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Durchblick mit Methode

Arbeitsschutz: Sicherheitsportal bändigt Vorschriftenflut
Durchblick mit Methode

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Die Portalsoftware sicherheit.net von Dekra bündelt sämtliche Aufgaben im Bereich Arbeitsschutz und Betriebssicherheit. Transparente Arbeitsabläufe und Fristen schaffen in Kombination mit der Dokumentenverwaltung Rechtssicherheit und erhöhen die Effizienz in den Unternehmen.

Peter Müller* gehört nicht zu denjenigen, die mit dem Arbeitsschutzgesetz unterm Arm die Werkshalle durchqueren. Bei seiner letzten Stippvisite zuckte der Geschäftsführer eines mittelständischen Automobilzulieferers in Winnenden jedoch zusammen. Aus dem Augenwinkel erfasste der Schwabe einen Fräsautomaten, der ohne Schutzabdeckung aus dem Vollen fräste. Die fehlende Sicherheitseinrichtung sei zur Instandsetzung vorübergehend demontiert worden, besänftigte der Bediener den erzürnten Chef. Er habe, so sein langjähriger Mitarbeiter, einfach vergessen, die Abdeckung wieder anzubringen.

Derartige Gefahren lauern in vielen produzierenden Betrieben. Bei 37 % aller Metall verarbeitenden Anlagen in Deutschland werden Sicherheitsvorkehrungen sogar absichtlich außer Kraft gesetzt, selbst wenn das zu einer erheblichen Gefährdung führen kann. Dies hat eine Studie des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (BGIA) soeben ergeben. Besonders erschreckend: Solche Eingriffe treten vor allem auf, wenn sich Mitarbeiter durch die Maßnahme in ihrer Arbeit behindert fühlen.
Neben dem Verhalten der Werker sind insbesondere der wachsende Leistungsdruck sowie unzureichende Kenntnisse über Gefahren dafür verantwortlich, dass Unfallrisiken sich vergrößern. Arbeitsschutz ist vielen ein lästiges Thema. Nicht ohne Grund. „Die laufende Entbürokratisierung im Arbeitsschutz- wie im Betriebssicherheitsrecht wälzt die Verantwortung dafür auf die Unternehmen ab“, weiß Sebastian Bartels. Positiv sei daran zwar, so der Sicherheitsingenieur der Dekra Umwelt GmbH aus Karlsruhe, die Selbstverantwortung und die Flexibilität, die ein Unternehmen damit erhalte. Führungskräfte und Personen mit übertragener Verantwortung wären jedoch „in der Pflicht, die ihnen übertragenen Aufgaben selbst zu organisieren und etwa Fristen einzuhalten“.
Über ihren Spielraum für eigene Entscheidungen in Sachen Arbeitsschutz und Betriebssicherheit sind sich vor allem die Chefs kleiner und mittlerer Betriebe oft nicht bewusst – und folglich auch nicht über ihr persönliches Risiko. „Unternehmer wissen oft nicht, dass sie per Gesetz dafür verantwortlich sind“, mahnt Sebastian Bartels zum Umdenken.
Den Nachholbedarf der Firmenchefs in puncto Arbeits- und Betriebssicherheit untermauert eine Umfrage im Rahmen des Dekra Sicherheitsbarometers 2007 mit Zahlen:
  • 80 % der Unternehmen in Deutschland unterschätzen ihre Unfallrisiken,
  • 40 % geben an, keine systematische Lösung für ihre Aufgaben auf diesem Gebiet zu besitzen,
  • rund ein Drittel führt die nötigen Gefährdungsbeurteilungen gar nicht erst durch.
Bereits die Rechtslage ist sehr komplex. Als Inhaber eines Automobilzulieferbetriebs müsste Peter Müller etwa ein Dutzend relevante Gesetze, Verordnungen und Vorschriften kennen und einhalten – vom Arbeitsschutzgesetz über Gefahrstoffverordnung und Betriebssicherheitsverordnung bis hin zu Sozialgesetzbuch und Arbeitsstättenverordnung. Laut Arbeitsschutzgesetz muss er zugleich erforderliche Fristen, etwa für Prüfungen, selbst ermitteln, festlegen und kontrollieren. Kein Wunder, dass der Aufwand oft als zu hoch empfunden wird. Die vermeintlich unüberschaubare Flut von Aufgaben könnte laut Bartels auch ein Hemmschuh beim Umsetzen der gesetzlichen Pflichten sein. Zugleich drohen den Unternehmen bürokratische Hürden durch die immensen Änderungen der Arbeitswelt. Dadurch müssen die gesetzlichen Regelungen und Vorschriften häufig angepasst und durch die Betriebe in die Praxis umgesetzt werden.
Um diese Flut im Zuge der gestiegenen Selbstverantwortung in Griff zu bekommen, benötigen die Unternehmen dringend neue Organisationskonzepte. „Klare und ganzheitliche Managementstrukturen helfen dabei, dass Unternehmer in puncto Arbeitsschutz Rechtssicherheit erhalten und zugleich ihre Effektivität erhöhen“, sieht Sebastian Bartels die Notwendigkeit einer praxisgerechten EDV-Unterstützung. An Einzellösungen fehle es zwar nicht am Markt, wohl aber an den vielen verschiedenen Lösungen mit nicht einheitlicher Struktur. Dieses Manko hat die Spezialisten der Dekra-Tochtergesellschaften Dekra Umwelt und Dekra Testing & Inspection veranlasst, eine ganzheitliche Softwarelösung als sinnvoller Helfer im betrieblichen Alltag zu entwickeln.
Das in Form eines Portals gestaltete Dekra sicherheit.net organisiert und verwaltet alle relevanten Aufgaben in der Arbeits- und Betriebssicherheit. Da alle Einzelaspekte logisch miteinander verbunden sind, greifen Führungskräfte und Sicherheitsexperten auf ein ganzheitliches System zu. Verknüpft und organisiert sind hier sämtliche Dokumente aus Arbeitsschutz und Betriebssicherheit. Dazu gehören Betriebsanweisungen, Alarmpläne, Sicherheitsdatenblätter oder CE-Kennzeichnungsunterlagen. Automatisierte Abläufe steuern zudem rechtssicher alle Vorgänge des Gefahrstoffmanagements.
Da auch die Termin- und Mängelverwaltung webbasiert abläuft, sind Firmenchefs „laufend über den aktuellen Stand und zu erledigende Aufgaben informiert“, erläutert Bartels einen wichtigen Aspekt. Bedienen lässt sich die Portalsoftware einfach wie ein Windows-Programm über einen webfähigen Browser – sowohl am festen Büroschreibtisch als auch von unterwegs.
Eingebaut ist zudem ein Frühwarnsystem, das überschrittene Termine aufdeckt und aufzeigt. Der Beauftragte vermerkt und dokumentiert Fristen und Inhalte für die notwendigen Prüfungen und Wartungen der Anlagen, Maschinen, Gebäude oder Produktionsverfahren. „Dadurch behält der Verantwortliche vor Ort jederzeit den Überblick über alle notwendigen Aktivitäten und wird an Aufgaben erinnert“, unterstreicht Dekra-Ingenieur Bartels mit Blick auf Rechtssicherheit und Effizienz in arbeitssicherheitstechnischen Belangen.
Das Portal verfügt über die wichtige Eigenschaft der Ausbaufähigkeit in jede gewünschte Richtung – unabhängig von der Betriebsgröße. Dabei lassen sich Funktionsumfänge je nach Anforderungen maßschneidern und verschiedene Nutzergruppen und Berechtigungen anlegen. Der Einkauf oder die Produktion beispielsweise lassen sich mit anderen Berechtigungen ausstatten, als die Geschäftsführung oder Sicherheitsingenieure. Selbst Unternehmen mit Niederlassungen und Filialen können nach Maß abgebildet werden. Die Zentrale erhält dabei einen übergeordneten Zugriff und stellt beispielsweise Dokumente, Aufgaben und Informationen allen gleichberechtigt zur Verfügung. Die Filialen wiederum können die eigenen Bereiche komplett selbstständig einsehen und bearbeiten.
Als vorkonfiguriertes Fertigpaket organisiert das Dekra-Sicherheitsportal auch das E-Learning virtuell. So lassen sich elektronische Sicherheitsunterweisungen online an PC-Arbeitsplätzen durchführen. Auch die klassische Unterweisung einer ganzen Gruppe ist möglich, eine Dokumentation erfolgt dabei innerhalb des Portals. Selbst Fremdfirmenunterweisungen und Besucherinformationen über das Internet sind inbegriffen. So können beispielsweise Montagebetriebe bereits im Vorfeld alle sicherheitsrelevanten Informationen abrufen.

