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Aktuelle Ergebnisse des Energieeffizienz-Index der Uni Stuttgart

Noch ambitioniertere Klimaziele für 2030
Aktuelle Ergebnisse des Energieeffizienz-Index der Uni Stuttgart

Das Institut für Energieeffizienz in der Produktion EEP der Universität Stuttgart erhebt halbjährlich aktuelle und geplante Maßnahmen und Ziele der deutschen Industrie in Sachen Energieeffizienz. Die Wintererhebung 2020/2021 des Energieeffizienz-Index (EEI) zeigt einen erneuten Anstieg der Bedeutung von Energieeffizienz in der deutschen Industrie. Es zeichnet sich ab, dass die Corona-Pandemie keinen dauerhaften negativen Effekt hat, denn die Unternehmen setzen sich nun noch ambitioniertere Klimaziele für 2030 als bisher. Der EEI wird in Zusammenarbeit mit der Deutschen Energie-Agentur (Dena), dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), dem Fraunhofer IPA, dem TÜV Rheinland sowie weiteren Partnern erstellt. Mehr als 880 Unternehmen aus über 20 Branchen nahmen dieses Mal an der halbjährlichen Erhebung des EEI mit immer wechselnden Sonderfragen teil.

Beeinflusst die Corona-Pandemie die Energieeffizienz-Strategie?

Unter anderem beschäftigten sich die Sonderfragen der aktuellen Erhebung damit, ob und wie die Corona-Pandemie die Energieeffizienz-Strategie der Unternehmen beeinflusst.

  • 40 % der befragten Unternehmen gaben an, dass das Coronavirus keinerlei Einfluss auf ihre Energieeffizienzstrategie hat und sie weiter an der bestehenden Strategie festhalten.
  • Weitere 40 % gaben an, dass sie ihre Maßnahmen vorgezogen oder sogar ausgeweitet haben.
  • Während im Sommer noch knapp 40 % der Unternehmen angaben, ihre Energieeffizienz-Maßnahmen verzögern oder reduzieren zu müssen, traf dies in der aktuellen Erhebung nur noch auf 20 % der Unternehmen zu.

Welche Aspekte werden fokussiert?

Im vergangenen Herbst hat die Europäische Kommission die Klimaneutralitätsziele für 2050 um noch ambitioniertere Zwischenziele bis 2030 ergänzt. Im Rahmen der EEP-Erhebung sollte die Frage geklärt werden, auf welchen oder welche Aspekte Unternehmen ihre Optimierungsstrategie hin ausrichten.

  • Am häufigsten wurde in der Erhebung die Optimierung des Energiebedarfs genannt (30 %).
  • Ein weiteres Viertel der Antworten entfielen auf CO2– Reduktion.J
  • Jeweils 18 % gaben an, sich an der Reduzierung aller Treibhausgas-Emissionen sowie aller Umweltauswirkungen zu orientieren.
  • 5 % gaben an, keine Optimierungsgröße zu haben.

Die teilnehmenden Unternehmen nannten am häufigsten die Kombination aus Optimierung von Energiebedarf und Treibhausgasemissionen als Strategie.

Die aus dem Energieeffizienz-Index ersichtlichen Zielvorgaben der Unternehmen

Die teilnehmenden deutschen produzierenden Unternehmen haben sich für das Jahr 2030 substantielle Ziele für die zuvor genannten Optimierungsgrößen gesetzt: im Schnitt wird angestrebt, bis 2030 circa 26 % der Emissionen gegenüber 2019 einzusparen. Das sind 5 %-Punkte mehr als bei der letzten Erhebung für 2025 angestrebt.

Anlässlich der Einführung des nationalen CO2-Preises im Januar 2021 und des Anstiegs des europäischen ETS-Preises wurde auch die Frage beleuchtet, ob den Unternehmen die eigenen energiebedingten Emissionen bekannt sind. Das war lediglich bei der Hälfte der Unternehmen der Fall. Bei der Befähigung der Unternehmen, diese Emissionen zu bestimmen, besteht akuter Nachholbedarf. Der jüngst veröffentlichte CO2-Preisrechner für Unternehmen der IHK könnte hier Abhilfe schaffen. (eve)

Kontakt:

Universität Stuttgart
Postfach 10 60 37
70049 Stuttgart
Telefon: +49 711 685–0
Fax: +49 711 685–82271
www.eep.uni.stuttgart.de

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