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Das Reisemanagement könnte effizienter sein

Exklusiv-Studie: Geschäftsreisen in der deutschen Industrie
Das Reisemanagement könnte effizienter sein

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Wie ist die Reiseplanung in Ihrem Betrieb organisiert und welche Optimierungspotenziale gibt es? Zu diesen und weiteren Fragen haben aktive Business-Traveller aus der Industrie Stellung bezogen. Die Ergebnisse der deutschlandweiten Geschäftsreisenstudie liefern Ihnen Anregungen für das eigene Reisemanagement.

Im Durchschnitt waren die befragten Geschäftsreisenden in der Industrie in den letzten sechs Monaten 5,1 Mal beruflich unterwegs. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr ergeben sich circa zehn Reisen. Dieser Mittelwert darf nicht darüber hinweg täuschen, dass es beachtliche Unterschiede zwischen den Betriebsgrößen gibt. Eine überproportionale Reiseaktivität innerhalb Deutschlands ist bei den Mitarbeitern in kleinen Betrieben (20 bis 99 Mitarbeitern) auszumachen. Hier tendiert der Durchschnittswert zu sechs Reisen im Halbjahr. Das Ausland wird dagegen häufiger von Beschäftigten aus mittleren und großen Unternehmen bereist, was auf deren stärkere internationale Verflechtung hinweist.

In der Entscheidungsstruktur bei der Buchung von Geschäftsreisen dominiert der „selbst bestimmende“ Reisende. Nicht einmal in jedem dritten Betrieb ist eine zentrale Reisestelle vorgegeben, über die zu buchen ist. Die Selbstbestimmung der Business-Traveller findet allerdings ihre Grenzen in den Reiserichtlinien. In fast 60 % der Betriebe existieren entsprechende Vorgaben und sie regeln vor allem Preislimits für Übernachtungen und die Verkehrsmittelwahl.
Die Zufriedenheit mit dem Reisemanagement im eigenen Betrieb differiert nach den Arbeitsphasen. Insgesamt sind 66,7 %, also zwei von drei Befragten, zufrieden oder sehr zufrieden. Dieser positive Wert resultiert vor allem aus der Arbeitsphase der Reisebuchung (69,3 %). Bei der Reiseplanung und erst recht bei der Reiseabrechnung ist nur rund die Hälfte tatsächlich zufrieden. Woran liegt das? Vereinfacht gesagt, wünschen sich die Unzufriedenen mehr Service und verbinden dies nicht selten mit einer intensiveren Online-Nutzung. Das Web bietet aus Sicht der Reisenden einen Schlüssel zu einfacher Planung und unkomplizierter Abrechnung.
Eng mit der Online-Thematik verbunden ist die Frage nach der Kosteneffizienz. Zum einen existieren auf Anbieterseite Online-Spezialisten für einzelne Produkte (Beispiel: HRS für Hotels). Zum anderen bieten Online-Geschäftsreisebüros vom Flug bis zum Hotel alles aus einer Hand. Gemeinsam ist beiden, dass per Mausklick ein schneller Angebotsüberblick für den Reisenden möglich ist. Dies vereinfacht den Weg zum günstigsten Angebot. Häufig profitieren Business-Kunden außerdem von Sonderkonditionen, etwa in Form von Rückvergütungen. Services, wie die Abspeicherung der individuellen Reiserichtlinien oder die Hinterlegung von betriebsspezifischen Hotelkonditionen, runden das Leistungsspektrum ab.
62 % der Befragten haben bereits mindestens einmal bei einem Online-Geschäftsreisebüro gebucht und 70 % sind mit ihren Erfahrungen zufrieden oder sehr zufrieden. Vor allem bei rasch erfassbaren Reisebausteinen, wie etwa einer einfachen Bahnfahrt oder einem Punkt-zu-Punkt-Flug, wird die Buchung per Internet bevorzugt.
Das Web ist nicht die einzige Möglichkeit, um mit einem professionellen Mittler für Reiseleistungen zusammen zu arbeiten. Klassische Geschäftsreisebüros wie Carlson Wagonlit Travel oder First offerieren persönliche Betreuung wie auch die Internetbuchung.
In einem ausführlichen Kapitel untersucht die Studie ferner die Auswahlkriterien für Veranstaltungsorte. Geht es im Betrieb um die Auswahl der Destination für ein eigenes Business-Event, dann führt eine Bandbreite von Kriterien zum endgültigen Ausschlag. Allen voran sind geringe Kosten für An- und Abreise sowie Übernachtung (Faktor Kosteneffizienz) zu nennen, gefolgt von kurzen An- und Abreisezeiten (Faktor Zeiteffizienz).
Vor diesem Hintergrund sind die Rankings der beliebtesten Destinationen spannend. Angeführt wird die Rangliste bei den Metropolen über 500 000 Einwohnern von Berlin. Bei Städten mit weniger Einwohnern scheint die Meernähe verlockend zu sein. Neben Lübeck, Kiel und Rostock kann sich nur noch Freiburg im Breisgau – ganz ohne Meereszugang – im Spitzenfeld halten. Bei den beliebtesten Regionen ist es wiederum das „Meer“, das den Ausschlag gibt. Nord- und Ostsee werden allerdings vom „Schwäbischen Meer“, dem Bodensee, überholt.
Thorsten Gerke Referent Marktforschung, Konradin Mediengruppe, Leinfelden-Echterdingen

Zur Studie
Für die „Konradin-Studie Geschäftsreisen“ wurden von Mai bis Juni 2009 über 400 Geschäftsreisende aus der Industrie durch das unabhängige Marktforschungsinstitut Foerster & Thelen befragt. Der komplette Studienband ist kostenlos per Download unter www.industrieanzeiger.de/geschaeftsreisen erhältlich.
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