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Stauff: Dem regionalen Systempartner überlassen wir den Erstkontakt

Im Gespräch mit Stauff-CEO Jörg Deutz und Kroning-Chef Dr. Arne Lucas
„Dem regionalen Systempartner überlassen wir den Erstkontakt“

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Stauff hat soeben die erste Stufe seines Programms der Systempartnerschaft gezündet. Der langjährige Geschäftspartner Kroning ist jetzt autorisiert und übernimmt die regionale Verantwortung rund um hydraulische Leitungssysteme. Wir sprachen mit Jörg Deutz, CEO der Stauff Gruppe, und Dr.-Ing. Arne Lucas, Geschäftsführer des Bremer Hydraulikdienstleisters Kroning GmbH & Co. KG.

» Dietmar Kieser, stv. Chefredakteur Industrieanzeiger

Herr Deutz, wie kam es dazu, dass sich Ihr Unternehmen vom Hersteller von C-Komponenten im Bereich hydraulischer Rohrleitungen zum Anbieter hydraulischer Leitungssysteme für OEM gewandelt hat?

Jörg Deutz: Stauff erlebt die Veränderungen in der Hydraulik nun seit den 60er-Jahren und hat sein Portfolio immer vorausschauend weiterentwickelt. In den letzten Jahren ist deutlich geworden, dass das Denken in einzelnen Komponenten nicht reicht. Der Kostendruck im Maschinen- und Anlagenbau ist groß, auf billigere Komponenten zu setzen geht aber immer auf Kosten der Qualität. Die Alternative ist, interne Prozesse zu verschlanken. Ein Baustein ist das Single Sourcing. Mit unserem Produktprogramm Stauff Line sind wir Full Liner für sämtliche Komponenten. Weiteres erhebliches Einsparpotenzial besteht aber darin, einzelne Fertigungsschritte an externe Dienstleister zu vergeben oder sogar die Verantwortung für ganze Funktionseinheiten, eben das hydraulische Leitungssystem, in die Hände von Spezialisten zu legen.

Worum geht es in der Stauff-Systempartnerschaft?

Jörg Deutz: Die Stauff-Systempartnerschaft ist eine Kooperation zwischen uns und autorisierten Partnern, die langjährige Erfahrung als Berater und Dienstleister in der Hydraulik haben. Sie bieten Maschinen- und Anlagenbauern sämtliche Dienstleistungen rund um hydraulische Leitungssysteme an, die in vielen Unternehmen bislang intern durchgeführt werden. Das können einzelne Arbeitsschritte sein, wie beispielsweise das Biegen von Rohrleitungen, die Vormontage ganzer Baugruppen oder die Komplettbetreuung von Anschluss zu Anschluss.

Gerade ist die Kroning GmbH die Systempartnerschaft eingegangen. Was schätzen Sie an der Zusammenarbeit?

Jörg Deutz: Mit Kroning verbindet uns eine über Jahrzehnte gewachsene Geschäftsbeziehung, die schon immer von gegenseitiger Wertschätzung und Vertrauen in die Kompetenzen des anderen geprägt ist. Das Unternehmen ist nah am Markt und bei seinen Kunden für hervorragende Beratung, hohe Lieferperformance und langjährige Erfahrung in allen Dienstleistungen rund um das hydraulische Leitungssystem bekannt.

Herr Dr. Lucas, Sie verstehen sich schon immer als Dienstleister und Berater, nicht nur als Händler von Komponenten. Was bietet Kroning seinen Kunden an?

Dr. Arne Lucas: Zum Start der Zusammenarbeit ist es sinnvoll, die internen Produktionsprozesse beim Kunden zu analysieren und das größte Einsparpotenzial zu erkennen und zu nutzen. Hier kommt den Kunden unsere branchenübergreifende Erfahrung zugute. Unsere Leistungen können dann von der Auslegung des Systems über Schlauchkonfektionierung, Biegen von Rohrleitungen, Vormontage und Lieferung von Baugruppen und Aggregaten bis zum Montageband des Kunden reichen. Unsere besondere Stärke liegt im Engineering, das heißt, dass der Kunde uns von Anfang in die Konzeption seiner Maschinen und Anlagen – ob stationär oder mobil – einbinden kann. Die Nachfrage nach dieser beratenden Rolle ist in den letzten Jahren stark gestiegen.

Welche Vorteile haben Ihre Kunden von der Stauff-Systempartnerschaft?

