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ERP-Software: Cloud hui, mobiler Einsatz pfui

ERP-Software
Cloud hui, mobiler Einsatz pfui

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Das Gros der Betriebe weiß die Vorteile von ERP-Software für die Unternehmenssteuerung zu schätzen. Doch beklagen viele, dass der mobile Einsatz zu wünschen übrig lässt. Auf ERP in der Cloud können hingegen die meisten verzichten. ❧ Sabine Koll

Die ERP-Anwender im deutschsprachigen Raum sind zufrieden mit ihrer Software: Sie vergeben sowohl für die Software als auch für die Dienstleistungen uneingeschränkt die Gesamtnote „gut“. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Studie „ERP in der Praxis“ des Marktanalyse-Spezialisten Trovarit (Halle 1, Stand E17).
Knapp 2600 Anwenderunternehmen – mehr als zwei Drittel stammen aus dem verarbeitenden Gewerbe – haben sich im Rahmen dieser bereits achten Auflage der Studie über ihre Erfahrungen mit ERP-Systemen und -Anbietern geäußert. Diese Untersuchung hat Trovarit gemeinsam mit Partnern durchgeführt: dem Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen, ERP-Tuner, 2BCS und Pragmatiq.
Konkret reihen sich alle 47 untersuchten Systeme zwischen einer 2+ und einer 2- ein. Die Beurteilung entspricht dabei dem Schulnotensystem: 1 steht für „sehr gut“, 5 für „mangelhaft“.
Unterschiede in der Zufriedenheit sind indes erkennbar, wenn man sich mit den Ergebnissen im Detail befasst: „Wie in den Vorjahren schneiden ‚schlanke‘ ERP-Lösungen, ausgesprochene Branchenlösungen oder Lösungen kleinerer Anbieter mit verhältnismäßig kleinem Kundenstamm am besten ab. Lösungen, die tendenziell eher bei größeren Kunden zum Einsatz kommen, finden sich dagegen im Mittelfeld“, bringt es Dr. Karsten Sontow, Vorstand von Trovarit und Leiter der Studie, auf den Punkt.
So sind die Installationen der Systeme Megaplus (von Mega Software), Portolan EVM (von Portolan), RS2 (von Ramsauer & Stürmer) und Orlando (von CPS Radlherr und Decom) in der Regel kleiner. Sie werden meist von weniger als 25 Anwendern in einem Unternehmen genutzt. Die Lösungen Vertec (für Projektdienstleister), Majesty (für Medizintechnik-Unternehmen) und Winweb-Food (für Unternehmen in der Fleischverarbeitung) zeichnen sich durch ihre ausgesprocene Branchenspezialisierung aus.
Zu den Lösungen, deren Anbieter aufgrund eines überschaubaren Kundenstamms eine sehr intensive und persönliche Beziehung zu ihren Kunden pflegen können, zählen Issos Pro, Cantuno Pro Syslog und Cobus ERP/3. Issos Pro stammt von APS Delta, Cantuno Pro von Catuno – und beide Unternehmen sind auf der IT& Business 2016 im Rahmen des ERP-Parks vertreten.
APS Delta (Halle 1, Stand C51.8) hat sich in den vergangenen Monaten verstärkt mit der Vermarktung ihrer mobilen Anwendungen und graphischen Oberflächen beschäftigt, da diese bei vielen Unternehmen zur unmittelbaren und somit zeitnahen Erfassung von Vorgängen immer wichtiger werden. Die visuelle Darstellung dieser Vorgänge im aktuellen Release ihrer Software- Lösung Issos Pro trägt deutlich zur Verbesserung der Unternehmenssteuerung und der Transparenz bei. In der aktuellen Version Issos 7 wurde die Flexibilität innerhalb der Software nochmals erhöht. Zusätzliche Module und neue Funktionen ermöglichen den Kunden, ihre täglichen Geschäftsprozesse eigenständig zu optimieren.
