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Energieeffizienz ist der Schlüssel zum Erfolg

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Energieeffizienz ist der Schlüssel zum Erfolg

Erneuerbare Energien, ihr effizienter Umgang sowie Speicherung und intelligente Verteilung sind die Kernelemente eines nachhaltigen Energiesystems Bild: Siemens
Das Energiekonzept der Bundesregierung soll in Kürze vom Kabinett beschlossen werden. Ungeachtet der geplanten Laufzeitverlängerung für die 17 deutschen Kernkraftwerke verlangt der Weg ins regenerative Zeitalter, dass die Energieversorgung frühzeitig umgestellt wird. Die Energieeffizienz gilt als Schlüssel dafür.

In ihrem Energiekonzept hat sich die Bundesregierung ein sehr ambitioniertes Ziel gesteckt: Demnach soll der Energieverbrauch in den nächsten zehn Jahren deutlich schneller sinken als in den vergangenen 20 Jahren.

Dass Energie sparen auch ohne zusätzliche Vorgaben oder bürokratische Regelungen von Seiten der Regierung ein Topthema ist und bleiben wird, zeigen auch die Anstrengungen der Industrie. So zeigt eine Befragung von 115 Umweltexperten aus Unternehmen durch das Institut der deutschen Wirtschaft Köln, dass fast 89 % der Betriebe im vergangenen Jahr Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz ergriffen haben.
Auch den längerfristigen Fahrplan stellt das Energiekonzept der Regierung auf: Während die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 % sinken sollen, veranschlagt der Richtwert bis 2050 mindestens 80 %. Sonne, Wind und Biomasse sollen zur Jahrhundertmitte zu 80 % zur Stromversorgung beitragen. Derzeit sind es 16 %.
Um die Langfristprognose wissenschaftlich zu unterfüttern, haben die Forschungsinstitute Prognos aus Basel, das EWI der Universität zu Köln und die Münsteraner GWS im Auftrag der Regierung acht Szenarien modelliert. In ihrem Gutachten bestätigen die Forscher, dass der Weg in das Zeitalter der erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2050 möglich und gangbar ist.
Bei alldem gilt die Energieeffizienz als Schlüssel zum Erfolg. Laut der gemeinsamen Erklärung des Bundeswirtschaftsministeriums und dem Bundesumweltministerium soll die effiziente Nutzung den gesamten Energieverbrauch bis 2050 halbieren.
Dabei entfällt auf eine Modernisierungsoffensive im Gebäudebereich der Löwenanteil. In ihren Szenarien gehen die Gutachter davon, so heißt es weiter, dass mit einer grundlegenden energetischen Sanierung des gesamten Gebäudebestandes der Energieverbrauch im Jahr 2050 um 80 % reduziert werden kann. Entscheidend zum Klimaschutz trägt eine verbesserte Effizienz bei Verbrauchern und in der produzierenden Wirtschaft bei: Durch entsprechende Maßnahmen soll der Stromverbrauch bis zur Mitte des Jahrhunderts um 25 bis 28 % sinken.
Deutlich weisen die Marktanalysten aber darauf hin, dass der totale Umbau der deutschen Energielandschaft erhebliche private und öffentliche Investitionen erfordert, um die Infrastruktur umzubauen. Diesen Kosten würden aber deutliche Entlastungseffekte durch den erheblich rückläufigen Energieverbrauch entgegenstehen. Hinzu kommt, dass die Umstellung zu einer nachhaltigen Energieversorgung auch die Basis für neue Arbeitsplätze ist.
Eine Studie des Karlsruher Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) hat errechnet, dass bis 2020 die Zahl der Beschäftigten im Greentech-Sektor nach den Klimaschutzbeschlüssen der Politik um etwa 380 000 steigen kann.
Die Fraunhofer-Forscher haben mit ihrer aktuellen Studie auch eine ökonomische Gesamtschau zu den Kosten- und Nutzenaspekten erneuerbarer Energien im deutschen Strom- und Wärmemarkt geliefert. Im Auftrag des Bundesumweltministeriums untersuchten sie, wer aufgrund des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) davon profitiert, dass mehr Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien erzeugt werden.
Der Zwischenbericht bestätigt: Die Förderung der erneuerbaren Energien kostet einiges. Rund 7,5 Mrd. Euro sind im Jahr 2008 für die systematischen Kosten wie etwa Strompreissubventionierung und Regelausgleichsenergie anzusetzen. Doch laut Gutachten steht dem ein Nutzen allein durch vermiedene Umweltschäden von 7,8 Mrd. Euro gegenüber.
Industrieanzeiger
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