Wittmann Battenfeld: ab 2010 auch Gross-Spritzgiessmaschinen

Battenfeld erklimmt erneut die Zukunft

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Nach Übernahme durch Peripherie-Anbieter Wittmann hat Spritzgießmaschinenhersteller Battenfeld ehrgeizige Wachstumspläne. Erste Produktneuheiten sind vorgestellt, ab 2010 soll es wieder Großmaschinen geben.

Die diesjährigen „Kompetenz-Tage“ in Kottingbrunn nutzte Battenfeld, um sich an der Seite des neuen Eigentümers mit exzellenten Zukunftsaussichten zu präsentieren. Der Spritzgießmaschinenbauer wurde am 1. April von dem Wiener Familienunternehmen Wittmann Kunststoffgeräte GmbH, einem führenden Peripherie- und Automationstechnikanbieter, übernommen und firmiert nun als Wittmann Battenfeld GmbH. „Wir freuen uns, dass wir ein gut laufendes Unternehmen kaufen konnten“, erklärte Dr. Werner Wittmann in Kottingbrunn. Seine so neu positionerte Wittmann-Gruppe sieht er nun als Gesamtanbieter einer „integrierten Spritzgießtechnologie“ – eine Entwicklung, die sein Unternehmen ohnehin hätte in Angriff nehmen müssen, wie er sagt. Der Zusammenschluss biete die Chance, gemeinsam zukunftsträchtige Systementwicklungen zu betreiben. Vorausgegangen war ein Übernahme-Krimi. Nachdem der vorige Eigentümer, ein Finanzinvestor, nicht investierte und statt dessen den Verkauf an eine Noname-Firma initiierte, ebnete Battenfeld-Geschäftsführer Georg Tinschert die Bahn für die Unternehmens-Rettung durch eine rechtzeitige Insolvenz-Anmeldung und eine gezielte Informationspolitik. Das Land Niederösterreich leistete eine Bürgschaft.

Inzwischen sind bereits erste Synergien genutzt. Auf den Kompetenz-Tagen präsentierte Wittmann Battenfeld neue Produkte und konkrete Wachstumspläne. Beispielsweise ersetzen die Servo-Roboter der Wittmann-Serie W 700 die Battenfeld-Roboter. Die Vertriebs- und Servicenetze wurden harmonisiert, so dass die Kottingbrunner von der globalen Dimension des Wittmann-Netzes profitieren. „Wir können nun alles aus einer Hand anbieten“, sagt Tinschert. Neben anderen Produktneuheiten stellte der Spritzgießmaschinenbauer eine schnelllaufende Variante seiner Kniehebel-Serie für 160 bis 450 t Schließkraft vor, für die Wittmann die erforderlichen Werkzeuge, Einlege- und Entnahmeautomatisierung aus eigener Produktion liefern kann. Die Reihe ist für Inmould-Labeling und dünnwandige Applikationen bestimmt.
In den nächsten drei Jahren will Wittmann Battenfeld den Umsatz verdoppeln durch den Verkauf von 1500 statt bisher 800 Anlagen (derzeit liegt der Umsatz bei 110 Mio. Euro). Ab 2010 sollen erneut Großmaschinen mit Schließkräften zwischen 500 und 1600 t Schließkraft angeboten werden. Entwickelt wird eine kompakte 2-Platten-Schließeinheit. Außerdem ist die Neukonzeption einer modularen vollelektrischen Baureihe für Schließkräfte zwischen 30 und 300 t bis 2009 geplant, die das bisherige Programm ersetzt. Auch das renommierte Mikrosystemtechnik-Programm soll komplett überarbeitet werden. Schon zur Fakuma wollen die Österreicher die Wittmann-Roboter in ihre eigene Maschinensteuerung integriert haben.
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