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Erfolgsstrategien für die digitale Produktion: Edge oder Cloud?

Infomationstechnik
Edge oder Cloud?

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Steigende Datenmengen und kürzere Entwicklungszyklen stellen Digitalstrategen vor eine zentrale Frage: Edge oder Cloud? Bild: photon_photo/stock.adobe.com
Steigende Datenmengen, die in Echtzeit verarbeitet werden müssen und neue Techniken mit immer kürzeren Entwicklungszyklen sorgen dafür, dass die Digitalisierungsstrategen im Produktionsfeld vor komplexe Entscheidungen gestellt werden. Eine davon lautet: Cloud oder Edge?

» Daniel Szabo ist CEO von Körber Digital, dem digitalen Geschäftsfeld des Technologiekonzerns Körber

Für Produktionsunternehmen gewann Cloud Computing in den letzten Jahren zunehmend an Relevanz. Zugleich stellt sich dabei aber die Frage, wo Daten verarbeitet und gespeichert werden. Zu Beginn wurden Edge Devices oft als Client für in der Cloud bereitgestellte Endpoints genutzt. Durch den steigenden Bedarf nach Anwendungen mit lokaler Datenverarbeitung stieg wiederum die Relevanz von Edge Computing, also Datenverarbeitung nah an der Datenquelle.

Beim Cloud Computing werden alle Daten zentral an einem Ort gespeichert und verarbeitet. Entsprechend der lokalen Bereitstellung der Services und der damit einhergehenden direkten Kommunikation mit der Cloud können Endgeräte ohne wesentliche lokale Datenspeicherung und -verarbeitung auf die Daten zugreifen. Die Cloud ist in der Anwendung vergleichsweise einheitlich und einfach. Zugleich verfügt sie über unbegrenzte Ressourcen, ein zentrales Management und vielfältige Services. Neben diesen Vorteilen ist ein reiner Cloudansatz jedoch auch mit einem kosten- und zeitintensiven Transfer von großen Datenmengen verbunden.

Komplexe Infrastrukturen
sprechen gegen Edge

Beim Edge Computing wiederum werden Daten vorwiegend dezentral in lokalen Endgeräten gespeichert und verarbeitet. Die Endgeräte kommunizieren, allerdings in wesentlich geringerem Umfang, ebenfalls mit der Cloud und tauschen Daten mit dieser aus. Je nach Anwendungsfall ist dabei keine andauernde Verbindung der Endgeräte zur Cloud notwendig. Daten können dadurch schneller erarbeitet werden, auch ohne Internetanbindung mit hoher Bandbreite. Das gilt auch für sensible Daten. Durch die Kapazitätseinschränkungen werden normalerweise wenige oder sogar gar keine Daten lokal gespeichert. Stattdessen werden sie direkt mit geringen Latenzzeiten verarbeitet. Gegen Edge Computing sprechen zum einen die hohe Komplexität und Vielfalt der Infrastruktur. Zum anderen besitzen Edge Devices nur eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit. Ihre lokalen Ressourcen reichen für umfangreiche lokale Datenverarbeitung oft nicht aus.

Sinnvoll ist der Einsatz einer Cloud insbesondere bei Anwendungsfällen mit großer Nutzerzahl, geringer lokaler Datenproduktion und wenig sensiblen Daten. Voraussetzung ist dabei eine vorhandene Internetverbindung sowie keine zu hohen Anforderungen an die Latenzzeiten. Passende Anwendungsfälle für Cloud-Lösungen sind beispielsweise die Bereitstellung der Daten für ein ERP-System wie Produktionsmengen, Lagerbestände und Arbeitszeiten.

Sensible Daten sprechen für die Edge

Konkrete Anwendungsfälle für Edge Computing ergeben sich bei großer lokaler Datenproduktion, beim Fehlen einer durchgängigen Internetverbindung oder bei sensiblen Daten. Typische Beispiele sind die automatische visuelle Inspektion von produzierten Gütern oder Prozessüberwachung in Echtzeit.

Die Nachfrage verlagert sich zunehmend von Cloud zu Edge. Hintergrund sind steigende Datenvolumina und ein immer leistungsfähigeres Edge Computing. Das IIoT und die zunehmende Digitalisierung sorgen für wachsende Datenmengen im Produktionsumfeld. Dieser Trend wird durch die künstliche Intelligenz und Computer Vision verstärkt. Hier werden viele Daten schnell lokal verarbeitet. Für Produktionsunternehmen wird daher die Analyse der aktuellen IT-Situation in Zukunft unerlässlich.

Kontakt:
Körber Digital GmbH
Max-Urich-Straße 3
13355 Berlin
www.koerber-digital.com

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