Bei Catuno Pro von Catuno (Stand 1 C51.7) handelt es sich um ein webfähiges ERP-System mit Java-Technik, das eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung mitbringt: Vom Angebot bis zur Faktura, vom CAD-Modell zur fertigen Stückliste, visualisierte Prozessteuerung in Echtzeit und übersichtliche Reports. In Stuttgart präsentiert das Unternehmen mit Sitz in Sindelfingen eine Reihe neuer, voll integrierter Module und Funktionalitäten, die zur Effizienz im Unternehmen beitragen. Dazu gehören Module für Service und Montage, Personalzeiterfassung/Betriebsdatenerfassung, Customer Relationship Management (CRM), Dokumentenmanagement (DMS) sowie die Funktion Teamchat.
Die besten Lösungen mit typischerweise größeren Installationen finden sich in der Trovarit-Studie dagegen erst im Mittelfeld. Ein Grund dafür ist laut Sontow „das hohe Anforderungsniveau in Verbindung mit spürbar größerem Aufwand bei Einführung, Wartung und (End-)Anwenderbetreuung“. In dieser Kategorie schneiden in diesem Jahr 2016 IFS Applications und Microsoft Dynamics AX überdurchschnittlich ab. Mit deutlichem Abstand folgen in dieser Gewichtsklasse die Lösungen SAP ERP und Infor ERP M3.
Microsoft (Halle 1, Stand A54) bietet die neue Generation von Dynamics AX seit dem Frühjar 2016 als reine reine Cloud-Lösung an. Mit diesem Release verzichtet der Hersteller nun auf Versionsnummern oder Jahreszahlen. So können Kunden Updates und neue Services für ihre komplexen Unternehmensprozesse und Analysen von nun an kontinuierlich beziehen.
Die Vorteile der Cloud-Lösung kommen besonders bei den Funktionen für vorausschauende Analysen (Predictive Analytics) zum Tragen. So erfahren Unternehmen schnell von Veränderungen im Markt, in der Produktion oder im Kundenverhalten und können Einkauf, Produktion und Vertrieb rasch an die neuen Gegebenheiten anpassen.
Dazu werden Daten mit den In-Memory-Technologien von Azure SQL und dem Visualisierungstool Power BI aus laufenden Prozessen nahezu in Echtzeit analysiert. Dynamics AX profitiert ebenfalls von Azure Machine Learning und ermöglicht damit Analysen auf der Basis von Daten aus der vernetzten Produktion – eine Bedingung für Industrie 4.0 Anwendungen. All diese Technologien lassen sich leicht in Dynamics AX integrieren und laufen im Hintergrund, sodass Anwender das ERP-System für Echtzeit-Analysen gar nicht mehr verlassen müssen.
Oliver Giering, Advisor beim Ismaninger IT-Beratungsunternehmen Experton Group, identifiziert Cloud-ERP als Zukunftsmarkt: „Kunden verstehen immer häufiger die Dringlichkeit, interne Systeme an externe Datenquellen beziehungsweise Systeme andocken zu müssen, um bei der Wertschöpfung alles im Blick zu haben und keine Silos aufzubauen“, so der Berater. Dies funktioniere nur über eine „Cloudifizierung“ von bestehenden Lösungen beziehungsweise den Einsatz nativer Cloud-Lösungen in Software-as-a-Service-Form.
Neben Branchengrößen wie SAP und Sage seien auch kleinere, innovative Firmen wie Exact, Scopevisio oder Weclapp bereits vor einigen Jahren in den Markt eingestiegen und sorgen laut Giering „für gehörig Wettbewerb“. Dieses Potenzial hat auch der jüngste Milliarden-Deal der Branche: Ende Juli gab Oracle bekannt, den kalifornischen Cloud-ERP-Anbieter Netsuite für stolze 9,3 Mrd. US-Dollar zu übernehmen. Im deutschen Markt konnte die Experton Group aktuell insgesamt 17 relevante Anbieter von Cloud-ERP identifizieren. Dem Trend auf Anbieter-Seite können die Anwender jedoch noch wenig abgewinnen: „Die Anwender sind noch skeptisch“, stellt er fest.
