Junge Unternehmen präsentieren Unternehmensanwendungen

Neue IT-Helden braucht das Land

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IT-Start-ups | Mit der Initiative „Neue Helden“ gibt die IT & Business jungen Unternehmen die Chance, ihre Ideen und Produkte zu zeigen. Insgesamt 14 Start-ups zeigen zum Teil coole Ansätze, um etablierte Unternehmenssoftware zu ersetzen oder zu ergänzen.

Sabine Koll Journalistin in Böblingen

„Neben dem Thema Finanzierung ist es für Start-ups in Deutschland eine der größten Herausforderungen, Kontakte zu etablierten Mittelständlern und großen Unternehmen zu knüpfen“, sagt Niklas Veltkamp, Geschäftsleiter des Bitkom (Halle 1, Stand B31). Deshalb hält er die Aktivitäten der IT & Business für sehr gut. „Die Messe bietet die Chance, neue Kunden zu finden, Vertriebspartnerschaften aufzubauen oder Kooperationspartner zu gewinnen. Davon profitieren sowohl Start-ups als auch etablierte Unternehmen.“ „Häufig gibt es bei der Etablierung von Innovationen oder beim Erschließen neuer Geschäftsfelder gemeinsame Interessen zwischen jungen und etablierten Technologieunternehmen“, bestätigt Dr. Andreas Chatzis von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart„Die frühzeitige Zusammenarbeit – beispielsweise bei der Entwicklung eines Prototyps oder bei der Umsetzung des Vertriebs – ist für eine rasche und erfolgreiche Start-up-Entwicklung bedeutsam und bietet Vorteile für beide Kooperationspartner.“ Der Bitkom, die Business Angels Region Stuttgart, bwcon, die IHK Region Stuttgart und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart unterstützen daher das Projekt, bei dem sich insgesamt 14 Unternehmen, die nicht älter als fünf Jahre alt sind, auf der Messe präsentieren.
Dazu gehört Bamero (Halle 1, Stand I32.1), unterwegs im Bereich des mobilen und agilen Geschäftsprozessmanagements (Business Process Management, kurz BPM). Ein sperriges Thema. Doch Dr. Christian Bartsch, President und CEO des Stuttgarter Start-ups wiegelt ab: „Professionelles BPM ist einfacher und günstiger als Sie denken.“ Er ist mit seinem Team angetreten, um BPM einfach, intuitiv und mobil zu machen. „Das BPM von Heute benötigt eine smarte, digitale Transformation in das bestehende Netzwerkzeitalter und wird als zukünftige Kernaufgabe die Brücke zwischen Business und IT bilden müssen“, ist er überzeugt. Bamero hat sich auf die „erste Meile“ von BPM-Projekten spezialisiert und damit auf die schrittweise, multimediale Aufnahme und Analyse von Geschäftsprozessen. Zu messbar besseren Ergebnissen führt die Kombination aus einer agilen Methode, die auf die Fachabteilung zugeschnitten ist, sowie BPM Touch, einer Business-Applikation für Tablets zur mobilen Prozess-Erfassung.
Unternehmenskennzahlen schnell abstimmen und teilen
Ebenfalls mobile Lösungen – und zwar für Unternehmensinformationen – adressiert Densio Software (Halle 1, Stand G66.1) aus Düsseldorf. Gerade kleine und mittelständige Unternehmen haben oft nicht die Zeit ihre Daten verständlich aufzubereiten. Dies hat zur Folge, dass Trends erst zu spät erkannt und Entscheidungen nicht rechtzeitig getroffen werden“, stellt Geschäftsführer Jörg Decker fest. „Mit unserem mobilen Reporting haben Unternehmen alle wichtigen Kennzahlen immer und überall zur Hand.“ Doch sei die Plattform Densio mehr als nur eine Informationsquelle: Mitarbeiter können damit an ihren Berichten arbeiten, Informationen und Berichte mit ihrem Management teilen und Entscheidungen abstimmen. Die Software erlaubt ihnen zudem eine schnelle und unkomplizierte Zusammenarbeit von Business zu Business. Decker: „Unsere Anwendung stellt die direkte Verbindung zwischen allen her, die Unternehmenskennzahlen schnell, effizient und ortsunabhängig abstimmen und teilen wollen.“
Densio Software verfügt bereits über Kontakte zu etablierten IT-Anbietern. So bietet das Start-up seit Juli zusammen mit der Datev (Halle 1, Stand B31) eine Lösung an, Unternehmensdaten schnell und gut lesbar zur selbständigen Analyse bereitzustellen. Der Steuerberater kann hierzu über ein Zusatzmodul die Daten seiner Mandanten aus Datev-Rechnungswesen exportieren, und ohne Anpassungen bei Densio einlesen.
In einem ganz anderen Bereich ist Pijaca.io (Halle 1, Stand F31.2) tätig: Die Enterprise-Commerce-Lösung Portal-as-a-Service ermöglicht es den Kunden, ganzheitliche Omni-Channel-Szenarien für Online-, Mobil- und den stationären Handel zu entwickeln und miteinander zu verknüpfen – in Kombination mit Fullservice Logistik-Lösungen. Dazu gehören Funktionalitäten für Warenlagerung über Fulfillment bis zu Versand, Retouren, Debitorenmanagement und sogar Call-Center-Lösungen. Die Software ist ebenso geeignet für Filialen und integriert auch offline den Store zum Beispiel mit einem eigenem Kassensystem oder durch Anbindung von elektronischen Regaletiketten. Hervorgegangen ist das Unternehmen mit Sitz in Berglen bei Stuttgart aus einem anderen Start-up: Wauz & Mauz bietet monatlich variierende Aboboxen für Hunde und Katzen und benötigte dafür ein passendes Shop-System. Am Markt fand man kein passendes – und entwickelte es einfach selbst.
Der erste externe Kunde für Pijaca.io war übrigens das Start-up Notioncube Software (Halle 1, Stand F31.1), das seine Software im Abo – wahlweise für ein, drei, sechs oder zwölf Monate – anbietet: Die Bochumer wollen mit ihrer Software für Unternehmensentwicklung und -steuerung die Lücke schließen zwischen allgemeiner Software wie etwas Microsoft Office und sehr spezieller Prozess-, Mindmap- oder Grafiksoftware. „Diesen Programmen fehlten uns spezielle Funktionen mit einem anderen Blick auf Kreatives Denken und dem Beherrschen von Komplexität“, sagt Geschäftsführer Tobias Post. „Wir wollten ein Programm genau dazwischen – speziell für grafisches Denken.“ Die Software bietet deshalb mehr Abstraktion mit Ebenen und Verschachtelungen sowie Grafikbausteine, die zum Spielen einladen. „Alles sollte irgendwie cool und inspirierend aussehen“, so Post. Deshalb wurde zum Beispiel auch Notioncube Pro für die Chefetage mit einer „super einfachen Oberfläche“ ausgestattet. •
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