Leistungsumfang
  • Abbilden der Unternehmensstruktur
  • Erfassen aller Arbeitsmittel und zugehöriger Dokumente, Gefährdungsbeurteilungen und Betriebsanweisungen
  • Erarbeiten beispielsweise von Lärm- oder Gefahrstoffverzeichnissen
  • Bereitstellen und dokumentieren von Sicherheitsunterweisungen
  • Einfaches Auffinden von Dokumenten durch Suchfunktionen/Verweise
  • Digitales Prüfmanagement für wiederkehrende Prüfungen
  • Terminverwaltung für Prüfungen und Aufgaben
  • Maßnahmenverwaltung mit Erinnerung für Maßnahmen

Kosteneffizienz
Im Arbeits- und Gesundheitsschutz strickt sich jeder seine eigene Struktur. Die Folge: Hoher Zeitaufwand, oft uneinheitliche, lückenhafte und doppelte Dokumentationen. Abhilfe schaffen Datenbanken mit einheitlicher, praxisbewährter Struktur wie Dekra sicherheit.net. Die Anwendung sorgt für Rechtssicherheit für den Nutzer und hilft, Zeit bei den notwendigen Aufgaben zu sparen. Zudem kommunizieren Mitarbeiter und Dienstleister besser und arbeiten effizienter.
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