Diese Einschätzung bestätigt die Trovarit-Studie: Nur 9 % der befragten ERP-Anwender messen dem Cloud Computing heute eine große Relevanz zu. Bei den tatsächlich realisierten Cloud-Szenarien dominiert demnach mit großem Abstand die „Private Cloud“. Dabei handelt es sich zumeist um den Betrieb des eigenen ERP-Systems im Rechenzentrum eines Dienstleisters. Immerhin ist der Anteil der Cloud-ERP-Anwender um 50 % gestiegen gegenüber der letzten Studie aus dem Jahr 2014.
Für Experton-Group-Berater Giering hat das Wolken-Modell Vorteile insbesondere für kleine Unternehmen: „Klassische ERP-Lösungen waren in den vergangenen Jahrzehnten für (sehr) kleine Unternehmen schlichtweg nicht rentabel. Dies hat sich mit Aufkommen von Cloud-ERP-Lösungen, die durch geringe monatliche Mietkosten – anstelle von hohen Lizenzkosten – und durch professionelle Wartung sowie Sicherheit von sich zu überzeugen wissen, grundlegend geändert“, so Giering. „Durch Cloud-ERP-Lösungen sind mittlerweile auch Selbständige und Kleinstbetriebe in der Lage, professionelle Unternehmenssteuerung zu realisieren.“
Ein gutes Beispiel ist für ihn die Datevconnect-Online-Schnittstelle, die von Exact, Haufe-Lexware und Scopevisio in Zusammenarbeit mit der Datev (Halle 1, Stand B31) entwickelt wurde und nach erfolgreicher Testphase für alle neuen Kunden freigegeben ist. Die Schnittstelle fungiert als Verbindung zwischen Cloud-ERP-Anwendern, die keine eigene Datev-Lösung im Einsatz haben, und dem Datev-System. So lassen sich einfacher als bisher direkt aus der Cloud-ERP-Lösung Belegdaten wie Rechnungs- oder Kassendaten, digitale Belege oder Buchungsinformationen an den Steuerberater übermitteln.
Datev öffnet mit Schnittstelle Schleuse für den Datenfluss zum Steuerberater
Die Vorteile liegen dabei auf der Hand: die effiziente Weitergabe der Dokumente, der sichere Austausch dieser Daten über das Datev-Rechenzentrum, sowie die medienbruchfreie Übernahme der Daten in die Finanzbuchführung sparen Zeit, verbessern die Effizienz und durch standardisierte Erfassungsfelder kann die Prozessqualität – unproduktive Erfassungs- beziehungsweise Konvertierungstätigkeiten entfallen – gesteigert werden.
„Die Datev öffnet mit dieser Schnittstelle somit ihr System für Daten aus Cloud-ERP-Systemen anderer Hersteller und hilft somit, Workflows sowie die Effizienz im Austausch zwischen Unternehmen und den eigenen Mitgliedern, also den Steuerberatungskanzleien, zu verbessern“, erklärt Giering.
Aktuell können die Kunden der drei Entwicklungspartner diese Möglichkeiten nutzen. Doch für die Datev ist das erst der Anfang: „Wir sind bereits mit weiteren Software-Herstellern und Cloud-Anbietern im Gespräch, sodass die Schnittstelle schnell Verbreitung finden wird“, betont Eckhard Schwarzer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Datev, zuständig für die Bereiche Marketing, Service und Vertrieb.
Zudem soll die Datevconnect-Schnittstelle wohl im Herbst auch für die Datev-Lösungen zur Personalwirtschaft bereitstehen. Die Adaption in den weiteren Programmgruppen erfolgt sukzessive, sodass die Schnittstelle mittelfristig für das gesamte Produktspektrum des Softwarehauses verfügbar sein wird.
