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Energieeinkauf: Smartes Portal zeigt genauen Energieverbrauch auf

Energieeinkauf
Smartes Portal zeigt genauen Energieverbrauch auf

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Das Smart-Energy-Portal von EnBW in Kooperation mit Axoom liefert Unternehmen einen genauen Überblick über ihren Energieverbrauch und aktuelle Strompreise. So kann Strom bedarfsgerecht und kostengünstig eingekauft werden. ❧

Nora Nuissl

Seit seinem Launch zur Hannover Messe 2016 füllt sich der Appstore von Axoom, der Digitalisierungstochter des Werkzeugmaschinenherstellers Trumpf, stetig mit neuen Anwendungen von Produktionsunternehmen. Aber die Plattform reicht auch über den Tellerrand der Produktionshalle: Unter dem Motto „Smart Energy meets Smart Enterprise“ will der Anbieter gemeinsam mit EnBW Wege suchen, um den Energieverbrauch in Unternehmen zu senken.

Als Basis dient die Plattformlösung „Smart Energy“ des baden-württembergischen Energieversorgers. Diese bietet Unternehmen einen genauen Überblick über ihren Energieverbrauch, den Strompreis sowie ihre Kosten. Ziel der Plattform ist es, intelligente Energiefunktionen wie man sie aus dem privaten Smart-Home-Bereich kennt – die Waschmaschine schaltet sich beispielsweise erst ein, wenn der Strompreis niedrig ist – auf Unternehmen zu übertragen. Somit können Firmen langfristig Kosten sparen, wenn sie Energie bedarfsgerecht und gegebenenfalls preisabhängig einkaufen und verbrauchen.

Super-Graph zeigt detailliert Energieverbrauch, Strompreise und Kosten

Um das Portal nutzen zu können und einen konkreten Überblick über den jeweiligen Energiebedarf und den tatsächlichen -verbrauch zu erhalten, sollten Unternehmen einen fernauslesbaren Smart Meter oder einen Lastprofilzähler (RLM) im Betrieb installiert haben. Im persönlichen sogenannten Super-Graph können sich die Nutzer dann ihren gemessenen Energieverbrauch im 15-Minutentakt, den dazugehörigen aktuellen Börsenpreis und die Gesamtenergiekosten anzeigen lassen. Auch die durchschnittlichen Kosten für individuelle Zeiträume lassen sich leicht analysieren: Nutzer sehen durch Auswahl gewünschter Zeitfenster die im Zeitraum verbrauchte Energie, den mit ihrem Verbrauch gewichteten Marktpreis und die zusammengefassten Energiekosten für den ausgewählten Zeitraum.

Eine Besonderheit bei dem Portal ist der Terminmarkt: Hierüber haben Nutzer direkten Zugang zum Strommarkt und können vor allem auf volatile Preise frühzeitig reagieren, die durch schwankende Angebote an Strom mittels regenerativer Energiequellen wie Sonne oder Wind entstehen. „Kunden können stetig die aktuellen Börsenpreise beobachten. Fallen die Strompreise beispielsweise im Sommer durch ein Überangebot an Sonnen- oder Windenergie in den negativen Bereich, erhalten Unternehmen sogar Geld zurück, wenn sie in dieser Zeit Strom verbrauchen. Den Terminmarkt können die Kunden nutzen, um sich langfristig einen Teil ihres Bedarfs mit Preisen abzusichern, ohne die sonst bei Festpreisen üblichen Aufschläge zu bezahlen“, zählt Produktmanagerin Insa Barfs von EnBW die Vorteile auf. Damit lasse sich der Energieeinkauf flexibel gestalten. Anhand der Verbrauchsprognose können Unternehmen frühzeitig entscheiden, wie viel Energie sie vorab monats-, quartals- oder sogar jahresweise einkaufen möchten. Das Portal zeigt dem Nutzer folgende Punkte an:

  • die Prognosemenge des Strombedarfs,
  • bereits eingekaufte Strommengen,
  • die aktuell ausgewählte Energiemenge und
  • die noch fehlende Energiemenge bis zur Deckung des individuellen Strombedarfs.

Stromeinkauf zu aktuellen Börsenpreisen

Unternehmen können im Portal zudem direkt ihren benötigten Strom einkaufen – und das zum exakten an der Börse handelbaren Energiepreis. Zusätzlich berechnet der Energieversorger für jede eingekaufte Menge eine Gebühr von 0,01 Cent/kWh. Diese Gebühr beinhaltet einen geringen Abwicklungsaufwand und wird größtenteils als Einkaufsgebühr an die European Energy Exchange (EEX) weiterverrechnet.

Die Kunden könnten das Portal ähnlich einer herkömmlichen Vollversorgung nutzen, erklärt Barfs. „Unternehmen können mit unserer Lösung bis zu 100 % ihres Strombedarfs abdecken. Im Vergleich zu konventionellen Festpreismodellen ermöglicht das Portal absolute Preistransparenz und eine Optimierung des Preises“, so die Produktmanagerin.

Außerdem wird das Online-Portal zeitnah auch die historischen Settlementpreise der Börse zur Verfügung stellen. Das ermöglicht es laut Anbieterangaben, dass jeder Nutzer Preisalarmierungen einstellen kann, um den individuell am besten geeigneten Einkaufszeitpunkt abzupassen – ohne täglich die Preisentwicklungen zu beobachten.

Kiesinger hat mit dem EnBW-Portal seinen Energieverbrauch im Blick

In der Praxis kommt das Konzept gut an: Der Metallverarbeitungsbetrieb Kiesinger aus Kirchheim unter Teck bei Stuttgart verbraucht jährlich etwa 1,2 GWh an Energie. „Über das Portal von EnBW haben wir unsere Kosten und Energieverbräuche immer im Blick, können unsere Prozesse optimieren und uns als Unternehmen für die Zukunft noch effizienter aufstellen“, sagt Stefan Leibfarth, Qualitäts-, Arbeitssicherheits- und Energie-Beauftragter bei Kiesinger.

Künftig soll das Portal auf die Plattform des Energieversorgers verlagert werden. So soll es möglich werden, die smarten Produkte von EnBW besser miteinander zu vernetzen. „Mit unserer intelligenten Zählerlösung erhalten Kunden live Daten ihrer Verbräuche zur Unterstützung ihres Energiemanagements und können ihre Elektroautoflotte über das Portal steuern“, gibt Barfs einen Ausblick. Mit einem sogenannten „digitalen Assistenten“ erhalten Nutzer über die Plattform Informationen zum Energiemarkt und den eigenen Verbräuchen. Das smarte Dashboard weist Nutzer dann beispielsweise auf Abweichungen zu ihrem normalen Verbrauchsverhalten hin.

Weitere Infos zum Portal erhalten Sie unter: smartenergy@enbw.com


Mehr zum Portal:

„Smart Energy meets Smart Enterprise“ – das ist das Motto unter dem Axoom auf der Hannover Messe 2017 die Kooperation mit EnBW bekannt gegeben hat. Aktuell wird das Portal auf dem Marktplatz von Axoom angeboten. Die Datenanalysen aus der Produktion der digitalen Trumpf-Tochter können nicht nur Durchlaufzeiten, Materialeinsatz oder Maschinenzustände auswerten, sondern auch Spitzen beim Energieverbrauch ermitteln. Kombiniert mit den intelligenten Energiemesssystemen von EnBW lassen sich so Energieverbräuche überwachen und Abläufe mit Blick auf den Energieeinsatzoptimieren. Der Faktor Energie kann dann zum Beispiel automatisch bei der Reihenfolgeplanung der Produktionsaufträge berücksichtigt werden.



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