Energiekosten: Deutsche Unternehmen geben zu viel für Stromkosten aus

Energiekosten

Deutsche Unternehmen geben zu viel für Stromkosten aus

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Unternehmen nutzen ihr Sparpotenzial für Stromkosten nicht ausreichend aus – und geben so jährlich rund 4 Mrd. Euro zu viel für Energie aus Foto: moquai86/Fotolia
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Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland haben in den Jahren 2016 und 2017 jährlich mindestens 4,1 Mrd. Euro zu viel für Stromkosten ausgegeben. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie der Energie-Einkaufsgemeinschaft E.Optimum und des Marktforschungsinstituts Splendid Research, die in einem Zeitraum von zwölf Monaten 1392 Unternehmen mit einem Jahresverbrauch zwischen 10.000 und 6 Mio. kWh Strom zu ihrem Energie-Einsparpotenzial befragte. Viele KMUs könnten mehr als 10.000 Euro jährlich einsparen, indem sie ihren Energieeinkauf anders organisieren. Das durchschnittliche Einsparpotenzial für Stromkosten pro Unternehmen liegt bei rund 1730 Euro pro Jahr. Das individuelle Einsparpotenzial variiert aber stark: Es kann zwischen wenigen 100 bis 80.000 Euro pro Jahr betragen – und hängt etwa von der Branche, dem Verbrauch und der spezifischen Situation des Unternehmens ab.

Bei Sparpotenzial für Stromkosten besteht Lücke zwischen Wissen und Handeln

Zudem ergab eine weitere Befragung unter 262 Energieentscheidern in KMU, dass die Verantwortlichen zwar das Einsparpotenzial kennen, aber nicht die Wege, um es zu erreichen. 75 % der Entscheider glauben, dass sie ihre Energiekosten vor allem durch Verbrauchsverhalten und günstigere Energieanbieter senken können. Knapp ein Viertel glaubt, so mindestens 5000 Euro pro Jahr an Energiekosten sparen zu können – teilweise sogar bis zu 250.000 Euro.

Um Energiekosten zu sparen, versuchen KMU in Deutschland vor allem, ihren Verbrauch zu senken. Einen Anbieterwechsel haben dagegen in den letzten zehn Jahren lediglich 32 % mehr als einmal vollzogen; 38 % haben nur einmal und 28 % nie den Stromanbieter gewechselt. Der Wechseldruck auf die Stromversorger ist laut der Studie momentan offensichtlich nicht ausreichend: Der Erzeugungspreis für die Stromversorger sinkt seit Jahren, doch nur die wenigsten haben diese Preissenkungen an ihre Kunden weitergegeben. Mehr Wechselaktivität könnte die Energieversorger zu günstigeren Konditionen drängen, so die Studienempfehlung.

Energieentscheider haben nur geringe Kenntnis des Energiemarktes

In knapp 60 % der befragten Unternehmen sind der Geschäftsführer oder Inhaber für den Energieeinkauf zuständig. In 24 % der Fälle wird das Thema im allgemeinen Einkauf abgewickelt und nur etwa 9 % haben eine eigene Energieabteilung. Laut der Studie offenbaren die meisten Geschäftsführer aber Wissenslücken bei der Strompreisbildung. Drei Viertel der KMU nutzen bis dato kein Energiemanagement-System. Das heißt, dass nur ein Viertel der Mittelständler seinen Energieverbrauch strukturiert plant und nach Ressourcen und Kostenschonung analysiert. Zudem plant nur etwas mehr als ein Drittel der Energieentscheider sicher, in nächster Zeit Energieeinsparmaßnahmen vorzunehmen. Und das obwohl mehr als 20 % der Befragten Stromkosten als ihren größten Kostentreiber identifizieren. _nu

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