Während Cloud-ERP bei den Anbietern hoch im Kurs steht, bei den Anwendern jedoch nicht, stellt sich die Situation beim mobilen Einsatz von ERP-Software genau umgekehrt dar: 38 % der Anwender wollen diese Möglichkeiten laut der Trovarit-Studie – bekommen sie aber von den Herstellern nicht zur Verfügung gestellt: Die Durchschnittsnote für die mobile Einsetzbarkeit der ERP-Systeme lag 2014 schon auf dem letzten Platz und sank 2016 nochmals spürbar auf die Schulnote 2,963. „Offenbar ist es mit der uneingeschränkten Nutzung der ERP-Lösung, also ‚zu jeder Zeit und an jedem Ort und über jedes Endgerät’, bei weitem nicht so weit gediehen, wie die Anwender das heute erwarten beziehungsweise von anderen Software-Anwendungen gewohnt sind“, stellt Sontow fest.
Doch hat er auch nicht wirklich mit markanten Verbesserungen gegenüber 2014 gerechnet, gibt er zu: Die technologischen Anstrengungen, die nötig seien, um eine mobile Nutzung zu gewährleisten, seien groß. Alleine eine Umstellung der Software-Lösungen auf das aktuelle HTML5, die das Thema „mobile Einsetzbarkeit“ revolutionieren könnte, bringe massive Entwicklungsaufwände mit sich, die nur schrittweise, über mehrere Jahre von den Anbietern geleistet werden können. Auch steigen dadurch die Anforderungen an Mechanismen für den Datenschutz deutlich an. Dennoch ist Trovarit sicher: „Die mobile Einsetzbarkeit von ERP-Lösungen wird bei Auswahlentscheidungen zukünftig eine größere Rolle spielen.“
Commsult (Halle 1, Stand C51.9) trägt dem bereits Rechnung: Auf der IT & Business präsentiert der Anbieter aus Potsdam mit Ontego für Lagerlogistik & Produktion eine Lösung für die mobile Datenerfassung im SAP-Umfeld. So unterstützt die Software Anwender bei der Optimierung ihrer ERP-Prozesse mit Hilfe von Smartphones. Diese haben gegenüber den üblichen Industriegeräten den Vorteil, dass trotz Verbesserungen bei der Funktionsvielfalt und hinsichtlich der Benutzeroberfläche Kosten gesenkt werden können. Ontego für Lager & Produktion funktioniert als Mobility-Lösung auf mobilen Endgeräten für Android oder Windows.
ERP-Software muss ihre Rolle im Industrie-4.0-Umfeld neu definieren
Zu einem großen Thema entwickelt sich bei den ERP-Anwendern auch die zunehmende Vernetzung von ERP-Software innerhalb der Unternehmen sowie über die Wertschöpfungskette hinweg, wie die Trovarit-Studie belegt: Die Notwendigkeit eines Schnittstellenmanagements zwischen den Software-Lösungen mittels Enterprise Application Integration (EAI) ist für 31 % der Befragten ein wichtiger Trend. Ein Treiber sind für die Autoen in diesem Zusammenhang Initiativen in den Unternehmen zur Umsetzung von Industrie 4.0. Damit gehe letztlich die vollständige digitale Vernetzung von Produkten, Betriebsmitteln, Mitarbeitern und Organisationen einher. Industrie 4.0 landet in der Umfragen unter den wichtigsten ERP-Trends zwar derzeit noch im Mittelfeld. „Die Bedeutung von Industrie 4.0 steigt jedoch offensichtlich stark, die Zahl der Nennungen hat sich innerhalb von zwei Jahren vervierfacht.“
Auf der IT & Business zeigen die beiden ERP-Anbieter Abas Software und Asseco Solutions ihre Lösungen für Industrie 4.0: Die neueste Softwareversion von Abas Software (Halle 1, Stand C51.10) ERP wird mit einer Middleware ausgeliefert, welche die Umsetzung von Industrie- 4.0-Konzepten weiter vereinfacht. Es handelt sich um eine Web-Schnittstelle, die den Datenaustausch zwischen dem Abas ERP-System und anderen Werkzeugen, Datencockpits, aber auch Maschinen in Echtzeit ermöglicht.
