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Digitalisierung ist wichtiger denn je

Digitalisierung und Trends
Digitalisierung ist wichtiger denn je

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Die Corona-Pandemie erweist sich auch als Digitalisierungstreiber für die deutsche Wirtschaft. Das sehen viele Unternehmen als positiv, es gilt aber, nicht stehen zu bleiben. Denn KI bietet im Maschinenbau noch viel Potenzial.

» Nora Nuissl, Redakteurin Industrieanzeiger

Fast ein Drittel der Unternehmen in Deutschland wähnen sich in puncto Digitalisierung noch im Rückstand. Als Vorreiter stufen sich nur 16 % von 315 befragten Unternehmen aus den Bereichen öffentliche Verwaltung & Versorgungsunternehmen, Finanzdienstleister und verarbeitendes Gewerbe ein. Das zeigt die Online-Studie „Potenzialanalyse Reality Check Digitalisierung“, die das Beratungsunternehmen Sopra Steria im September und Oktober 2020 gemeinsam mit dem F.A.Z.-Institut durchführte.

Vor allem die Entscheider von Finanzdienstleistern sehen Aufholbedarf des eigenen Unternehmens im internationalen Digitalisierungswettbewerb. In der verarbeitenden Industrie fällt die Bilanz dagegen positiver aus. Deutlich häufiger als andere Branchen setze der Maschinen- und Anlagenbau auf hoch digitalisierte Technologien. So nutze etwa jedes zweite Unternehmen 3-D-Druck gegenüber 26 % im gesamten Industriedurchschnitt. Robotik setzten 47 % der Maschinenbau-Unternehmen ein – gegenüber dem Umfragedurchschnitt von 20 %. Ein Nischenthema bleibt für die Branche dagegen die Blockchain. Das kryptografische Verfahren für Transaktionsdaten nutzen im Maschinenbau lediglich 3 % der Befragten. Branchenübergreifend waren es 7 % der Unternehmen. Weit fortgeschritten ist im deutschen Maschinen- und Anlagenbau dafür das Cloud-Computing. Gut 84 % der Unternehmen nutzen demnach entsprechende IT-Leistungen über das Internet.

Ein Drittel der Unternehmen hat in die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse investiert

Eins macht die Corona-Pandemie deutlich: Ohne Digitalisierung geht es nicht. Zwar sehen 30 % der befragten Entscheider positive Effekte und haben laut eigenen Angaben in der Pandemie in die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse investiert und dadurch einen dauerhaften Digitalisierungsschub erfahren. In jedem zweiten Unternehmen dagegen hat die Pandemie nicht viel mehr bewirkt als die Zunahme von Videokonferenzen und Home-Office.

Auch wenn für manche Unternehmen die Digitalisierung nicht schnell oder effizient genug vorangeht, ist die Bedeutung der Transformation in allen Branchen angekommen. „Die Corona-Pandemie ist eindeutig ein Digitalisierungstreiber für die deutsche Wirtschaft“, sagte Achim Berg, Präsident des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom). „Die gute Nachricht ist: Die Unternehmen wollen etwas tun und die Digitalisierung vorantreiben. Die schlechte Nachricht: Längst nicht alle sind dazu in der Lage“, so sein Credo. Fast jedes fünfte kleine und mittelständische Industrieunternehmen in Deutschland bewertet digitale Technologien aber als „wichtiger als je zuvor“. Eine Studie von Tech Consult im Auftrag von Microsoft Deutschland hebt vor allem die Bedeutung von künstlicher Intelligenz (KI) oder dem Internet der Dinge (IoT) als Zukunftstreiber und Erfolgsfaktor in der produzierenden Industrie hervor.

Künstliche Intelligenz und Internet of Things als Zukunftstreiber

Auch das sind keine neuen Trends. Auf der (Präsenz-) Hannover Messe zeigten IT-Riesen wie Microsoft, Amazon Webservices oder IBM ebenso wie Unternehmen aller Größen bereits seit 2019 KI- und Cloud- oder Edge-basierende Innovationen. Immer mehr Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau setzen auf KI, um ihre Produkte mit datenbasierten Mehrwerten anzureichern. In einer Analyse der vergangenen zehn Jahre hat der Verband VDMA zusammen mit dem Datenspezialisten Delphai insgesamt 825 Start-ups in 46 Ländern identifiziert, die KI-Lösungen für den Maschinen- und Anlagenbau anbieten. 42 % davon kommen aus Europa – damit übertrumpft der Kontinent in der Anzahl der Gründungen sowohl Nordamerika (33 %) als auch Asien (24 %).

Aus der Analyse ergibt sich zudem, dass immer mehr Geld in KI-Start-ups für den Maschinenbau fließt. Seit 2015 übersteigt hier die Anzahl der Finanzierungsrunden die Anzahl der Gründungen. Knapp 80 % der insgesamt 13,2 Mrd. Euro, die von 2010 bis 2020 weltweit in KI-Start-ups investiert wurden, entfielen auf den Zeitraum von September 2017 bis September 2020, wie der VDMA verdeutlicht. „Unsere starke Maschinenbau-4.0-Domaine zieht an, schafft Dominanz. Als Anwender und Anbieter dieser Start-up-Lösungen tragen wir im europäischen Maschinenbau maßgeblich dazu bei, KI breitflächig in die Industrie zu bringen. Damit sind wir bestens positioniert im globalen Wettlauf“, bilanziert der stellvertretende VDMA-Hauptgeschäftsführer Hartmut Rauen.

KI und Digitalisierung als Kernthema auf der digitalen Hannover Messe 2021

Auch auf der diesjährigen digitalen Version der Hannover Messe stehen AI und Machine Learning im Fokus. Zahlreiche Aussteller präsentieren passende Lösungen oder diskutieren in Foren über Herausforderungen und den Mehrwert der Technologien.

www.hannovermesse.de

Kontakt:

Deutsche Messe
Messegelände
30521 Hannover
Tel.: +49 51189–0
E-Mail-Kontakt: info@messe.de
www.hannovermesse.de


Konferenz-Highlights

  • 12. April 2021, 10:40 bis 11:30 Uhr: Wirtschaftsforum: Industrial Pioneers – Challenging the Now, Creating the New. Podiumsdiskussion mit BDI-Präsident Prof. Russwurm sowie Unternehmensvorständen von Siemens, Microsoft und Mynaric.
  • 12. April 2021, 16 bis 17 Uhr: Zukunftsstandort Deutschland. Blick auf die Innovationsfähigkeit in Deutschland mit VDMA-Präsident Haeusgen, ZVEI-Präsident Dr. Kegel und NRW-Ministerpräsident Laschet.

Das Konferenzprogramm finden Sie unter: www.hannovermesse.de/industrial-transformation-channel


Im Überblick

Eins macht die Corona-Pandemie deutlich: Ohne Digitalisierung geht es nicht. Die digitale Hannover Messe rückt das Thema in den Fokus.

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