Rekordjahr für die Messe Stuttgart Schwaben erzielen 14 Millionen Euro Gewinn

Rekordjahr für die Messe Stuttgart

Schwaben erzielen 14 Millionen Euro Gewinn

Die Maschinenbau-Messe AMB zählte 2012 zu den Publikumsmagneten in Stuttgart (Bild: Messe Stuttgart)
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Neue Besucher- und Ausstellerbestmarken haben der Messe Stuttgart im vergangenen Jahr ein neues Rekordergebnis beschert. Das große Interesse am Messestandort Stuttgart sorgt fünf Jahre nach der Eröffnung des neuen Geländes für Platzmangel.

Die Messe Stuttgart hat 2012 mit rund 129 Mio. Euro Gesamtertrag und einem zweistelligen Gewinn vor Steuern von rund 14 Mio. Euro das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt. Mit insgesamt 1,27 Mio. Besuchern verzeichnete sie 2012 außerdem einen deutlichen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr (1,12 Mio. Besucher). Die Zahl der Aussteller erreichte mit 20 601 den höchsten Wert seit Bestehen der Landesmesse Stuttgart GmbH (2011: 18 492).

Mit einem Hallenumschlagsfaktor von 15 (2011: 13) gehörte die Messe Stuttgart 2012 erneut zu den am besten ausgelasteten Messegeländen in Deutschland. Die Anzahl der Messen am Standort Stuttgart lag mit 67 deutlich über dem Vorjahresniveau (55) und setzte sich aus 45 Eigenveranstaltungen und 22 Gastmessen zusammen – davon 43 Fach- und 24 Publikumsveranstaltungen. „Diese Zahlen belegen, dass sich unsere strategische Ausrichtung bewährt“, betont Ulrich Kromer, Sprecher der Geschäftsführung der Messe Stuttgart. Für das Jahr 2013, das als ungerades Jahr ein turnusbedingt geringeres Geschäftsvolumen aufweisen wird, erwartet die Messe-Geschäftsführung rund 1 Mio. Besucher und 18 000 Aussteller. „2014 rechnen wir dann wieder mit einem ähnlich erfreulichen Geschäftsverlauf wie 2012“, sagt Messe-Geschäftsführer Roland Bleinroth.
Zu den Stuttgarter Topmessen 2012 gehörten Eigenveranstaltungen wie die weltgrößte Publikumsmesse für Freizeit und Tourismus CMT, die Oldtimershow Retro Classics, der Branchentreffpunkt des innovativen Gastrogewerbes Intergastra, die Rollladen-, Tore- und Sonnenschutzmesse R+T, sowie der Maschinenbauevent AMB. Die CMT war 2012 mit 224 327 Besuchern die stärkste Publikumsveranstaltung auf den Fildern. Für ein volles Haus sorgte auf Seiten der Fachmessen die AMB mit 88 183 Besuchern, dicht gefolgt von der Intergastra mit 86 782 Besuchern. Das gesamte Gelände belegten die CMT, die Retro Classics, die R+T, AMB und der Stuttgarter Messeherbst. „Bei unseren Messe-Flaggschiffen könnten wir bedeutend mehr Fläche verkaufen als uns aktuell zur Verfügung steht“, beschreibt Messe-Geschäftsführer Ulrich Kromer die Geländeauslastung. „Fünf Jahre nach Eröffnung der Messe am neuen Standort haben wir die Wachstumsgrenze bereits wieder erreicht.“
Unter den 22 Gastmessen im Jahr 2012 war die Dach+Holz mit rund 55 600 Besuchern die stärkste Veranstaltung, gefolgt von der Motek/Bondexpo mit etwa 35 000 und der Logimat mit 29 000 Besuchern. Letztere verzeichnete in ihrem Jubiläumsjahr einen Rekord bei Besuchern und Ausstellern. Alle drei Veranstaltungen belegten die gesamte Nordspange der Messe Stuttgart, welche das L-Bank Forum (Halle 1), Halle 3, 5 und 7 sowie die Alfred Kärcher Halle (Halle 9) umfasst. „Die unvergleichlich hohe Industriedichte der Wirtschaftsregion Stuttgart und die Tatsache, dass viele Kunden unserer Aussteller direkt hier ansässig sind, ist mit ein Grund für den Geschäftserfolg unserer Gastveranstalter“, fasst Ulrich Kromer die Vorteile zusammen.
