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Krisenbewältigung: Schnell Umschalten in der Krise

Tipps zur Krisenbewältigung
Mit Technologie aus der Krise

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Die Cloud ist eine der Technologien, die helfen können, die Krise zu meistern. Weitere Lösungen stehen bereit, um Betriebe schnell wieder hochzufahren und dabei die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen. Bild: ipopba/stock.adobe.com
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Unternehmen, die in der Corona-Krise wie auch danach erfolgreich sein wollen, sollten jetzt vorausschauende strategische Entscheidungen treffen und umsetzen. Mit bestimmten Hebeln können sie sich von äußeren Einflüssen abkoppeln und so Krisen besser überstehen.

Karl-Heinz Kern
General Manager GFT Deutschland, Stuttgart

Wirtschaftskrise, Rezession, Konjunkturprogramme – das sind Schlagworte, die derzeit unseren Alltag bestimmen. Die Pandemie hat längst auch die Weltwirtschaft infiziert – wie schwer die Rezession sein und wie lange sie dauern wird, weiß heute noch niemand, doch viele Experten sind der Meinung, dass schwere Krisen in Zukunft noch häufiger werden.

Resilienz ist in der Wirtschaft mehr und mehr gefragt. Einen einfachen, schnellen und sicheren Rundum-Schutz gegen alle denkbaren Krisen gibt es leider nicht, wohl aber bestimmte Hebel, die Unternehmen helfen können, sich von äußeren Einflüssen abzukoppeln und so Krisen besser zu überstehen.

Einteilung der Krise in zwei Phasen

Dabei ist es hilfreich, die Krise in zwei Phasen einzuteilen – Phase eins ist geprägt von der schnellen Reaktion und Anpassung auf die einsetzende Krise, in Phase zwei arrangieren sich die Akteure längerfristig mit einem veränderten Normalzustand – es gilt, sich in einer neuen Welt einzurichten.

In der ersten Phase ist in der Regel zunächst einmal Schadensbegrenzung angesagt. Im Falle von Covid-19 begann diese Phase für die meisten Unternehmen mit der Einstufung als globale Pandemie durch die WHO, gefolgt von Ausgangs- oder Kontaktsperren in vielen Ländern. Arbeiten wie gewohnt in Büros und Fabrikhallen, im engen Kontakt mit Kollegen war plötzlich nicht mehr möglich. Wer schnell auf verteiltes Arbeiten im Home Office umstellen konnte, war im Vorteil. Diese Flexibilität hatten vor allem die, die frühzeitig und konsequent auf die Cloud gesetzt hatten.

6000 Mitarbeiter in nur 48 Stunden ins Home Office gewechselt

Unser eigenes Beispiel kann das vielleicht verdeutlichen: Die fast 6000 GFT-Mitarbeiter konnten innerhalb von nur 48 Stunden ins Home Office wechseln, weil wir alle unsere Anwendungen und Daten schon vor Jahren im Rahmen unserer strategischen Ausrichtung in die Cloud verlagert hatten. Die Infrastruktur und der Großteil der Hardware für die Mitarbeiter waren vorhanden, die HR-seitigen Regularien standen, die Prozesse waren eingeübt. GFT war vor der Krise schon ein „Digital first“ und „Cloud first“-Unternehmen. Deswegen kam es durch die Umstellung nicht zu Downtime, das Geschäft lief normal weiter. In allen Software-Entwicklungsprojekten konnten wir kurzfristig auf räumlich verteiltes Arbeiten umstellen – bei gleicher Leistungsfähigkeit der Teams. Mit Strukturen, die auf On-Premise-Kapazitäten gründen sowie entsprechenden Prozessen und Unternehmenskultur wäre eine so schnelle und problemlose Umstellung nicht möglich gewesen.

Auch Produktion lässt sich von remote überwachen und steuern

In der Produktion ist Home Office natürlich nur sehr begrenzt nutzbar. Doch Cloud-Lösungen sind nicht nur hilfreich, um in geteilten Dateien und Projekten zu arbeiten, auch Produktion und Logistik lassen sich zu einem großen Teil von remote überwachen und sogar steuern – am besten und sichersten über die Cloud.

Es ist also entscheidend, frühzeitig neue Technologien zu erproben, ihre Potenziale zu evaluieren und wo sinnvoll, zum Einsatz zu bringen. Und dabei geht es nicht nur um technische Aspekte. Rechtliche und kulturelle Aspekte sind genauso wichtig. Schnelle Lösungen sind das allerdings nicht, all das braucht Zeit. Je früher man damit beginnt, umso besser.

Kamera und Sprachsteuerung erhöhen Sicherheit und Produktivität

Die Cloud ist auch nicht die einzige Technologie, die helfen kann, die Krise zu meistern. Viele unserer Kunden in der Industrie suchen aktuell Lösungen, um schnell wieder ihre Betriebe hochzufahren, und dabei die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu schützen. Zum Beispiel haben wir eine Lösung entwickelt, um über existierende Kamerasysteme zu überwachen, ob zum Beispiel in einer Produktionsumgebung geltende Mindestabstände eingehalten werden. Wenn nicht, gibt das System ein akustisches Warnsignal aus.

In einer anderen Lösung können Mitarbeiter über die Smartphone-Kamera kontrollieren und dokumentieren, dass sie ihre Schutzausrüstung korrekt angelegt haben. Eine dritte Lösung erlaubt es, Maschinen über Sprachsteuerung zu bedienen – anstatt über physische Interfaces wie Touchscreens oder Knöpfe. Besonders bei den beiden letzten Lösungen glauben wir, dass sie nicht nur in der Pandemie helfen können, sondern auch darüber hinaus Sicherheit und Produktivität steigern können.

