Kongressmesse Global Connect fokussiert Auslandsmärkte

Kreative Plattform fürs Exportgeschäft

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Außenwirtschaft | Die Stuttgarter Kongressmesse Global Connect bietet Ende Oktober ein dichtgepacktes Programm zu allen Themenbereichen des exportorientierten Mittelstands. ❧ Dietmar Kieser

Sie heißen Kristall Turm, Industrial Solar und Wine Lion. Trotz der unterschiedlichen Betätigungsfelder, die die Firmennamen signalisieren, ist die Gemeinsamkeit groß. Den Hochseilgartenbauer, den Sonnenkollektorhersteller und den Weinabfüller gibt es erst seit wenigen Jahren, und alle drei Unternehmen erreichen bereits Exportanteile um die 90 %. Entwicklung und Konzept dieser Newcomer auf den Auslandsmärkten haben eine renommierte Jury tief beeindruckt.

Nominiert ist das Trio für die Kategorie Newcomer der Global-Connect-Awards, die am 26. Oktober im Rahmen der gleichnamigen Kongressmesse in Stuttgart verliehen werden. Inzwischen zum fünften Mal. Auch in den Kategorien Hidden Champion und Global Player sehen jeweils drei nominierte Unternehmen ihrer Auszeichnung entgegen. Die drei Kategorien entsprechen dem unterschiedlichen Stand der Internationalisierung der Unternehmen.
Auch wenn in der Kategorie Global Player Platzhirsche wie GFT Technologies, Pilz und Sick nominiert sind, will die Landesmesse Stuttgart als Veranstalter mit der Verleihung vor allem kleine und mittlere Firmen ermuntern, ihre Auslandsaktivitäten auszuweiten. „Die Awards ermöglichen es, von den Besten im Export zu lernen“, sagt Messechef Ulrich Kromer. So wird bei der Award-Übergabe durch Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut das Auslandskonzept der Gewinnerfirmen vorgestellt. Bereits die Preisverleihung könnte zu einer Lehrstunde über erfolgreiche Unternehmensentwicklung im Ausland werden.
Messechef Kromer sieht die Preise denn auch als „ein wichtiges Element im Dialog der Unternehmen, den wir mit der Global Connect anregen wollen“. Die Kongressmesse für den exportorientierten Mittelstand positioniert der Veranstalter als Plattform für den Erfahrungsaustausch unter den im Ausland aktiven Industriefirmen. Alle zwei Jahre treffen sich hier Unternehmer, Politiker und Marktexperten. Vom informellen Gespräch in der VIP-Lounge über Workshops und Beratungsangebote bis hin zu hochkarätig besetzten Vorträgen reicht die Bandbreite unterschiedlichster Formate zu Kontaktpflege und Erfahrungsaustausch. Bewährte Praxistipps und individuelle Fragen stehen ebenso auf dem Programm wie die großen internationalen Rahmenbedingungen.
Ob Brexit-Votum, Eurokrise oder Flüchtlingsfrage: Europa steht vor gewaltigen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Der Umgang mit aktuellen Krisen steht deshalb ganz oben auf der Agenda der am 26. und 27. Oktober ausgetragenen Veranstaltung. Bisher hat die deutsche Industrie der Finanzkrise ebenso wie regionalen Krisen in Südeuropa, Russland oder Brasilien erfolgreich getrotzt. „Dieser Erfolg darf uns nicht träge machen“, warnt Dr. Eberhard Veit, der vormalige Vorstandschef der Festo AG. Heute berät Veit Familienunternehmen bei der Entwicklung digitaler Strategien. Mit Blick auf die Digitalisierung plädiert er für eine „evolutionäre Revolution“ in den Unternehmen. Am 26. Oktober analysiert Veit im neuen Unternehmerforum der Global Connect die Rolle der Digitalisierung im globalen Wettbewerb.
„Wir können und müssen um mindestens so viel besser sein, wie wir teurer sind“, argumentiert Veit für mehr Vernetzung und neue Geschäftsmodelle. „Die Unternehmen navigieren immer stärker in einem anonymisierten und standardisierten Weltmarkt.“ Der Blick müsse sich stärker auf Asien richten, wo die Digitalisierung neue Chancen für die dortigen Wettbewerber, aber auch für „Fernkooperationen“ deutscher Firmen mit komplementären Partnern schaffe. Im Forum diskutieren mit ihm Ulrich Dietz, der Vorstandschef der GFT Technologies SE, und Peter Fenkl, der Vorstandsvorsitzende der Ziehl-Abegg SE aus Künzelsau.
