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Digitalisierung im Energieeinkauf: Neue Chancen für den Mittelstand

Digitalisierung im Energieeinkauf
Neue Chancen für den Mittelstand

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Die Digitalisierung verändert auch die Energiebeschaffung Foto: Gina Sanders/Fotolia
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Die Digitalisierung hat in vielen Unternehmensbereichen für Veränderungen gesorgt und manche Standards überholt. Ein Beispiel dafür ist die Beschaffung von Strom und Gas. Nie zuvor war der Einkauf transparenter, effizienter und günstiger möglich. Selbst unerfahrene Einkäufer können per Klick zum Profi werden.

Clemens Graf von Wedel und Rainer Otto
Geschäftsführer und Inhaber der EnPortal GmbH

Mittelständische Unternehmer kennen oft nicht die digitalen Chancen und verharren in alten Offline-Prozessen. Was sich für Geschäftsführer und Energieeinkäufer von Gewerbe- und Industrieunternehmen geändert hat, soll im folgenden Beitrag erläutert werden. Mittelständische Unternehmer sind oft besorgt, dass der Versorgerwechsel mit einem Risiko behaftet ist. Dabei gilt seit 1998: Gewerbe- und Industrieunternehmen können ihren Energieversorger frei wählen und haben keine Benachteiligungen zu befürchten. Es liegt vielmehr ein gesetzlich streng geregelter, diskriminierungsfreier Zugang zu Strom und Gas vor. Der Versorgerwechsel ist nicht nur möglich, sondern wird seit der Marktöffnung befördert. Nicht grundlos wurden die Netze von den Energieversorgern getrennt, um keine Druckmittel zu schaffen. Daher kann der Versorgerwechsel heute als Norm betrachtet werden.

Verzicht auf Offline-Tabellen

Beim kaufmännischen Energiedatenmanagement hat sich seit der Digitalisierung viel getan, hervorgerufen durch Vergleichsportale sowie durch einen Online-Marktplatz für Strom und Gas, wie wir ihn seit 2008 anbieten. Während die Verbrauchsdaten bei vielen Unternehmen noch in starren Tabellen vorliegen, ist dies bei innovativen Firmen nicht mehr der Fall. Diese nutzen eine Cloud-Lösung. Von jedem Ort zu jeder Zeit können Einkäufer auf ihre aktuellen Lastgänge, Verbrauchsdaten, Kosten und Verträge zugreifen. Per Klick ist zu sehen, wieviel Energie jenes Werk oder jene Abnahmestelle verbraucht. Liegen Energiedaten permanent vor, ist es kein Aufwand mehr, diese den zahlreichen Lieferanten zukommen zu lassen. Einkäufer erreichen bei EnPortal aktuell 580 Versorger per Klick. Liegt eine günstige Marktchance vor und entsprechen die Börsenkurse dem Wunschwert, können Einkäufer sofort eine Online-Ausschreibung starten. Alle interessierten Versorger erhalten die Aufforderung zur Angebotsabgabe. Die Energiepreise werden in einem Bieterspiegel aufgelistet, sodass der langwierige Vergleich entfällt. Sofort ist erkennbar, welcher Lieferant den besten Preis bietet.

Der Energieeinkauf online kann heute transparent, fair und ohne versteckte Provisionen ablaufen. Vielmehr kann die Strom- und Gasbeschaffung von unerfahrenen Einkäufern vorgenommen werden, die durch standardisierte Schritte ihren Einkauf besser verstehen lernen. Wer auf Energieberater vertraut, die offline nur wenige Versorger anfragen, nutzt nicht das volle Potenzial im Markt. Mittelständische Unternehmer sollten sich trauen, den Schritt in die Online-Energiebeschaffung zu wagen, um Kosten zu optimieren sowie Zeit- und Arbeitsaufwand zu sparen.



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