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Maschinenbau erholt sich

Maschinen- und Anlagenbau
Auftragsbücher füllen sich

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„Wir haben an unseren Belegschaften festgehalten“, betont der baden-württembergische VDMA-Vorsitzende Dr. Mathias Kammüller. Aber dennoch: „Wir erleben in vielen maschinenbaurelevanten Berufen einen zweistelligen Rückgang an Bewerberinnen und Bewerbern.“ Bild: VDMA

Der VDMA berichtet von einer zunehmend verbesserten Auftragslage im deutschen Maschinen- und Anlagenbau aufgrund der globalen Konjunkturerholung. Der Verband zitiert die vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes, wonach im März die Maschinenexporte um 13,1 % im Vorjahresvergleich stiegen. Das Exportvolumen ging im ersten Quartal damit nur um 0,8 % auf 42,4 Mrd. Euro zurück.

Zweistellige Zuwächse beim Export

„Der starke Zuwachs im März ist teilweise auf eine niedrigere Vergleichsbasis zurückzuführen“, gab VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers zu bedenken. Insbesondere der Export in die wichtigen EU-Partnerländer Italien und Frankreich sei im Vorjahr schon stark rückläufig gewesen. Doch der beschleunigte Auftragseingang speziell aus dem Ausland mache sich deutlich in den Exportzahlen bemerkbar. „Wir gehen davon aus, dass wir auch in den kommenden Monaten zweistellige Wachstumsraten beim Export verzeichnen werden“, so Wiechers.

Plus von 28 % beim Auftragseingang im Südwesten

Dies deckt sich mit den VDMA-Berichten aus dem Maschinenbau-starken Baden-Württemberg. „Der Auftragseingang entwickelt sich positiv, zuletzt brachte der März einen Zuwachs von 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, sagte deren Vorsitzender Dr. Mathias Kammüller von Trumpf. Allerdings sei die Krise noch nicht überstanden. „Immerhin jeder dritte Betrieb spürt noch merkliche oder sogar gravierende Beeinträchtigungen durch Auftragseinbußen und Stornierungen.“ Doch jedes fünfte Unternehmen erwarte, dass die nachfrageseitigen Störungen bis zur Jahresmitte weiter abnehmen, 70 % erwarteten keine Veränderungen.

Umsatzrückgang in Baden Württemberg um 9 %  in 2020

Der Umsatz im baden-württembergischen Maschinen- und Anlagenbau verzeichnete 2020 einen Rückgang von 9 % gegenüber Vorjahr. Dies stellt zwar den tiefsten Einschnitt seit der Finanz- und Wirtschaftskrise dar, das Minus fällt jedoch moderater aus als der Verband zur Mitte vergangenen Jahres befürchtete.

„Trotz der beispiellosen Situation haben die Unternehmen ihre Produktions- und Serviceleistungen aufrechterhalten. Bei den Aufträgen erlebten wir ein insgesamt starkes viertes Quartal 2020“, begründete Kammüller das Ergebnis. Der Verband der Maschinenbauer im Südwesten hält es bei weiter guten Bedingungen inklusive gelockerten Reiseeinschränkungen für möglich, dass die Erholung bald erreicht ist. Die positiven Entwicklungen könnten „in vielen Betrieben bereits 2022 für ein Umsatzniveau auf Vorkrisenniveau sorgen“, hieß es in einer aktuellen Mitteilung des VDMA BaWü.

China wieder auf Platz 1 bei Exporten

China besetzt deutschlandweit wieder den ersten Platz bei den Exporten. Nach dem Bericht des VDMA konnten die Ausfuhren nach China im ersten Quartal um 20,3 % auf 4,9 Mrd. Euro zulegen. In die Vereinigten Staaten lieferten die Unternehmen hingegen Maschinen im Wert von 4,7 Mrd. Euro – 6,8 % weniger als noch vor einem Jahr. Damit rückte China nach über sechs Jahren wieder auf Platz 1 der wichtigsten Absatzmärkte für die Hersteller von Maschinen- und Anlagen aus Deutschland.

Biden-Maßnahmen zeigen Wirkung

Doch auch aus den USA kommen positive Signale, ergänzt Chefvolkswirt Dr. Wiechers. „Die diversen Konjunkturprogramme der Biden Administration zeigen Wirkung. Ob China seinen Vorsprung als nun größter Auslandsmarkt gegenüber den USA im Jahresverlauf halten kann, bleibt abzuwarten.“

Die Ausfuhren in die EU-27 betrugen im ersten Quartal wertmäßig 18,5 Mrd. Euro und lagen damit 2,4 % unter dem Vorjahresniveau. Nach Frankreich, der Nummer Drei im Exportranking, lieferten die Unternehmen Maschinen im Wert von 3,0 Mrd. Euro (plus 4,7 %). Im Exportgeschäft mit Italien verbuchten die Exporteure ein Plus von 9,7 % auf 1,9 Mrd. Euro. Damit verzeichnete Italien den zweithöchsten Zuwachs hinter China.

Türkei wächst weiter entgegen dem Trend

Die Maschinenexporte in die Türkei sind bereits im Corona-Krisenjahr entgegen dem allgemeinen Trend gestiegen. Mit einem Wachstum von 17,7 % auf knapp unter 1 Mrd. Euro im ersten Quartal knüpften die Maschinenexporte aus Deutschland an die positive Entwicklung aus dem Vorjahr an. (os)

Kontakt:
VDMA e. V.
Lyoner Str. 18
60528 Frankfurt
Tel.: +49 696603-0
www.vdma.org

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