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Cloud Computing: IT-Infrastrukturen für Industrie 4.0

Cloud Computing
IT-Infrastrukturen für Industrie 4.0

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Mit der fortschreitenden Akzeptanz von Cloud-Technologien in deutschen Unternehmen, stellt sich die Frage nach der individuell richtigen IT-Infrastruktur: von Infrastructure- bis hin zur kompletten IT-as-a-Service ist alles möglich.

Dr. Sebastian Ritz
Gründer und Geschäftsführer (CEO), Innovo Cloud, EschbornBernd Hanstein
Hauptabteilungsleiter Produktmanagement IT, Rittal, Herborn

Die Cloud-Nutzung in Deutschland wächst weiter: Laut einer Studie des Beratungsunternehmens KPMG und des Digitalverbands Bitkom haben bereits 65 % der 554 befragten Unternehmen im Jahr 2016 IT-Ressourcen aus der Cloud bezogen. Dies ist ein Plus von 11 % im Vergleich zum Vorjahr. Mit der fortschreitenden Akzeptanz der Cloud-Technologie erweitert sich auch das Spektrum der bezogenen IT-Infrastruktur. Von einfachem Infrastructure-as-a-Service haben sich die Leistungen bis hin zu komplett über die Cloud beziehbare vertikale Applikationen – sogenannte IT-as-a-Service (ITaaS) –, wie zum Beispiel SAP Hana (vHana) oder für virtualisierte Arbeitsplätze (vOffice), weiterentwickelt. Wer sich für ein Cloud-Betriebsmodell entscheidet, sollte jedoch nicht nur auf die Kostenaspekte achten: Für den IT-Leiter sind die strategischen Möglichkeiten, die sich durch die Cloud ergeben, oftmals wichtiger. So kann die IT-Organisation mit ITaaS eine auf Standards basierende IT-Infrastruktur bereitstellen und zugleich agil und schnell auf ständig wachsende Ressourcenanforderungen reagieren.

Datenschutz sicherstellen

Bei der Auswahl des richtigen Providers sollten IT-Verantwortliche frühzeitig die datenschutzrechtlichen Aspekte analysieren. Viele Cloud-Anbieter verfügen heute bereits über Standorte in Deutschland und können weitestgehend sicherstellen, dass während des Datentransfers nur innerdeutsche Netzwerkrouten verwendet werden – sofern nicht ohnehin dedizierte Leitungen zum Einsatz kommen.

Zudem sollte der Cloud-Anbieter eine physisch (dedicated private) oder logisch (virtual private) getrennte Cloud zur Verfügung stellen können. Nur so lassen sich strenge Datenschutzvorschriften und eventuelle Forderungen der hauseigenen Compliance-Regeln einhalten.

Auch die verwendete Cloud-Managementplattform spielt eine zentrale Rolle. Das frei verfügbare Open-Source-Framework Open Stack kommt immer häufiger als Cloud-Managementsoftware zum Einsatz. Bei der Software können Kunden eine weitestgehend herstellerneutrale Cloud nutzen. Weitere Vorteile sind der modulare Aufbau sowie die Automatisierungs- und Orchestrierungsmöglichkeiten. Mit Open Stack erhalten Nutzer eine grafische Weboberfläche, mit der sie ihre IT-Ressourcen einfach selbst verwalten können.

Wer sich also heute für einen IT-Betrieb aus der Cloud entscheidet, sollte einen Service-Provider wählen, der auch Cloud-übergreifend alle Leistungen aus einer Hand anbietet. So können Fehler und Leistungsprobleme schneller behoben werden. Andernfalls muss der IT-Administrator selbst in der Lage sein, die Cloud-Ressourcen unterschiedlicher Anbieter zu orchestrieren und zu überwachen. Das hierzu notwendige Fachwissen aufzubauen, ist aufgrund der hohen Geschwindigkeit der IT für Unternehmen oft weder realisierbar noch effizient.

Auf dem Weg zum Edge-Computing

Eine gute Alternative zu klassischen Colocation-Datacenter und privaten Serverräumen sind vorkonfigurierte Cloud-Datacenter im standardisierten Container. Unternehmen können diese Systeme verwenden, um schnell neue IT-Kapazitäten auch an entfernten Firmenstandorten zu schaffen. Am Markt sind Lösungen für alle Szenarien verfügbar: vom Mietmodell eines vollausgestatteten Containers bis hin zum schlüsselfertigen Container-Rechenzentrum inklusive Private Cloud als Managed oder Self-Managed-Service.

Wer zum Beispiel im Rahmen einer Industrie-4.0-Initiative das Internet der Dinge an globalen Produktionsstandorten weiter ausbauen muss, findet mit diesen Container-Lösungen die notwendigen Produkte, um die IT an den Rändern des Unternehmensnetzes (sogenanntes Edge Computing) zu erweitern. Dies stellt die Basis für innovative Dienste wie Alarmszenarien, Predictive Maintenance oder eine Selbstoptimierung der Produktionsanlage dar, die die Unternehmens-IT in Echtzeit leisten sollte.

Um Dienste dieser Art anbieten und schnell auf Ereignisse und Abweichungen reagieren zu können, sind niedrige Latenzzeiten zwischen Fertigung und IT-Infrastruktur innerhalb eines Unternehmens notwendig.

So unterstützt Edge-Computing in modernen Produktionsumgebungen dabei, die von Sensoren und Aktoren intelligenter Maschinen erzeugten Datenströme zu verarbeiten. Dies verlangt aber auch nach neuen IT-Infrastrukturen, angefangen von einer erweiterten Speicher-Kapazität über agile Rechner-Ressourcen bis hin zu Netzwerkanbindungen mit niedrigen Latenzzeiten Ein zentrales Rechenzentrum, das von allen Firmenstandorten genutzt wird, kann diese Anforderungen ebenso wenig erfüllen wie weit entfernte Cloud-Rechenzentren.

Schneller IT-Ausbau gemäß individueller Anforderungen mit Edge-Computing

Mit Edge-Rechenzentren realisieren Organisationen schnell neue IT-Umgebungen, die für die Herausforderungen von Industrie 4.0 erforderlich sind. Mit herkömmlicher Vorgehensweise, wie ein Bauprojekt inklusive Genehmigungen sowie Zertifizierung, würde so ein IT-Ausbau ein bis zwei Jahre dauern. Wer zeitnah eine moderne Produktionsumgebung benötigt, kann jedoch nicht so lange warten. Alternativen sind standardisierte Komponenten für Edge-Computing, wie sie beispielsweise Rittal in Form von vorkonfigurierten Rechenzentrumscontainern liefert. Gemeinsam mit dem Cloud-Anbieter Innovo Cloud bietet der Systemanbieter für Schaltschränke und IT-Infrastrukturen schlüsselfertige Lösungspakete mit Server, Storage und einer Open-Stack-basierten Cloud-Managementsoftware für Unternehmen aller Größen. Damit erhalten Unternehmen die notwendigen as-a-Service-Dienste, um eine flexibel einsetzbare IT-Infrastruktur aufzubauen.


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