Energieeffizienz

Waldrich Coburg halbiert Energiekosten in erneuerten Gewerken

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Der Werkzeugmaschinenbauer Waldrich Coburg reduzierte in seinen energetisch sanierten Produktionshallen am Hauptsitz mit Hilfe von Eon die Energiekosten in den erneuerten Gewerken um 50 Prozent.

Der Werkzeugmaschinenhersteller Waldrich Coburg blickt auf eine lange Geschichte am heutigen Unternehmenssitz zurück. Schon 1926 siedelte das 1920 gegründete Unternehmen – damals noch ein 20-Mann-Betrieb – dorthin um. Inzwischen fertigen 500 Mitarbeiter auf 30.000 m2 Portalfräsmaschinen, Vertikaldrehmaschinen und Schleifmaschinen. In den letzten Jahren investierte das Unternehmen zwar stark in die Infrastruktur – nur die energetischen Defizite wurden lange nicht angegangen.

Die Dringlichkeit einer energetischen Sanierung war der Geschäftsführung von Waldrich Coburg aber durchaus bewusst. „Vor allem, da wir grundsätzlich sehr umweltbewusst handeln wollen und auch unsere Maschinen nach entsprechenden Gesichtspunkten fertigen“, erläutert Hubert Becker, Vorsitzender der Geschäftsführung. Ziel war es aber nicht nur, einen Beitrag zur Energiewende zu leisten, sondern bereits jetzt für die Zukunft gerüstet zu sein. „Unser Partner Eon hat aufgezeigt, wie hoch unser Einsparpotenzial war: ganze 50 % in den Bereichen Beleuchtung, Belüftung und Heizung“, so Becker weiter.

Um ein passendes Lösungskonzept aufzusetzen, führten die Energieexperten zu Anfang des Projekts eine detaillierte Lastganganalyse durch. Dabei wurde genau erfasst, wie der tatsächliche Bedarf in den Werkshallen aussieht und welche Komfortparameter eingehalten werden sollten. Sprich: Wie kühl oder warm und wie hell soll es in den Hallen sein? Aufbauend darauf erarbeitete man ein Konzept, mit welchen technischen Lösungen dieser minimal notwendige Bedarf gewährleistet werden konnte, und verglich dieses mit der technischen Ist-Situation, um das Einsparpotenzial zu errechnen.

Neue Anlagen und Ertüchtigung der vorhandenen Technik

Um das gesamte Sparpotenzial zu heben, waren einige neue Anlagen notwendig, andere wiederum konnten aus dem Bestand ertüchtigt werden. Beispiel Lüftung: Ursprünglich beheizte Waldrich Coburg seine Produktionshallen über das Lüftungssystem. Da das aber sehr viel Energie benötigt, wurde die Heizfunktion ausgelagert, so dass die Leistung des bestehenden Lüftungssystems deutlich reduziert werden konnte. Dafür wurden neue Frequenzumrichter installiert, um die Drehzahl der Anlagen bedarfsgerecht zu regeln. Darüber hinaus verlegten die Eon-Techniker die Lüftungsein- und -auslässe dorthin, wo sie tatsächlich gebraucht wurden, statt die Frischluft energieaufwendig von der Decke auf die Arbeitsebene zu blasen. Einfache Rohrverlängerungen mit Quellluftauslässen waren hier das Mittel der Wahl.

Da die Heizung zukünftig nicht mehr über die Lüftungsanlagen und Lufterhitzer erfolgen sollte, wurde das komplette Heizsystem des Standorts in Coburg erneuert. Als erstes wurden die drei bestehenden Gasheizkessel durch ein neues, umweltfreundliches Blockheizkraftwerk und neue Heizkessel mit Brennwerttechnologie ersetzt. Dabei konnte – dank moderner Deckenstrahlplatten als Ersatz für die energieintensiven Lufterhitzer – zum einen die Heizleistung deutlich reduziert und die neue Anlage kleiner dimensioniert werden als die alte. Zum anderen liefert das BHKW mit 500 kW thermischer Leistung nicht nur die Wärme für den gesamten Standort, sondern deckt auch dessen Grundlast an Strom vollständig ab.

Im Bereich Beleuchtung ersetzte Eon die alten Lichtsysteme, die hauptsächlich noch mit Leuchtstoffröhren, HQL- und HQI-Strahlern ausgestattet waren, durch dimmbare LED-Technik. Das spart nicht nur sofort Energie, sondern bietet auch Potenzial für die Zukunft. Denn das System ist so ausgelegt, dass es den Leuchtkraftverlust, den LEDs technisch bedingt immer haben, durch eine intelligente Lichtberechnung ausgleicht. Konkret bedeutet das: Die Leuchten sind so dimensioniert, dass sie mehr Leistung bringen, als heute eigentlich benötigt wird, und sie dafür gedimmt eingesetzt werden. Nimmt die Leuchtkraft der LED-Lampen über die Jahre ab, wird die Dimmung einfach entsprechend hochreguliert.

Im Rahmen der Energieeffizienzmaßnahmen wurde auch eine moderne Gebäudeleittechnik installiert. Auf sie sind Heizungs-, Lüftungs- und Lichttechnik aufgeschaltet, so dass das Eon Energy Management Center die Anlagen aus der Ferne messen, monitoren und auch steuern kann. So wird garantiert, dass alle Systeme genau die Leistung bringen, die sie bringen sollen – und damit auch die von den Experten versprochenen Einsparungen realisiert werden.

Keine Eigeninvestition

Da sich Waldrich Coburg für ein Einspar-Contracting-Angebot von Eon entschieden hat, konnte das Unternehmen seinen Instandhaltungsrückstand auflösen, ohne einen Cent Investition getätigt haben zu müssen. Die von Eon erbrachten Investitionen in die neuen Anlagen werden über einen Zeitraum von zehn Jahren durch die erreichten Energieeinsparungen refinanziert. „So profitieren wir schon jetzt“, erläutert Hubert Becker. „Wir haben moderne Technik und sparen rund 2000 Tonnen CO2 im Jahr ein, und das ohne finanziellen Mehraufwand.“

Der Autor:

Torsten George, Global Account Manager bei Eon



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