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Elektroindustrie für 2018 optimistisch

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Elektroindustrie für 2018 optimistisch

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Die deutsche Elektroindustrie freut sich über gute Geschäfte. Sorge bereiten Handelsbeschränkungen und Fachkräftemangel. Bild: industrieblick/Fotolia
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Deutliche Zuwächse bei Produktion, Umsatz und Auftragseingängen im Januar und Februar lassen die Elektroindustrie optimistisch ins Jahr 2018 blicken. Die sehr gute Geschäftsentwicklung des vergangenen Rekordjahres habe sich weiter beschleunigt, erklärte ZVEI-Präsident Michael Ziesemer. An der eher konservativen Prognose von 3 % realem Produktionswachstum vom Jahresanfang halte der Verband der Elektroindustrie dennoch fest. Wachsende Handelskonflikte, insbesondere zwischen den USA und China – den größten Absatzmärkten der deutsche Elektroindustrie –, sind ein unkalkulierbares Risiko für die Weltwirtschaft.“ Das Elektrohandelsvolumen mit beiden Ländern betrug 2017 zusammengenommen 95 Mrd. Euro und damit knapp die Hälfte des Handelsvolumens mit allen Ländern Europas. „Die potenziellen Auswirkungen eines Handelskriegs können uns nicht kaltlassen“, zeigt sich Ziesemer besorgt. „Unsere Unternehmen würden die Folgen schnell zu spüren bekommen.“ An die Bundesregierung appelliert er, alles daran zu setzen, dass die liberale, regelbasierte Welthandelsordnung aufrechterhalten wird.

2017 stiegen die nominalen Erlöse, die auch Dienstleistungen und Software einschließen, auf einen neuen Höchststand von 192 Mrd. Euro. Für 2018 rechnet der ZVEI mit einer Steigerung um 5 Mrd. auf 197 Mrd. Euro. Die Branche beschäftigt derzeit 872 000 Menschen im Inland. Im vergangenen Jahr wurden 21 000 Arbeitsplätze neu geschaffen.

Elektroindustrie treibt Industrie 4.0 voran

Die Hannover Messe 2018 zeige eindrücklich, welche Entwicklungssprünge die digitale Transformation auslöst. Künstliche Intelligenz, neue Formen der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine, der neue Kommunikationsstandard 5G, datenbasierte Geschäftsmodelle und das Thema Cybersicherheit: Die Elektroindustrie treibe die Digitalisierung und Vernetzung auf allen Feldern weiter voran, betonte Ziesemer. „Das Veränderungstempo ist hoch, die Politik darf jetzt nicht den Anschluss verlieren. Im Pflichtenheft der Bundesregierung müssen der Aufbau einer wettbewerbsfähigen digitalen Infrastruktur und die überfällige steuerliche Forschungsförderung höchste Priorität einnehmen.“

Immer mehr Anlass zur Sorge bereitet den Betrieben der Fachkräftemangel gerade in den hoch qualifizierten MINT-Berufsgruppen, die für die Elektroindustrie besonders wichtig sind. Rund 60 % der Belegschaften verfügen über eine solche Qualifikation. Fast alle Mitgliedsunternehmen haben laut ZVEI Schwierigkeiten, ihre MINT-Bedarfe über den deutschen Arbeitsmarkt zu decken. Gesucht werden vor allem Informatiker, Software-Entwickler und Elektroingenieure. Für jede dritte akademische Stelle mit MINT-Hintergrund werden bis zu sechs Monate benötigt, um sie zu besetzen. „Der Fachkräftemangel ist gravierend und wirkt sich negativ auf die Wachstumschancen der Unternehmen aus“, erklärt Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung. „Der Erwerb digitaler Kompetenz muss endlich zum festen Bestandteil des Bildungskanons in Deutschland werden.“

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