Auch die Strategie Russlands, Importe aus dem Westen durch eigene Fertigung zu substituieren, ist in Stuttgart ein Thema. Auf dem Wirtschaftstag Russland, den die IHKs in Baden-Württemberg veranstalten, bewerten beispielsweise SAP, Aesculap oder Eisenmann Anlagenbau die Auswirkungen für das Russlandgeschäft. Bei einer Konferenz zur gesamten Nah- und Mittelostregion – einschließlich des bei Firmen derzeit stark gefragten Iran – berichten Unternehmer, wie sie den Markt erschließen und absichern.
Ganz besonders im Fokus steht China. Auch wenn sich dessen Geschäftsklima eintrübt, so bleibt das Land einer der wichtigsten Motoren der deutschen Exportwirtschaft. Chancen und Risiken beim Engagement mittelständischer Unternehmen in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt diskutiert der Deutsch-Chinesische Wirtschaftstag am ersten Messetag.
Die europäischen Unternehmen brauchen jetzt eine Roadmap
Wer beim Aufbau von Geschäftsbeziehungen Unterstützung braucht, findet diese im Ausstellungsbereich der Global Connect bei Partnern und Dienstleistern. Der Bedarf ist nicht geschmälert: In der Anfang Juni veröffentlichten Business Confidence Survey der Europäischen Handelskammer in China sind 55 % der befragten Unternehmen bei „besserem Zugang“ auch zur Ausweitung ihrer Investitionen in China bereit. Jörg Wuttke, der als Präsident der der Europäischen Handelskammer auch auf der Eröffungsveranstaltung der Global Connect sprechen wird, bestätigt: „Die europäischen Unternehmen brauchen jetzt eine Roadmap. Das wird ihnen das Vertrauen geben, das sie brauchen, um in diesen wirtschaftlich herausfordernden Zeiten zur zukünftigen Entwicklung Chinas beizutragen.“
2015 verzeichnete China ein Wachstum von 6,9 %. Der Volkskongress hat das neue 13. Fünf-Jahresprogramm verabschiedet, das für 2016 ein BIP-Wachstum von 6,8 % Prozent plant. Auch in den Folgejahren bis 2020 rechnet Chinas Regierung mit 6,5 % Wachstum. Diese Zahlen fallen zwar niedriger aus als in den Vorjahren, liegen aber immer noch weit höher als die Wirtschaftsdaten westlicher Industrieländer. „Ein Wachstum von 6,5 Prozent in China steht für eine Wertschöpfung von rund 700 Milliarden Dollar“, so die Deutsch-Chinesische Wirtschaftsvereinigung e. V. (DCW) als Konferenzpartner der Global Connect. China bleibe damit für etwa 30 % des globalen Wirtschaftswachstums verantwortlich.
Für eine erfolgreiche Aktivität im Ausland gilt die Qualifikation von Mitarbeitern als Schlüsselfaktor. Viele mittelständische Unternehmen suchen derzeit Führungskräfte, die mit Kunden in internationalen Märkten sowie an den eigenen Standorten hochkomplexe und vernetzte Technologielösungen „made in Germany“ umsetzen können. Dabei helfen interkulturell vorbereitete „Global Minds“ den Unternehmen beim effizienten Wissenstransfer in die eigenen Auslandsgesellschaften. Wie die Rekrutierung und Qualifizierung von Mitarbeitern im oder aus dem Ausland gelingen kann, diskutieren Experten auf der Global Connect anhand unternehmerischer Erfahrungen.

Know-how fürglobale Märkte
GlobalConnect, Forum für Export und Internationalisierung
Zeitraum: 26. bis 27. Oktober 2016
Ort: Messe Stuttgart
Veranstalter: Landesmesse Stuttgart GmbH
Öffnungszeiten: Mittwoch 9 bis 18 Uhr,
Donnerstag 9 bis 17 Uhr
Ausstellung: rund 140 Aussteller
Auszug aus dem Programm:
Europaforum, Deutsch-Chinesischer Wirtschaftstag, Wirtschaftstag Russland, Wirtschaftsforum Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika, Wirtschaftsforum Türkei, Kooperationsbörse und Internationale Beratungstage, Unternehmerforum
Weitere Infos: www.global-connect.de


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