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Arbeiten und leben in der Wolke

Software: Mittelstand im Zeichen von Cloud Computing
Arbeiten und leben in der Wolke

Cloud Computing wird als ein Megatrend der IKT-Branche gehandelt. Derweil driften Marketing-Vision und Realität aber zum Teil noch ganz deutlich auseinander. Die Messe beleuchtet das Szenario Bild: Messe AG
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Cloud Computing ist der Mega-Trend der IT-Industrie. Kleinere und mittlere Unternehmen sollen so effizienter arbeiten und ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern. Das versprechen viele Softwarelösungen auf der Cebit vom 1. bis 5. März in Hannover.

Ein zentrales Thema für die gesamte ITK-Branche ist Cloud Computing. Dabei erfolgt die Nutzung von IT-Leistungen in Echtzeit über Datennetze statt auf lokalen Rechnern. Die CeBIT 2011 greift diesen Trend auf. Erster Anlaufpunkt auf der CeBIT ist die Sonderschau des Bitkom „Cloud Computing World“ mit Ausstellern wie Atos Origin, Dell, EMC, Hewlett-Packard, Novell, PricewaterhouseCoopers, Salesforce, Siemens IT Solutions and Services, T-Systems und visionapp. Schirmherr ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. „Es gibt derzeit kein Thema, das ähnliche Bedeutung für Anbieter, professionelle und private Anwender hätte wie Cloud Computing“, sagte Bitkom-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Viele IT-Leistungen, die bisher individuell für einzelne Kunden gefertigt wurden, werden künftig in standardisierter Form aus dem Netz bezogen“, prognostizierte Scheer. Für die Firmen böten Cloud-Services einen Weg, ihre Handlungsfähigkeit im globalen Wettbewerb zu steigern und die Kosten zu senken.