Dr. Arne Lucas: Letztlich geht es immer um größtmögliche Zuverlässigkeit der hydraulischen Anlage bei gleichzeitig möglichst geringen Kosten. Die Kombination unserer Leistungen erhöht die Lebensdauer des hydraulischen Leitungssystems und senkt Betriebskosten und Maschinenstillstände. Nehmen wir beispielsweise Montagefehler. Sie sind für viele Ausfälle verantwortlich, auch Wartungsaufwand schlägt mit hohen Kosten zu Buche. Unsere Vorarbeiten senken die Fehlermöglichkeiten beim Kunden, etwa durch den Bezug ganzer Baugruppen. Einmal ganz abgesehen davon, dass wir Montagefragen von Anfang an berücksichtigen können, wenn wir schon in die Konzeption einer Anlage involviert sind.

Jörg Deutz: Von Vorteil für alle Beteiligten ist auch die Frage der Gewährleistung. Je weniger Hersteller und Dienstleister an einer Anlage beteiligt sind, umso einfacher können sie geklärt werden. Hier bieten wir für Stauff Line auch ein umfangreiches Gewährleistungspaket in Zusammenarbeit mit führenden Versicherungsgesellschaften.

Welche Vorteile entstehen für Kroning?

Dr. Arne Lucas: Wir werden als zunächst einmal lokaler Anbieter auch für exportorientierte OEM ein attraktiver Partner. Wir bleiben ein unabhängiges Unternehmen, haben aber Zugang zum internationalen Stauff-Netzwerk. Das bedeutet für unsere Kunden eine weltweite Versorgung mit Stauff Line-Komponenten und Zugriff auf das internationale Servicenetzwerk mit allen Dienstleistungen rund um die Fertigung hydraulischer Leitungen. Für uns bedeutet das ein erhebliches Wachstumspotenzial. Nicht zuletzt entlasten wir auch unsere eigenen internen Prozesse und senken unsere Betriebskosten.

Führt Kroning die Stauff Line-Komponenten künftig exklusiv im Programm?

Dr. Arne Lucas: Exklusiv nicht, aber unser Fokus richtet sich darauf, dem Kunden eine maßgeschneiderte Stauff Line-Systemlösung anzubieten. In diesem Gesamtpaket befinden sich natürlich die Stauff-Komponenten. Eine Kundenlösung beinhaltet aber neben den Verbindungselementen oft auch Hydraulik-Komponenten, die Stauff gar nicht im Portfolio hat, aber ebenfalls von Kroning angeboten werden. Und nicht zuletzt gibt es natürlich Kundenvorgaben oder technische Freigaben für den Einsatz bestimmter Komponenten und Hersteller. Daher bieten wir auch weiterhin ein Portfolio verschiedener Hersteller an.

Herr Deutz, überlassen Sie einem Systempartner den Erstkontakt?

Jörg Deutz: Die Systempartnerschaft ist auch aus der kritischen Betrachtung des klassischen Händlermodells entstanden. Es ist nicht sinnvoll, innerhalb eines Gebietes doppelte Vertriebsstrukturen zu unterhalten, deshalb überlassen wir dem regionalen Systempartner den Erstkontakt. Darin liegt unseres Erachtens auch im internationalen Geschäft die Zukunft. Der lokale Partner tritt mit allem Service, den unsere weltweite Organisation bietet, auf. Stauff profitiert von dem Vertrauen, das aus der Markt- und Kundennähe unserer Partner entsteht. Eine klassische Win-Win-Situation.

Wird die Systempartnerschaft auch international ausgerollt?

Jörg Deutz: Den Bedarf nach einer umfassenden Betreuung erleben wir in allen Märkten und Anwenderbranchen weltweit. Maschinen- und Anlagenbauer haben das Einsparpotenzial erkannt, das im Outsourcing von Produktionsschritten oder in der Komplettbetreuung des hydraulischen Systems durch externe Partner liegt. Exportorientierte Unternehmen wünschen an allen internationalen Standorten den gleichen Service. Unser mittelfristiges Ziel ist es, mit den autorisierten Stauff-Systempartnern überall dort zu sein, wo unsere Kunden sind.

Kontakt:

Walter Stauffenberg GmbH & Co. KG

Im Ehrenfeld 4

58791 Werdohl

Tel. +49 2392 916–0

www.stauff.com

Kroning GmbH & Co. KG

Friedrich-Humbert-Str. 163– 173

28759 Bremen
Tel. +49 421 – 62 60 6 –0
www.kroning.de


Im Überblick

In der Stauff-Systempartnerschaft werden die Kompetenzen regionaler Partner mit denen des international agierenden Herstellers verknüpft.

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