Die Beteiligung ausländischer Besucher und Aussteller an Stuttgarter Messen wird statistisch im zweijährigen Turnus erhoben. Im Betrachtungszeitraum 2011/2012 lag sie auf einem Rekordniveau: 160 000 Besucher und 8036 Aussteller aus dem Ausland waren zu Gast auf den Fildern (127 860 und 7414 im Vergleichszeitraum 2009/2010). Damit wurden die Erwartungen der Messegeschäftsführung von 140 000 Besuchern übertroffen. „Im Lauf der vergangenen fünf Jahre haben wir auch durch das attraktive neue Messegelände die ausländische Beteiligung an unseren Stuttgarter Fachmessen deutlich steigern können“, sagt Messe-Geschäftsführer Roland Bleinroth. Zu den Stuttgarter Veranstaltungen mit den höchsten Anteilen internationaler Besucher (55 %) und Aussteller (66 %) gehörte 2012 die Weltleitmesse R+T. Ihre Besucher kamen aus 125 Ländern, die Aussteller aus 42 Ländern – ein wahrlich weltumspannender Branchentreffpunkt. „Das war bislang die beste R+T aller Zeiten“, freut sich Messe-Geschäftsführer Ulrich Kromer über den globalen Zuspruch.
Im Ausland ist die Messe Stuttgart mit ihren Tochtergesellschaften in der Türkei und China und damit in zwei der aufstrebendsten Volkswirtschaften der Welt aktiv. Seit dem 15. Oktober 2012 hält die Messe Stuttgart die Mehrheit an dem Joint Venture Unternehmen Messe Nanjing in der gleichnamigen ostchinesischen Wirtschaftsmetropole. Das Gemeinschaftsunternehmen führt künftig eigene Fach- und Endverbrauchermessen durch und akquiriert neue Veranstaltungen für den Standort. „Das Besondere an diesem Joint Venture, das wir mit unserem chinesischen Partner gestalten, ist die Form einer gemeinsamen Betreibergesellschaft dieses Messegeländes. Wir haben also nicht in Beton und Hallen investiert, sondern führen das operative Messegeschäft gemeinsam durch“, erklärt Roland Bleinroth. „Es ist für die Messe Stuttgart ein Meilenstein, in dieser Form im Ausland aktiv werden zu können“, unterstreicht Messe-Geschäftsführer Ulrich Kromer die Einzigartigkeit des Joint Ventures.
Die Werkzeugmaschinenmesse AMB China und die Tourismusmesse CMT China sind neben der seit 2005 in Schanghai stattfindenden R+T Asia weitere China-Exporte „Made in Stuttgart“. Erfolgreiche Auslandsmessen fanden 2012 auch in der Türkei (Ibatech, Modaks), Russland (R+T Russia) und mit der SlowFood Schweiz bei den Eidgenossen in Zürich statt. „Wir stellen durch unsere Auslandsaktivitäten eine Rückkoppelung nach Stuttgart her und internationalisieren so auch unsere Messen am heimischen Standort“, erklärt Roland Bleinroth. „2012 hatten wir bei der Stuttgarter AMB erstmals chinesische Marktführer als Aussteller. Eine direkte Folge unsere Auslandsaktivitäten in China.“
Nach dem überaus starken Messejahr 2012, das gekennzeichnet war durch ein zeitliches Aufeinandertreffen von Veranstaltungen im zwei- oder dreijährigen Turnus, setzen im ungeraden Jahr 2013 einige Fachmessen aus. Aus diesem Grund erwartet die Messe-Geschäftsführung einen Gesamtertrag von rund 91 Mio. Euro bei 55 Messen und Ausstellungen, davon 36 Eigen- und 19 Gastveranstaltungen in Stuttgart. „In den folgenden Jahren 2014 bis 2016 werden wir durchweg positive Ergebnisse erwirtschaften und in den beiden geraden Jahren streben wir erneut einen hohen einstelligen Millionengewinn an“, erklärt Roland Bleinroth die mittelfristigen Finanzplanungen der Messe Stuttgart. „Für das Jahr 2014 rechnen wir beispielsweise mit einem Gesamtertrag von 127 Millionen Euro bei 65 Messen und Ausstellungen.“
Das Industrieportfolio der Messe Stuttgart stärken die beiden Veranstaltungen Springs Tec Fair 2013 (26. – 28.02) und Maintenance 2013 (24. – 25.04.). Auf der Springs Tec stehen Industriefedern und Federnteiletechnologie im Mittelpunkt, auf der Maintenance dreht sich alles um die industrielle Instandhaltung. Im Ausland feiert die R+T Turkey 2013 Premiere in Istanbul, in Russland findet zum zweiten Male die R+T Russia in Moskau statt. In China/Nanjing gehen die zweite CMT und die dritte AMB China an den Start.
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