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Innovativ und heldenhaft

15 Start-ups auf der Messe unter der Initiative „Neue Helden“
Innovativ und heldenhaft

Der Deutsche Start-up-Monitor 2015 belegt: Das Gros der noch jungen Unternehmen ist der ITK-Branche zuzuordnen. Bild: sdecoret/Fotolia
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ITK-Gründer | Mehr als ein Drittel aller Start-ups in Deutschland sind der ITK-Branche zuzurechnen. 15 von ihnen präsentieren sich auf der IT & Business als „Neue Helden“. ❧ Sabine Koll

Im vergangenen Jahr förderte die IT & Business erstmals „Neue Helden“ mit einem eigenständigem Konzept. Damals folgten 14 junge Unternehmen dem Aufruf der Messe Stuttgart und nahmen mit einem eigenem Stand an der Fachausstellung teil. „Die Initiative ‚Neue Helden‘ ermöglicht jungen Unternehmen mit innovativen Lösungen durch Bezuschussung eine vergünstigte Beteiligung auf der Fachmesse für digitale Prozesse und Lösungen“, betont Ulrich Kromer von Baerle, Geschäftsführer der Messe Stuttgart und Sprecher der Geschäftsführung. „Der Clou dabei: Die Start-ups stehen nicht in ausgewiesenen Bereichen, sondern mitten zwischen den bekannten Herstellern und Anbietern in der Messehalle. Was im Übrigen auch dem Selbstverständnis vieler Gründer entspricht, die nicht wenigererwarten, als mit ihren Konzepten eine digitale Revolution los zu treten.“