Noch gibt es aber vielerorts Bedenken, sensible Daten auf großen Serverfarmen im Netz zu speichern, wie eine Studie der Unternehmensberatung Deloitte belegt („Cloud Computing in Deutschland“). Die Mehrheit der befragten Firmen setzt noch keine entsprechenden Lösungen ein oder bevorzugt konservative Varianten wie das etablierte Software-as-a-Service-Modell. Zudem bestehen nach wie vor Bedenken, die Technologie bei geschäftskritischen Anwendungen und Kernprozessen zu nutzen. „Cloud Computing scheint in Deutschland noch unter einem Vertrauensdefizit zu leiden. Vorteile wie Skalierbarkeit und Flexibilität werden zwar wahrgenommen, aber die Skepsis im Hinblick auf Datensicherheit und Prozesskontrolle überwiegt bei vielen. Bezeichnend ist die Tatsache, dass sich unter den fünf am häufigsten aufgeführten – und damit etabliertesten – Cloud-Anbietern kein deutsches Unternehmen befand. „Hier herrscht Nachholbedarf“, berichtete Robert Horndasch, Partner TMT bei Deloitte.
In Hannover wollen gleich mehrere Aussteller zeigen, dass solche Vorbehalte unbegründet sind, wenn die nötigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. So umfasst das Cloud-Security-Angebot von Fujitsu beispielsweise eine Komplettverschlüsselung der Daten oder ein Hochsicherheitszugang mit so genannten Einmal-Passwörtern, die per SMS oder über spezielle Token zur Verfügung gestellt werden. Unternehmen, die den Datenfluss in und aus ihrer Cloud heraus überwachen wollen, können Lösungen für Anti-Spam und Content Filtering sowie eine sichere E-Mail-Archivierung wählen.
Speziell für kleine und mittlere Unternehmen hat Cisco „acht Bausteine zum perfekten Netzwerk entworfen“, betonte Roland Lunck, Smart Business Marketing Manager von Cisco Systems. „Wir wollen Dinge anders machen, und wir müssen Dinge anders machen“, umriss Lunck die Service-Offensive seines Unternehmens für mittelständische Kunden, die auch Schulungen wie Webinare zum Thema Cloud Computing und kostenlose Updates enthält.
Die Datenwolke spielt auch bei dem Nürnberger Unternehmen Datev eine große Rolle. Gerade für mittelständische Unternehmen eröffne das Konzept des Cloud Computing enorme Chancen, da eine solche Lösung problemlos mitwachsen und ebenso schnell nach unten angepasst werden kann. Zudem bietet der IT-Dienstleister Cloud-Services in Bereichen wie der klassischen Datenverarbeitung oder der Bereitstellung von Infrastruktur an. Aus Sicherheitsgründen setzt Datev dabei ausschließlich auf geschlossene und damit geschützte Cloud-Systeme.
Schutz vor Angriffen auf die Cloud und aus der Cloud bietet Trend Micro. „Mit unseren innovativen Diensten zur Bedrohungsbewertung von Dateien, E-Mails und Webadressen haben wir bereits vor fünf Jahren einen neuen Standard zum Schutz vor Cyberkriminalität gesetzt. Seither legen wir den Schwerpunkt auf die Prävention, damit es erst gar nicht zu Infektionen auf den Geräten der Anwender kommt“, erklärt Frank Schwittay, Managing Director Central Europe bei dem Spezialisten für Internet Content Security. „Zur CeBIT 2011 helfen wir Anwendern mit einer neuen Technologie, die ihre Daten für Kriminelle durch Verschlüsselung unbrauchbar macht.“
Weitere renommierte IT-Dienstleister wie Atos Origin präsentieren ihre Lösungen auf der „Cloud Computing World“. Das Cloud-Portfolio von Atos Origin deckt die IT-Wertschöpfungskette komplett ab und reicht von Infrastruktur- und Anwendungslösungen bis hin zu branchenspezifischen Services für Kernprozesse der Geschäftskunden unter dem Namen „Hightech Transactional Services“. „Cloud Computing ist die Voraussetzung für Innovationen, nicht deren Ergebnis“, betonte Dirk Weigel, Senior Vice President Sales & Markets von Atos Origin. Auch für deutsche IT-Dienstleister seien Angebote aus der „Wolke“ eine unabdingbare Voraussetzung, um dauerhaft erfolgreich zu sein.
Ein weiterer IT-Wachstumstreiber für Maschinenbau und Automobilbau ist die Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M). Gespiegelt wird dies im Rahmen der „Telematics & Automotive World“ in Halle 7, wo sich 14 Unternehmen aus zwölf Ländern wie Netzbetreiber, Anbieter von Applikationen und Lösungen sowie Hardware-Hersteller präsentieren. Teilnehmer der diesjährigen Veranstaltung sind europäische Mobilfunkanbieter wie Orange/Mobistar, Telefónica O2 und KPN, Ausrüstungshersteller wie Telit und Cinterion sowie Spezialdienstleister wie der Satellitenkommunikationsanbieter Skywave, der Command/Control-Center-Betreiber Pacific Controls und der virtuelle Netwerkbetreiber Kore. Der skandinavische Anbieter von drahtlosen Lösungen Telenor Connexion AB kehrt nach einjähriger Pause im Rahmen der M2M-Zone zurück. „Wir haben wichtige internationale Kunden in bedeutenden vertikalen Märkten wie der Automobilbranche, dem Gesundheitswesen und der Energiewirtschaft. Diese Veranstaltung hier ist eine der wenigen, auf denen man hochkarätige ICT-Verantwortliche aus sämtlichen Marktbereichen kennen lernen kann“, erklärt Robert Brunback, Head of Market Strategy bei Telenor.
Die Sonderschau belegt in diesem Jahr doppelt so viel Ausstellungsfläche wie zur vergangenen Cebit. Veranstalter der M2M-Zone sind die M2M Alliance, der europäische Handelsverband für M2M-Anbieter, und das Verlagshaus Horizon House. Begleitend zur Ausstellung findet eine M2M-Konferenz im Forum „Cebit in Motion“ statt. Themen der Konferenz sind unter anderem Best Practices und Fallstudien aus den Sektoren Energie, Automotive und Transport. wm
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