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Textiles Know-how für zahlreiche Branchen: ADD-Textilkonferenz stellt Anwenderlösungen in den Mittelpunkt

Textiles Know-how für zahlreiche Branchen
ADD-Textilkonferenz mit Anwenderlösungen im Mittelpunkt

ADD-Textilkonferenz mit Anwenderlösungen im Mittelpunkt
Induktive Erwärmung von Carbonfaserabfällen garantiert einen effizienten Abtrag des Faserschutzes als Voraussetzung für Recycling und Wiederverwertung des Materials.
Bild: STFI

Die facettenreiche Welt der technischen Textilen bietet immer mehr Lösungsansätze für mittelständische Innovationen. Ob Carbonbeton, medizintechnische Geräte oder interaktive Smart Textiles für Bekleidung, Sport oder auch in der digitalisierten Industrie an der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine: Die Textilbranche bietet gerade in den aktuell angespannten Zeiten mit Blick auf den Klimawandel oder zu den Stichworten Energieeffizienz, Gewichtseinsparung, neue Materialien oder Recycling vielfältige Zukunftsimpulse.

Vor diesem Hintergrund will die ADD (Aachen-Dresden-Denkendorf International Textile Conference) Anfang Dezember nicht nur Diskussionsplattform zu neuen Entwicklungen, sondern auch Angebotsbörse für textile Neuerungen sein.

„Wir erwarten mehrere Hundert Gäste, darunter Wissenschaftler sowie Geschäftsführer und Innovationsverantwortliche aus der Industrie, die bei uns die neuesten Entwicklungen aus erster Hand erfahren und das textile ‚Gras wachsen‘“ hören können“, sagt Prof. Dr. Andreas Herrmann, stellvertretender Wissenschaftlicher Direktor des gastgebenden DWI – Leibniz-Instituts für Interaktive Materialien in Aachen.

Mehr als 60 Vorträge und Präsentationen, darunter zahlreiche aus den Partnerländern der Konferenz Schweden und Finnland, unterstreichen die essentielle Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit für Textil, so Herrmann.

Induktion hilft bei Carbonfaser-Resteverwertung

Digitalisierung, Künstliche Intelligenz (KI) und Robotik könnten schon in absehbarer Zeit diesen strategischen Anspruch mit hoher Effizienz unterstützen, wie zwei sehr unterschiedliche neue Lösungsansätze aus dem oberfränkischen Rehau sowie von der FH Aachen zeigen.

Auf der ADD wird Nomaco-Geschäftsführer Karsten Pelz einen durch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) geförderten, in Zusammenarbeit u. a. mit Chemnitzer Wissenschaftseinrichtungen entwickelten Technologieansatz zur induktiven Aufarbeitung hochwertiger Carbonfaser-Reste vorstellen.

Techtextil 2022 bringt Intelligenz ins Auto

Das beim Sächsischen Textilforschungsinstitut Chemnitz (STFI) bereits im Prototypmaßstab eingesetzte Verfahren könnte seiner auf die Kombination von Textilmaschinen ausgerichteten Firma ein ergänzendes Standbein bescheren, während Faser- und Vliesstoffhersteller und -verarbeiter mit solchen Zusatzanlagen deutlich zur Materialausnutzung mit hohem Nachhaltigkeitsfaktor beitragen könnten, so Firmenchef Pelz.

Herzstück der Technologie ist eine Induktionsspule mit einer Arbeitsbreite von 30 cm, die trockene Abfälle innerhalb kurzer Zeit (Energieeinsparung) von innen her auf +400 °C aufheizt, sodass die Beschichtung mit Faserschutz und Bindemitteln (Schlichte) als Voraussetzung für die Weiterverarbeitung vollständig abgebaut wird. Deutschlandweit fallen jährlich bis zu 20.000 t Carbonfasermüll an; der Schlichteanteil liegt bei bis zu 3 Gew.-%.

Auch bei KI entscheidet der Mitarbeiter

Robotik-Spezialist Prof. Dr. Alexander Ferrein aus Aachen will im Interesse der Textilindustrie mit KI und Robotik-Forschung die Arbeitswelten von morgen so gestalten, dass der Mensch weiterhin als Entscheidungsträger einen unabdingbaren Platz, in den von Bits und Bytes dominierten Tätigkeitsfeldern erhält.

Dabei setzt sein Team beispielsweise bei der Qualitätskontrolle, der Ressourcenplanung oder der 4.0-Wartung von Maschinen und Anlagen auf die kollaborative Zusammenarbeit zwischen Mensch und Technik. Er stellt in Aachen das Kompetenzzentrum WIRKsam vor, das die Arbeitsgestaltung mit Künstlicher Intelligenz und den wirtschaftlichen Wandel in der rheinischen Textil- und Kohleregion befördern will.

Revolutionäre Textilien durch atomare Beschichtung

Im Überblick:

Was: Aachen-Dresden-Denkendorf International Textile Conference
Wann/wo: 1. und 2. Dezember 2022, Eurogress Aachen
www: aachen-dresden-denkendorf.de/itc/
Kontakt: Dr. Janine Hillmer, DWI – Leibniz-Institut für Interaktive Materialien, E-Mail: additc2022@dwi.rwth-aachen.de (bec)

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