Staat und Wirtschaft. Am weitesten fortgeschritten sind dabei die Elektronikbranche, die Präzisions- und Flugzeugtechnik sowie das Logistikgewerbe. Die IKT-Branche wuchs im 3. Quartal 2017 real um 4,9 %.

Hohe Wachstumsraten in der Elektronikindustrie

Allein das Halbleitersegment wuchs in den ersten drei Quartalen 2017 um mehr als 50 %. Grund dafür ist der hohe globale Bedarf an Smartphones und elektronischen Komponenten für Automobile. Da diese Nachfrage weiterhin stabil zulegt, bleiben die weiteren Aussichten für die singapurianische Elektronikindustrie positiv: Sie erwarten ein mindestens ebenso starkes Jahr 2018. Ein weiterer Motor für diese Branche ist der Transformationsplan, den die Regierung im September 2017 verabschiedet hat. Ziel dieses Planes ist unter anderem eine Produktivitätssteigerung durch Digitalisierung und die Einführung von Industrie 4.0-Konzepten.

Chemiebranche wächst vergleichsweise verhalten

Laut amtlicher Statistik ist die Chemieindustrie in Singapur in den ersten drei Quartalen 2017 um gut 5 % gewachsen; eine vergleichbare Zunahme wir auch für 2018 erwartet. Quelle des Wachstums sind die gestiegene globale Nachfrage durch die Petrochemie. Etwas stärker dürfte die Herstellung von Spezialchemikalien zulegen. (mg)

Anzeige

Industrieanzeiger

Newsletter

Unsere Dosis Wissensvorsprung für Sie. Jetzt kostenlos abonnieren!

Top-Thema Schläuche

Auf unserer Themenseite finden Sie alle Informationen über Schläuche.

Tipps der Redaktion

Unsere Technik-Empfehlungen für Sie!

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Aktuelle Whitepaper aus der Industrie


Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de