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Analysesystem ermöglicht Untersuchung von antiviralen Oberflächen

Nachweissystem des Fraunhofer IFAM
Analysesystem ermöglicht Untersuchung von antiviralen Oberflächen

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Prüfung der Wirksamkeit antiviraler Oberflächen mittels quantitativer Real-Time PCRAnalytik (qPCR) am Fraunhofer IFAM. Bild: Fraunhofer IFAM
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In materialwissenschaftlich und biologisch ausgerichteten Forschungsprojekten untersucht das Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung IFAM die Wirkung funktionalisierter Oberflächen und Behandlungsverfahren bei verschiedenen Materialen auf die Überlebenszeit von Viren. Die Bewertung erfolgt mittels RealTime PCR-Tests. Interessant ist das Nachweissystem auch für

Materialentwickler aus der Industrie, die ihre Produkte hinsichtlich antiviraler Wirksamkeit optimieren möchten, so die Forscher.

Wie lange die Viren auch ohne Wirtszelle überlebensfähig sind, hängt von vielen Faktoren ab. Hierauf haben vor allem die Umgebungstemperatur, die Luftfeuchtigkeit, UV-Strahlung sowie die Materialzusammensetzung und Eigenschaften einer Oberfläche einen signifikanten Einfluss. Das Ziel der Forschungsvorhaben am Fraunhofer IFAM ist es, das Ansteckungsrisiko durch Kontaktinfektionen von Alltagsmaterialien zu verringern. Zuverlässige, schnelle und präzise Testverfahren sind daher wesentlich für die Entwicklung von antimikrobiellen Oberflächen. Das Fraunhofer IFAM setzt hierbei eine quantitative Echtzeit-PCR (real-time PCR analysis) ein.

Die qPCR ist eine

Vervielfältigungsmethode für Nukleinsäuren, die auf dem Prinzip der herkömmlichen

Polymerase-Kettenreaktion (PCR) beruht und zusätzlich eine Quantifizierung der

gewonnenen Nukleinsäuren ermöglicht. Die Quantifizierung der untersuchten Proben

wird mittels Fluoreszenzmessungen durchgeführt, die während eines PCR-Zyklus in

Echtzeit erfasst werden. Die Fluoreszenz nimmt proportional mit der Menge der PCRProdukte zu. Dies erlaubt es, die Effizienz der getesteten Oberflächen absolut und

relativ zu vergleichen.

Für die Laborarbeit mit Viren existieren aus gutem Grund strenge Sicherheitsbestimmungen. Eingesetzt werden daher Modellviren, welche aufgrund ihrer Struktur, Umweltstabilität und Desinfizierbarkeit vergleichbar, aber nicht

humanpathogen sind. Zur Durchführung der Arbeiten verfügt das Fraunhofer IFAM

über ein biologisches Labor der Sicherheitsstufe 2.

Kontakt:

Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM
Wiener Str. 12
28359 Bremen

Tel.: +49 4212246–0
www.ifam.fraunhofer.de

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