Ein Zurück zum Status Quo vor der Krise wird es nicht geben

Mit den Lockerungen der Kontaktsperren endete in Deutschland die erste Phase der Krise. In der folgenden zweiten Phase geht es darum, sich über die langfristigen Auswirkungen klar zu werden und sich darauf einzustellen. Es ist klar, dass es ein Zurück zum Status Quo vor der Krise nicht geben wird. Produktion, Logistik und andere industrielle Abläufe auf dem gewohnten Niveau wird es nur mit konsequenter Digitalisierung, unter Nutzung aller Möglichkeiten, die diese bietet, geben können. Die Maßnahmen, die getroffen wurden um der Ausbreitung des Virus Einhalt zu gebieten, führten zu einer weitgehenden Digitalisierung und Virtualisierung unseres Alltags und Arbeitslebens.

Mehr digitale Tools in allen Lebensbereichen

Die Akzeptanz und Nutzung digitaler Tools in allen Lebensbereichen stieg schlagartig an und wird weiter ansteigen: Ob es Video-Besprechungen statt Präsenzmeetings sind, ob ich einen Kollegen kurz anchatte anstatt zu seinem Platz zu gehen, oder ob ich kontaktlos per Smartwatch bezahle, anstatt Bargeld aus dem Portemonnaie zu kramen: Wir alle gewöhnen uns schnell an noch mehr digitale und virtuelle Helferlein. Der Komfort und die einfache Bedienung, die dabei Standard sind, werden zur Benchmark. Diese Entwicklung ist nicht rückgängig zu machen, und für die Industrie bedeutet das, dass sich der existierende Trend hin zu digitalen Prozessen, Services und Produkten nochmals deutlich beschleunigen wird. Rein physische, analoge Produkte und Dienstleistungen werden nie wieder den Stellenwert erreichen, den sie vor der Pandemie einmal hatten. Wer nicht spätestens jetzt eine ganzheitliche Digitalisierungsstrategie erarbeitet und sie konsequent umsetzt, der wird im Markt sehr schnell an Relevanz verlieren.

Mit Digitalisierung eine Strategie zur konsequenten Kundenzentrierung umsetzen

Zwar werden aktuell kaum langfristige Veränderungsprojekte gestartet – angesichts der herrschenden Unsicherheit warten die meisten Unternehmen eher ab – doch mittelfristig wird die Covid-19-Krise der Digitalisierung einen enormen zusätzlichen Schub geben, davon sind wir überzeugt. Trotzdem muss dabei immer klar bleiben, dass Digitalisierung nicht Selbstzweck ist und auch nicht mit der einfachen Übertragung althergebrachter analoger Prozesse ins Digitale enden kann. Vielmehr muss sie als Chance genutzt werden, eine Strategie der konsequenten Kundenzentrierung umzusetzen und neue zeitgemäße Angebote zu entwickeln.

Schlüsseltechnologie Cloud

Eine Schlüsseltechnologie auch hierfür ist wiederum die Cloud, denn schon das Wissen, das durch die Analyse der Kundendaten generiert werden kann sowie die Echtzeit-Datenverarbeitung fördern Kundenzentrierung und Agilität. Dazu kommt, dass Cloud-Lösungen ortsunabhängig, immer auf dem neuesten Stand, meist sicherer und dabei auch noch günstiger und ungleich leichter skalierbar sind als on-Premise-Server. Auf die Wettbewerbsvorteile, die sich daraus ergeben, wird bald kaum noch ein Marktteilnehmer verzichten können. Deswegen müssen jetzt auch die Unternehmen, die in der Vergangenheit noch zurückhaltend gegenüber der Cloud waren, mit dem Umbau ihrer IT-Struktur beginnen.

IoT-Plattform „sphinx open online“ vorteilhaft im Zeitalter des Social Distancing

Ob die Digitalisierung eines Industrieunternehmens ein Erfolg wird, hängt aber nicht nur von der sinnvollen Nutzung der Cloud ab. Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist auch eine stabile, industrieorientierte IoT-Plattform. Hier bietet GFT mit der von vielen namhaften Unternehmen eingesetzten Plattform sphinx open online eine sehr leistungsfähige Lösung an. Sphinx open online kann Daten aus allen denkbaren Maschinen und Anlagen ziehen und sie mit Business- und Systemdaten verknüpfen. In Verbindung mit entsprechenden Regelwerken oder gar künstlicher Intelligenz kann man über die Plattform die angeschlossenen Maschinen und Anlagen auch automatisch steuern – ein weiterer Produktivitätsgewinn und unschätzbarer Vorteil im Zeitalter des Social Distancing.

Wer die genannten Punkte konsequent umsetzt, der gewinnt sofort erhebliche Wettbewerbsvorteile und ist aus IT-Sicht hervorragend auch gegen zukünftige Krisen gewappnet. Genauso gilt aber auch: Eine einfache, schnelle Rundum-Sorglos-Lösung gibt es nicht und sie zu versprechen wäre unseriös. Erfolg in der Krise, ebenso wie langfristiger Erfolg insgesamt, ist ein Resultat vorausschauender strategischer Entscheidungen. Doch das ist kein Grund, den Mut zu verlieren. Der beste Zeitpunkt, diese Entscheidungen zu treffen und umzusetzen ist jetzt!

Kontakt:

GFT Technologies SE
Schelmenwasenstr. 34
70567 Stuttgart
Tel. +49 711 62042–0
www.gft.com/de

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