Der Software-Anbieter aus Karlsruhe geht davon aus, dass die klassische Hierarchie mit ERP als dem führenden System in der Industrie 4.0 durch ein Netzwerk sendender und empfangenden Komponenten – das sind andere Applikationen, Maschinen, einzelne Sensoren oder angebundene Datenquellen – abgelöst wird. Die Kategorie „Unternehmenssoftware“ werde bald durch einen weiter gefassten Begriff wie zum Beispiel „Business Infrastruktur“, abgelöst, der die diversen Systeme und Komponenten zum Betrieb des Geschäftsmodells bündelt.
Asseco Solutions (Halle 1, Stand C31) hat vor einigen Monaten gemeinsam mit dem Center Enterprise Resource Planning am RWTH Aachen Campus einen Industrie-4.0-Demonstrator vorgestellt. Für die Verarbeitung der Rohdaten im Modell sorgt die ERP-Lösung AP Plus von Asseco. Im Zentrum des Demonstrators steht die automatische Ortung und Identifikation von Produktionsobjekten inklusive der Aufnahme von Echtzeit-Wartezeiten mittels Zeitstempeln im ERP-System. Das Modell des Center Enterprise Resource Planning besteht aus Montagewagen, zwei Arbeitsplätzen und vier Wartezonen. Damit wird ein Produktionsablauf umgesetzt, bei dem mithilfe eines sensorbasierten Real-Time-Location- Systems (RTLS) erfasst wird, welches Werkstück zu welcher Zeit einen bestimmten Bereich verlässt und in einen anderen Bereich eintritt. Auf diese Weise wird deutlich, wann und wie lange die Objekte jeweils in den Wartezonen vor den eigentlichen Bearbeitungsstationen verweilen.
Die erfassten Daten übermittelt das Sensoren-System in Form von Zeitstempeln an angebundene Systeme, im Falle des Demonstrators unter anderem an die ERP-Lösung AP Plus. Diese definiert die Warteräume im Modell als Transport- beziehungsweise Liegezeiten, die auf diese Weise erfasst werden können. Da zu jeder Fertigungsstation ein Arbeitsgang und damit eine bestimmte Vorgabezeit gehört, ist AP Plus mithilfe der Zeitstempel beim Eingang in die Bearbeitungsstation in der Lage, automatisch das geplante Ende des Arbeitsgangs zu ermitteln. Der Demonstrator zeigt diesen Wert daraufhin an, sodass die Zuschauer beziehungsweise der Prozessverantwortliche jederzeit im Blick haben, wenn Zeiten überschritten werden.
Beim Verlassen eines Bereichs wird der abgeschlossene Arbeitsgang automatisch mit dem Zeitstempel beendet und der nachfolgende Arbeitsgang gestartet. Mit Hilfe von Standard-Reports ist AP Plus anschließend in der Lage, die Abweichungen der Ist-Zeiten zu den Vorgabezeiten zu errechnen und ebenfalls am Demonstrator anzuzeigen. Bei Bedarf lässt sich die im Arbeitsplan in den Stammdaten hinterlegte Vorgabezeit eines Arbeitsgangs auf Basis der Ist-Zeiten anpassen – und damit der Fertigungsschritt auf Basis empirischer Werte optimieren. Darüber hinaus führt die ERP-Software während des gesamten Prozesses automatisiert Materialbuchungen durch und demonstriert auf diese Weise, wie zusätzlich zur Auftragsverfolgung auch ein Materialfluss integriert werden kann.
Industrie-4.0-tauglich ist auch Assecos neues Produkt Smart Connected Solutions (SCS). Mit der Software können Unternehmen ihren gesamten Service- und Wartungsprozess – von den Sensoren an der Maschine über die Einsatzplanung bis hin zur eigentlichen Wartung und Dokumentation vor Ort. Über Standardschnittstellen ist SCS in der Lage, sich mit den verschiedensten ERP-Lösungen zu verbinden und dort weiterführende Prozesse wie Rechnungsstellung anzustoßen. SCS kombiniert zentrale Funktionen aus den Bereichen Servicemanagement, vorausschauende Wartung und Endkundenservice in einem integrierten System.