Als Start-ups gelten Unternehmen, die jünger als zehn Jahre sind, innovative technologische Geschäftsmodelle verfolgen sowie ein signifikantes Mitarbeiter- oder Umsatzwachstum anstreben. Insgesamt wird die Zahl der Start-ups in Deutschland auf 4000 bis 5000 geschätzt. Verlässliche Zahlen dazu gibt es allerdings nicht. Fest steht indes, dass das Gros dieser noch jungen Unternehmen der ITK-Branche zuzuordnen ist. Laut dem Deutschen Startup Monitor 2015, den der Bundesverband Deutsche Startups in Zusammenarbeit mit KPMG erstellt hat, kommen die meisten Start-ups, nämlich 15 %, aus dem Bereich Software as a Service (SaaS), gefolgt von den Segmenten E-Commerce mit 10 % und IT/Softwareentwicklung mit 8 %.
Es mangelt in Deutschland an Kapital
„Auch wenn sich die Finanzierungssituation für Tech-Start-ups in Deutschland in den vergangenen Jahren verbessert hat, ist fehlendes Kapital nach wie vor die größte Hürde, um Teams aus Deutschland international erfolgreich zu machen“, sagt Niklas Veltkamp. Er ist Mitglied der Geschäftsleitung des Bitkom und leitet die Start-up-Aktivitäten des Verbands. „Aus Sicht der Start-ups dauert es zudem zu lange, bis Finanzierungsrunden abgeschlossen sind.“
Nach einer Umfrage im Auftrag des Bitkom unter rund 150 Start-up-Gründern benötigen innovative Jungunternehmen in Deutschland in den kommenden zwei Jahren im Durchschnitt 2,4 Mio. Euro frisches Kapital. Der Finanzierungsbedarf steigt dabei mit der Größe des Start-ups.
Damit künftig mehr Geld in Start-ups fließt, stärkt die Bundesregierung mit zusätzlichen Steueranreizen das Engagement von Investoren bei jungen Technologiefirmen. Ein entsprechender Gesetzentwurf, der Mitte September in Berlin beschlossen wurde, sieht vor, dass Geldgeber, die mit Risikokapital bei Start-ups einsteigen, aufgelaufene Verluste beim Fiskus künftig geltend machen können. Die Änderungen sollen rückwirkend zum 1. Januar 2016 in Kraft treten.
Auf der IT & Business sind in diesem Jahr insgesamt 15 Start-ups aus dem ITK-Umfeld zu finden: Ein Heimspiel hat Bamero (Halle 1, Stand G33.1): Das Stuttgarter Unternehmen ist im Bereich des mobilen und agilen Geschäftsprozessmanagements unterwegs. Die Tablet-basierte Business-App BPM Touch ermöglicht eine einfache und zugleich intuitive Gestaltung aller Arbeitsabläufe innerhalb eines Unternehmens. Per Touch-Gesten können Aktivitäten und Mediafiles sowie Dokumente hinzugefügt, zueinander in Beziehung gesetzt und auf Wunsch verändert werden. Die App ermöglicht es, jederzeit nachzuvollziehen, welche Aufgaben im jeweiligen Arbeitsschritt verrichtet wurden.
BPM für Fachanwender
Sie veranschaulicht darüber hinaus, welche Rollen, Organisationseinheiten und IT-Systeme innerhalb eines Prozesses beteiligt sind. Ein mit dem Tablet aufgenommenes Foto erfasst dabei die gegenwärtige Situation und stellt diese allgemeinverständlich dar. „Sämtliche Funktionen des mobilen BPM-Tools wurden anwenderfreundlich konzipiert, um sicherzustellen, dass sie auch von Mitarbeitern ohne ausgereifte IT-Fachkenntnisse problemlos genutzt werden kann“, sagt Bamero-Vorstand Frank Müller.
Business-Software entwickelt auch Lboffice Software, Oberhausen (Halle 1, Stand A52.1): Geboren wurde die Idee für das Produkt Lboffice 2007 innerhalb der Unternehmensgruppe Lenord + Bauer. Mit dem Wachstum stiegen in dem mittelständischen Unternehmen die Anforderungen an die Dokumentation der Prozesse und die Organisation der Daten und Dokumente. Viele gängige Softwareprodukte aber waren auf genau einen Funktionsbereich zugeschnitten.
Entwickelt wurde daher ein Informationssystem für die Organisation und Koordination aller Arbeitsabläufe im Unternehmen – ein Corporate Information Management System, das Dokumentenmangement (DMS), Customer Relationship Management (CRM) sowie Projekt- und Aktenverwaltung gleichermaßen abdeckt. Auch Groupware-Funktionen sind Bestandteil des Systems.
Eine Alternative aus Essen zur Public Cloud
In Zeiten der „Cloudifizierung“ vieler Dienste setzt die Essener i1 Box (Halle 1, Stand D66.2) einen ausdrücklichen Kontrapunkt, indem sie Software- und Hardware-Produkten unter Berücksichtigung der deutschen und EU-Datensicherheitsstandards entwickelt. Dies sind Cloud-freie oder Private-Cloud-Lösungen. Das Unternehmen bietet auf der Basis einer monatlichen Miete eine wartungsfreie sichere und zuverlässige Hardware-Lösung, um verschiedene Dienste und Software zentral zu verwalten.
i1 Box ist daher so konzipiert, dass mögliche Probleme von einem internen Monitoring-System frühzeitig erkannt werden und von den Technikern des Unternehmen behoben werden, bevor Schaden entstehen kann. Upgrades und Sicherheitsprüfungen des Systems erfolgen automatisch und führen zu keinerlei Einschränkungen in der Nutzung. Das System wird nach den Anforderungen des Kunden betriebsfertig konfiguriert. Jegliche zeitaufwändige Konfigurationsarbeiten entfallen für ihn.
Der wartungsfreie Miniserver von i1 Box bleibt innerhalb der Räumlichkeiten des Auftraggebers, bietet ein ausgefeiltes Systemkonzept und dient als Plattform für viele Anwendungen – wie zum Beispiel Daten- und Auftragsmanagement, CRM, E-Mail, Groupware, Filesharing oder Asset-Management. Diese Applikationen werden von i1 Box direkt einsatzbereit konfiguriert und ausgeliefert.
„Uns war es wichtig, ein Konzept im professionellen Serverbereich zu entwickeln, das für den Endanwender bedeutet, ohne eigenen Aufwand vom ersten Tag an alle gewünschten Funktionen und Programme einsatzbereit zu nutzen“, sagt Roland Orlik, Geschäftsführer von i1 Box.

Schnupper-Workshops:
Aveniture (Halle 1, Stand C38.1), einer der „neuer Helden“, bietet an allen drei Messetagen einen circa 45 Minuten dauernden Workshop zum Thema Lego Serious Play an. Dabei handelt es sich um eine wissenschaftlich fundierte Beratungsmethode, die in den Bereichen Teamentwicklung, Coaching, Strategieentwicklung, Produkt-, Prozess- und Geschäftsmodell-Innovationen, beim Durchspielen von Szenarien und bei individuellen Aufgabenstellungen Anwendung findet. Mit dieser Technik ist es unmöglich, Zuschauer zu bleiben; jeder Anwesende wird zum aktiven Teilnehmer. Zukunft, Probleme und Lösungen werden konkret, direkt und emotional erfahrbar. Die Workshops starten jeweils um 14 Uhr im Besprechungsraum 1.2.
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