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Elring-Klinger erfolgreich mit Brennstoffzellentechnologie

Automobilzulieferer
Elring-Klinger erfolgreich mit Brennstoffzellen

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Dr. Stefan Wolf der Vorstandsvorsitzende der Elring-Klinger AG: „Die Auswirkungen der Pandemie waren 2020 in allen Regionen zu spüren. Wir konnten sie aber vergleichsweise gut abfedern und haben wesentliche Konzernkennzahlen verbessern können: Trotz des Umsatzrückgangs lag das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Vorjahresniveau.“ Bild: Elring-Klinger AG
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Die Elring-Klinger AG hat die finalen Zahlen für das von der Coronavirus-Pandemie gekennzeichnete Geschäftsjahr 2020 vorgelegt. Die Umsatzerlöse des Konzerns gingen um 246,6 Mio. Euro oder 14,3 Prozent auf 1480,4 Mio. Euro (2019: 1727,0 Mio. Euro) zurück. Ohne Währungs- und Akquisitionseffekte belief sich der Rückgang auf 11,7 Prozent. Damit hat der Konzern seine Erwartung erfüllt, sich 2020 im Umsatz organisch leicht besser als der Markt (Automobilproduktion ging um 16,2 Prozent zurück) zu entwickeln.

Region Asien-Pazifik

Die Pandemie äußerte sich in der Region Asien-Pazifik im ersten Quartal 2020 unterschiedlich. Zwar wurden die Neujahrsferien in China verlängert und Werke geschlossen, doch in anderen Teilen Asiens waren zunächst nur geringe Auswirkungen zu spüren. China erholte sich im weiteren Jahresverlauf schnell vom ersten Quartal, während andere Teile Asiens von der Pandemie beeinträchtigt wurden. Insgesamt ging der Umsatz des Konzerns in dieser Region um 30,2 Mio. Euro oder 9,7 Prozent auf 279,8 Mio. Euro (2019: 310,0 Mio. Euro) zurück.

Europa und Nordamerika

Europa war erst ab Mitte März von Lockdown-Maßnahmen betroffen aber die Konjunktur in Europa erholte sich nicht so schnell wie in China. Insgesamt erzielte der Konzern in Europa währungsbereinigt einen Umsatz von 785,2 Mio. Euro (2019: 889,2 Mio. Euro), was einem Minus um 104,0 Mio. Euro oder 11,7 Prozent entspricht. Stärker fiel der Rückgang in Nordamerika aus. Hier nahm der Umsatz mit 384,9 Mio. Euro (2019: 450,9 Mio. Euro) währungsbereinigt um 66,0 Mio. Euro oder 14,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr ab.

„Die Auswirkungen der Pandemie waren 2020 in allen Regionen zu spüren“, sagt Dr. Stefan Wolf, Vorstandsvorsitzende der Elring-Klinger AG. „Wir konnten sie aber vergleichsweise gut abfedern und haben wesentliche Konzernkennzahlen verbessern können: Trotz des Umsatzrückgangs lag das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Vorjahresniveau. Das Net Working Capital haben wir weiter optimiert. Auch dadurch konnten wir zum zweiten Mal in Folge einen operativen Free Cashflow im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich erzielen und die Nettoverschuldung weiter deutlich reduzieren. Das zeigt, dass wir mit unserem globalen Effizienzsteigerungsprogramm voll auf Kurs sind.“

Effizienzsteigerungsprogramm spart Kosten

Das Effizienzsteigerungsprogramm wurde 2019 erfolgreich implementiert und im abgelaufenen Jahr fortgesetzt. Die Maßnahmen zielten unter anderem darauf ab, Kosten für Sonderfrachten und Zusatzschichten durch Prozessoptimierungen, Personalschulungen und Beseitigung von Ineffizienzen in Verwaltung wie auch Produktion zu vermeiden. Zudem wurde 2020 sowohl die Material- als auch die Personalaufwandsquote gezielt gesenkt. Mit diesen Ergebnisverbesserungen konnte der Konzern die Ergebniseffekte des pandemiebedingten Nachfragerückgangs teilweise auffangen.

EBIT bei rund 28 Mio. Euro

Insgeamt lag das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Geschäftsjahr 2020 mit 27,7 Mio. Euro und einer Marge von 1,9 Prozent wie zuvor erwartet erkennbar unter dem Vorjahresniveau von 61,2 Mio. Euro bzw. 3,5 Prozent. Unrealisierte Währungsverluste und Verluste aus assoziierten Unternehmen führten zu einem geringeren Finanzergebnis, gegenläufig nahmen die Ertragsteuern um 10,2 Mio. Euro auf 26,4 Mio. Euro (2019: 36,6 Mio. Euro) ab. Dadurch ergab sich 2020 ein den Aktionären zustehendes Jahresergebnis von –40,8 Mio. Euro (2019: 4,1 Mio. EUR). Dementsprechend lag auch das Ergebnis je Aktie mit –0,64 Euro deutlich unter dem Vorjahresniveau von 0,06 Euro.

