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China: Industrieroboter-Absatz steigt 2020 um 19 %

Roboter-Absatz steigt um 19 %
China führt wirtschaftliche Erholung an

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167.000 Industrieroboter wurden in China 2020 ausgeliefert. Fast drei Viertel davon stammten von ausländischen Anbietern. Bild: Kuka

Die Zahl der verkauften Industrieroboter in China ist im Pandemiejahr 2020 um 19 % gestiegen. Das berichtet die International Federation of Robotics (IFR) mit den vorläufigen Zahlen für World Robotics 2021. „Der Ausblick für die Robotikindustrie ist optimistisch“, kommentiert Milton Guerry diese Bilanz, Präsident der International Federation of Robotics. „In China, wo der Coronavirus-Lockdown als erstes in Kraft trat, startete die wirtschaftlichen Erholung der Robotikindustrie bereits wieder im Jahr 2020. Insgesamt wurden 167.000 Industrieroboter ausgeliefert.“

Vor allem japanische Anbieter profitieren

Der dynamische Markt in China wirkt sich auch deutlich positiv auf die Konjunktur ausländischer Anbieter aus. Mit einem Absatzplus von 24 % verkauften ausländische Unternehmen 123.000 Industrieroboter. Japanische Firmen verzeichnen dabei einen dominanten Marktanteil. Chinesische Anbieter lieferten 44.000 Einheiten in ihren Heimatmarkt. Das entspricht einem Plus von 8 % im Vergleich zu 2019.

Weltweit, Nordamerika und Europa

Weltweit gingen die Roboterinstallationen 2020 – insbesondere unter dem Einfluss der Corona-Pandemie – um 2 % zurück. Das Ergebnis fiel damit moderater aus als erwartet. Für das Jahr 2021 prognostiziert die OECD ein globales BIP-Wachstum von 5,5 % im Jahr 2021 und 4 % im Jahr 2022. Allerdings ist die Situation in den verschiedenen Volkswirtschaften uneinheitlich, teilt die IFR mit.

Die Auftragseingänge der Robotikindustrie lassen 2021 ein starkes Wachstum für Nordamerika und Europa erwarten. Die Auftragsbücher in den USA füllen sich bereits schnell. In Deutschland zeigt die Prognose eine starke Erholung für das laufende Jahr und signalisiert eine Trendwende für die Branche. Noch bessere Umsatzzahlen lassen sich erreichen, wenn die aktuellen Lieferengpässe bei Schlüsselkomponenten schnell überwunden werden können.

Industrieroboter verkleinern CO2-Fussabdruck

Zudem sorgt der globale Weg hin zur Klimaneutralität für Neugeschäft, beobachtet die IFR: Um die ehrgeizigen Klimaziele zu erreichen, haben die Volkswirtschaften begonnen, erneuerbare Energien und Umwelttechnologien in nie dagewesener Dimension zu skalieren. Robotik und Automatisierung ermöglichen es Unternehmen aller Größenordnungen, die benötigten Komponenten zu produzieren. Dazu zählen beispielsweise Brennstoffzellen für wasserstoffbetriebene Autos, Batterien für den Transportsektor oder Solarzellen im Energiesegment. Eine neue Generation einfach zu bedienender Robotik hilft dabei, die Fertigung zu wettbewerbsfähigen Kosten näher an die regionalen Märkte zu bringen.

„Die Robotik hat bewiesen, dass sie eine schnelle Anpassung der Produktion möglich macht und flexibel auf Nachfrageänderungen sowie kleinere Losgrößen reagiert“, sagt Milton Guerry. „Die Vorteile der erhöhten Produktivität sichern Arbeitsplätze und halten Unternehmen wettbewerbsfähig.“ (os)

IFR International Federation of Robotics
c/o VDMA Robotik + Automation
Lyoner Str. 18
D-60528 Frankfurt/Main
Tel.: +49 69 6603–1697
www.ifr.org

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