Zentrale Anlaufstelle für ERP
Gelegenheit, sich hautnah über die aktuellen Trends im ERP-Markt zu informieren, bietet der ERP-Park (Halle 1, Stand C51) den Messebesuchern auf der IT & Business. Insgesamt acht Aussteller beantworten vor Ort Fragen dazu, wie ihre Produkte und Services eingesetzt werden können, um die Herausforderungen der Digitalisierung auf unterschiedlichen Ebenen erfolgreich zu meistern. Vertreten sind Abas Software, APS Delta, Catuno, Commsult, Godesys, Industrial Application Software, Scholz.msconsulting und Unitrade. Organisiert wird der ERP-Park von Trovarit.

Geführte ERP-Touren
Für Besucher, die ERP-Software bei der Arbeit erleben möchten, bietet Trovarit täglich Guided Tours an: An drei bis vier Stationen präsentieren die Aussteller ihre Lösungen anhand einer vorgegebenen Aufgabenstellung. Konkret geht es dabei um typische Prozesse, die bei der Projekt- beziehungsweise Variantenfertigung anfallen. Diese haben Experten zusammengestellt und verdeutlichen die unterschiedlichen Lösungsansätze und Kompetenzschwerpunkte der Anbieter. Der Rundgang ist kostenlos. Treffpunkt ist der Trovarit-Stand (Halle 1, Stand E17).

ERP-System des Jahres wird gekürt

Auf der IT & Business 2016 gibt es Grund zum Feiern: Am 5. Oktober werden auf der IT& Business zum zehnten Mal die Preise für das „ERP-System des Jahres“ verliehen. Das Center for Enterprise Research (CER) der Universität Potsdam hat den Wettbewerb um die besten Lösungen für ERP dieses Mal in den Kategorien Zuliefererindustrie, Unikatfertigung, Professional Services, Einzelhandel, Food/Lebensmittel, Public Sector, „Microsoft Systemhaus des Jahres“ und „SAP Systemhaus des Jahres“ ausgelobt.
Hintergrund ist, dass sich das Angebot an Lösungen nicht ohne Weiteres überblicken lässt, da es neben dem Funktionsumfang viele weitere Faktoren gibt, die für eine erfolgreiche Einführung bedeutend sind. Dazu zählen beispielsweise der konkrete Kundennutzen, der Technologie- und Integrationsumfang sowie die Ergonomie. Diese nicht-funktionalen Kriterien neutral zu betrachten und zu bewerten, um eine bessere Transparenz für Anwender zu schaffen, ist Ziel des Wettbewerbs. Wer in welcher Kategorie das beste Ergebnis erreicht, erfährt man am 5. Oktober von 15:30 bis 16:30 Uhr auf dem Fachforum „Planung, Produktion & Personal“.

ERP-Systeme im Industrie-4.0-Vergleich
Im Fachforum „Planung, Produktion & Personal“ können Messebesucher ERP-Systeme praxisnah erleben. Dazu gehören die täglichen Live-Vergleiche der GPS Gesellschaft zur Prüfung von Software. Unter dem Motto „Wenn der Kunde die Produktion steuert“ treten an allen drei Messetagen jeweils zwei Anbieter den Beweis an, dass ihre Lösungen Industrie-4.0-tauglich sind. Dazu zeigen sie in einem Szenario, wie ihre Lösungen Unternehmen bei der flexiblen Fertigung individualisierter Produkte unterstützen. Eine weitere Aufgabenstellung lautet, die logistische Kette von Fernost bis in die eigene Fertigung zu überwachen und zu steuern. Abschließend geht es darum zu zeigen, wie mit Sensoren das Produktnutzungsverhalten von Kunden beobachtet und die dabei gesammelten Daten ausgewertet werden können. Die einzelnen Termine:
  • 04. Oktober 2016, 12:00 bis 13:30 Uhr: AV ERP (Synerpy) gegen AP Plus (Asseco Solutions)
  • 05. Oktober 2016, 11:30 bis 13:00 Uhr: SAP ERP (Itelligence) gegen Canias ERP (Industrial Application Software)
  • 06. Oktober 2016, 10:00 bis 11:30 Uhr : AV ERP (Synerpy) gegen Net 7 (Top M)
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