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Studie: Großes Energieeinsparpotenzial in Verkehr, Logistik und Gebäudemanagement

IKT spart bis zu 25 Prozent aller CO2-Emissionen in der Industrie ein
Studie: Großes Energieeinsparpotenzial in Verkehr, Logistik und Gebäudemanagement

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Bis zu 25 Prozent der CO2-Emissionen oder äquivalenter Schadstoffe (CO2e) können im Jahr 2020 mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) in Deutschland eingespart werden – dies entspricht 207 Megatonnen (Mt). Das größte Potenzial liegt in der Verkehrs- und Logistikbranche sowie in der Gebäudewirtschaft. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie Smart 2020 Deutschland von Deutscher Telekom, Huawei, SAP, Siemens und The Boston Consulting Group.

Die IKT-Industrie ist demnach eine treibende Kraft auf dem Weg zu nachhaltigem Klimaschutz. Der Geschäftswert sogenannter Smart-Konzepte zur Energieeinsparung wird darin für den IKT-Sektor mit bis zu 84 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 ausgewiesen.
Die IKT ist zwar nur zu einem geringen Teil an den Emissionen beteiligt, bietet aber ein beachtliches Klimaschutzpotenzial für andere Industriezweige wie die Verkehrs- und Logistikbranche oder die Stromwirtschaft. Während die IKT im eigenen Bereich 13 Mt CO2e-Emissionen einsparen kann, lassen sich in den übrigen Industrien durch den konsequenten Einsatz von IKT Reduktionspotenziale von 194 Mt im Jahr 2020 erzielen.
Das in der Studie verwendete sogenannte Smart-Konzept steht für fünf Ansatzpunkte, die diese Reduktion ermöglichen: Standardisierung (Standardization), Überwachung (Monitoring), Verantwortlichkeit (Accountability), Umdenken (Rethinking) und Umwandlung (Transformation).
Neben der Senkung der eigenen Emissionen kann die IKT-Branche in fünf Kernbereichen zum Klimaschutz beitragen: Gebäudewirtschaft (Smart Buildings), Logistik (Smart Logistics), Stromwirtschaft (Smart Grid), Industrieautomation (Smart Motors) und Dematerialisierung.
Insgesamt – zu diesem Ergebnis kommt die Studie – ließen sich in diesen Bereichen die jährlichen CO2e-Emissionen um rund 194 Mt CO2e in den nächsten zehn Jahren reduzieren. Mit möglichen Einsparungen von bis zu 85,4 Mt CO2e im Jahr 2020 bietet der Logistiksektor, zu dem auch der Straßenverkehr zählt, das größte Potenzial. Erfolgversprechende Geschäftskonzepte zur Senkung der klimaschädlichen Schadstoffe sind etwa die intelligente Steuerung des Verkehrsflusses oder die Einführung einer IKT-gestützten Städtemaut. In der Gebäudewirtschaft könnten Emissionen von bis zu 41,8 Mt CO2e eingespart werden – beispielsweise durch Gebäude-Klimamanagementsysteme. In der Industrieautomation beziffert die Studie mögliche Reduktionspotenziale auf 26,4 Mt CO2e, während sie in der Stromwirtschaft ein Einsparpotenzial von insgesamt 23,6 Mt CO2e sieht. Schließlich bietet auch die Dematerialisierung von Produkten und Dienstleistungen, z. B. durch die Einschränkung von Geschäftsreisen mit Hilfe von Videokonferenzen, ein Reduktionspotenzial von 16,3 Mt CO2e. Insgesamt beziffert die Studie damit jeweils das theoretisch mögliche Maximum. Die Entwicklung des Marktes allein führt jedoch zu einem realistischen Potenzial von lediglich 64 Mt CO2e – somit entsteht eine „Realisierungslücke“ von rund 130 Mt CO2e.
Um diese Lücke zwischen dem theoretisch möglichen Reduktionspotenzial und der marktgetriebenen Umsetzung zu schließen, sind Geschäftskonzepte gefragt, die CO2e-Emissionen maßgeblich senken und gleichzeitig geschäftlich attraktiv sind. Dabei kann auch die Politik mithelfen, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen, um den großflächigen Zugang der Verbraucher zu neuen, emissionsreduzierten Geschäftskonzepten zu ermöglichen. Die Studie ermittelt vier Wege, mit deren Hilfe Wirtschaft und Politik gemeinsam bestehende gesellschaftliche, wirtschaftliche, gesetzliche und technische Barrieren für eine flächendeckende Durchsetzung dieser Geschäftskonzepte überwinden können:
• Gemeinsame Informationskampagnen, um die Bevölkerung über die Möglichkeiten aufzuklären, ihren Beitrag zur Emissionsreduktion zu leisten
• Eine öffentliche finanzielle Förderung für IKT-Unternehmen, um Geschäftskonzepte für Endkunden, z. B. durch einheitliche technische Standards, attraktiver zu gestalten
• Abgaben, wie Sondergebühren und -steuern, die Endkunden und Unternehmen zum Einsatz emissionsreduzierter Geschäftskonzepte motivieren
• Gesetzliche Vorgaben für umweltbewusstes Verhalten, z. B. bei Gebäude- Klimamanagementsystemen.
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