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„Die Integration war gewagt, aber erfolgreich“

Messechef Ulrich Kromer über Highlights und Herausforderungen des IT-Messe-Trios
„Die Integration war gewagt, aber erfolgreich“

IT & Business, DMS EXPO und CRM-expo finden zum zweiten Mal parallel statt. Die Integration der Leitmesse für Kundenbeziehungsmanagement im vergangen Jahr hat die Erwartungen erfüllt, erklärt Messechef Ulrich Kromer. Im Gespräch gibt er einen Ausblick auf die diesjährigen Messe-Highlights und Herausforderungen. §

Autor: Das Interview führten Axel Hahne & Werner Götz

Herr Kromer, im vergangenen Jahr fanden die drei Messen IT & Business, DMS EXPO und CRM-expo erstmals parallel statt. Hat die Integration gehalten, was Sie sich von ihr versprochen haben?

Die Integration war grundsätzlich logisch, da dieser Messeverbund die gesamte Welt der Business Software darstellt und die Aussteller sich für eine Konzentration von Veranstaltungen ausgesprochen hatten. Dieser Schritt, der zum Teil auch gewagt war, hat sich absolut bewährt. Das bestätigt auch das positive Feedback der Aussteller. Wir wollen aber auch nicht verheimlichen, dass wir noch nicht am Ende der Fahnenstange sind. Es liegt noch einige Arbeit vor uns.
Zeitgleich findet in Nürnberg mit der it-sa eine Messe zur IT-Security statt. Was bietet Ihr Messeprogramm Besuchern, die zu diesem Thema Lösungen suchen?
Die it-sa ist eine sehr spezialisierte Fachmesse, die die gesamte IT-Sicherheit beinhaltet. Ich will nicht behaupten, dass es sehr glücklich ist, dass die Messen zeitgleich stattfinden. Die Berührungspunkte – vor allem auf der Besucherseite – sind aber doch nicht so deckungsgleich, dass man von einem intensiven Wettbewerb sprechen kann. Wir bieten auf unseren Messen – besonders im Rahmenprogramm – die Aspekte, die für den Business-Software-Verantwortlichen im Unternehmen relevant sind. Da spielt natürlich das Thema Sicherheit auch eine große Rolle.
Das Thema Industrie 4.0 sicherlich auch…
Industrie 4.0 spielt überall eine Rolle, auch bei uns. Es ist ein vieldiskutiertes Thema. Industrie 4.0 soll ja in letzter Instanz versprechen, die Automatisierung und die Beschleunigung der gesamten Prozesse in der Produktion technisch möglich zu machen. Also muss es auch aus der Sicht der IT & Business eine Rolle spielen. Gemeinsam mit dem VDMA Fachverband Software veranstalten wir daher täglich eine Guided Tour zu diesem wichtigen Thema. Als Aussteller teilnehmen werden CAS Software, Gfos, Infor Deutschland, Psipenta, Update Software Deutschland sowie der VDMA Verlag.
Wofür steht das Motto „ERP-System: zum Zweiten!“ der diesjährigen ERP-Live-Vergleiche?
Neben den eigentlichen Funktionen eines ERP-Systems sind Flexibilität und Skalierbarkeit ohne großen zusätzlichen Programmieraufwand die wichtigsten Eigenschaften. Das heißt im Umkehrschluss, dass viele Unternehmen, die Systeme einsetzen, die in die Jahre gekommen, sich nun damit auseinandersetzen müssen, Updates einzukaufen beziehungsweise ihre Systeme den Anforderungen expandierender und global tätiger Unternehmen anzupassen. Daher stehen die Firmen davor zu prüfen, ob und wie weit der Einsatz vor einer Investitionsentscheidung auf diese Begebenheiten abgestimmt wird. Im Großen und Ganzen könnte man sagen: „ERP zum Zweiten“ ist das Pendant zu Industrie 4.0. Die Fortentwicklung. Es geht um die Anschluss- beziehungsweise Ersatzinvestition.
Welche Themen stehen in den Fachforen „MES, Zeit und Zutritt“ auf der Agenda?
Auf der einen Seite greifen die Foren die Weiterentwicklung in den Fertigungstechnologien sowie die Optimierung der Fertigungsplanung und -Steuerung auf und zeigen verschiedene Lösungsansätze. Beispielsweise wird in einer Podiumsdiskussion mit dem VDMA-Fachverband Software, der PSI AG als Vertreterin der MES-Branche sowie der oxaion AG als Vertreterin der ERP-Branche die Frage gestellt, ob die Produktionssteuerung der Zukunft überhaupt noch ein MES benötigt, oder ob dessen Funktionen nicht ebenso gut das ERP-System übernehmen kann.
Insgesamt acht Messen finden in der Woche vom 6. bis 12. Oktober auf dem Messegelände in Stuttgart parallel statt. Welche Herausforderungen bringt dies mit sich und wo sehen Sie Synergien?
Wir stehen vor der Herausforderung, dass erstens das Gelände ausgelastet ist und zweitens sich die Veranstaltungen inhaltlich gesehen stark unterscheiden. Die einen oder anderen passen gut zusammen, so beispielsweise die Produktions- und Montageautomatisierungsmesse Motek sowie unser IT-Trio. Einige Besucher dieser Messen haben sicherlich auch Interesse an der „World of Energy Solutions“ zu Themen rund um neue Energien und Mobilität, hier besonders Entscheider und Fachkräfte aus der Automobilbranche. Ergänzend hinzu kommt die Messe „Fachdental Südwest“ für Zahnmedizin, bei der die Synergien schwerer zu erkennen sind. Wobei für größere Praxen ein CRM- oder Dokumentenmanagement-System durchaus von Interesse sein könnte. Das Gelände ist voll und wir freuen uns, dass wir den Besuchern diese bunte Vielfalt von unterschiedlichen, aber sich auch ergänzenden Messen anbieten können. •
Industrieanzeiger
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