Operativer Free Cashflow

Um den operativen Free Cashflow nachhaltig zu stärken, optimierte der Konzern im Rahmen des Maßnahmenpakets sein Nettoumlaufvermögen (Net Working Capital). Dazu wurden Forderungen gesenkt, Zahlungsziele ausgedehnt und Vorratsbestände aktiv gesteuert. Im Jahr 2020 erzielte der Konzern einen operativen Free Cashflow in Höhe von 164,7 Mio. Euro (2019: 175,8 Mio. Euro) und war dadurch in der Lage, seine Nettofinanzverbindlichkeiten weiter zurückzuführen. Diese wurden innerhalb von 21 Monaten um 337 Mio. Euro auf 458,8 Mio. Euro zum 31. Dezember 2020 (31.12.2019: 595,3 Mio. Euro) gesenkt. Zudem bewegt sich der Konzern mit einer robusten Eigenkapitalquote von 41,4 Prozent (2019: 41,5 Prozent) weiter innerhalb des langfristig anvisierten Spektrums von 40 bis 50 Prozent.

Weichenstellungen in der Brennstoffzellentechnologie

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Elring-Klinger darüber hinaus zwei wichtige Weichen für die Zukunft gestellt: Zum einen hat der Konzern eine strategische Partnerschaft mit Airbus geschlossen, um gemeinsam in den kommenden Jahren luftfahrttaugliche Brennstoffzellenstacks zu entwickeln und zu validieren. Elring-Klinger ermöglicht dazu den Technologiezugang und hat im Gegenzug im vierten Quartal 2020 einen Erlös in Höhe von 25 Mio. Euro erhalten. Airbus hatte sich nach umfangreicher Marktanalyse vor allem wegen der hohen Leistungsdichte der Brennstoffzellenstacks und der Industrialisierungskompetenz für Elring-Klinger als Partner entschieden.

Zum anderen hält Elring-Klinger den Mehrheitsanteil (60 Prozent) an EKPO Fuel Cell Technologies, einer gemeinsamen Gesellschaft mit Plastic Omnium. Ziel beider Partner ist es, den globalen Markt für Brennstoffzellenstacks und -komponenten zu erschließen.

Ausblick 2021

Angesichts der andauernden Pandemie und der Vielzahl an weiteren Einflussfaktoren ist das laufende Geschäftsjahr mit einem hohen Grad an Unsicherheit behaftet. Unter Berücksichtigung der Risiken und Chancen erwartet der Konzern für das Geschäftsjahr 2021 ein organisches Umsatzwachstum, das in etwa der Zuwachsrate der globalen Automobilproduktion entspricht. Diese schätzen Marktexperten derzeit auf rund 13 Prozent.

Das Effizienzsteigerungsprogramm wird 2021 in seinem dritten Jahr fortgesetzt. Wenn sich die globale Automobilproduktion wie erwartet entwickelt, geht der Konzern für das Geschäftsjahr 2021 von einer EBIT-Marge von rund 4 bis 5 Prozent aus.

Aussetzung der Dividende

Aufgrund der Ergebnissituation 2020 wird die Dividende für das Geschäftsjahr 2020 ausgesetzt. Mit dieser Entscheidung stärkt der Konzern auch die Innenfinanzierung für den weiteren Transformationsprozess.

Hauptversammlung virtuell

Angesichts des Infektionsgeschehens haben Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam beschlossen, die Hauptversammlung, die für den 18. Mai 2021 angesetzt ist, wie im vergangenen Jahr virtuell durchzuführen.

„Für uns hat die Gesundheit aller Beteiligten nach wie vor oberste Priorität“, sagt Dr. Wolf. „Derzeit steigen die Infektionszahlen wieder an, die Politik hat die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie erst wieder verlängert. Gleichzeitig hat die Impfkampagne noch nicht richtig Fahrt aufgenommen. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren haben wir uns zum Schutz der Gesundheit aller Beteiligten auch dieses Jahr für die virtuelle Durchführung der Hauptversammlung entschieden. Im Übrigen ist nicht davon auszugehen, dass eine Präsenz-Hauptversammlung von den zuständigen Behörden genehmigt würde.“ (fr)

ElringKlinger AG
Max-Eyth-Straße 2
72581 Dettingen/Erms
Tel.: +49 7123 724–0

info.de@elringklinger.com
www.elringklinger.de

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