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Hermle nochmals mit Umsatz- und Ergebnisplus

Werkzeugmachinen
Hermle nochmals mit Umsatz- und Ergebnisplus

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Das ausführliche, geprüfte Zahlenwerk zum Geschäftsjahr 2019 veröffentlicht Hermle Ende April 2020. Bild: Hermle
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Während der Auftragseingang schon spürbar zurück ging, konnte Hermle 2019 sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis nochmal zulegen.

Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG konnte ihren Konzernumsatz 2019 nach vorläufigen Berechnungen nochmals leicht auf rund 463 Mio. Euro (Vorjahr: 452,9 Mio. Euro) steigern. Dabei hat sich das Inlandsgeschäft gegenüber 2018 etwas besser und das Auslandsvolumen weitgehend stabil entwickelt. Die Basis für den guten Verlauf bildete der hohe Auftragsbestand aus dem Vorjahr. Beim Betriebsergebnis erzielte der schwäbische Werkzeugmaschinenhersteller laut dem noch ungeprüften Jahresabschluss konzernweit ebenfalls ein leichtes Plus auf circa 114 Mio. Euro (Vorjahr: 111,7 Mio. Euro).

Orders aus dem Ausland legten leicht zu

Der Auftragseingang des Konzerns lag im abgelaufenen Geschäftsjahr mit rund 414 Mio. Euro erwartungsgemäß spürbar unter dem Vergleichswert von 2018 (475,9 Mio. Euro). Während sich die neuen Bestellungen aus dem Ausland 2019 leicht über dem Vorjahresniveau bewegten, gab es im Inland, wo Hermle 2018 kräftige Steigerungen erzielt hatte, ein deutliches Minus. Der Nachfragerückgang setzte zwar später und langsamer ein als prognostiziert, intensivierte sich im Jahresverlauf und insbesondere im vierten Quartal jedoch erheblich. Der Auftragsbestand belief sich am 31. Dezember 2019 konzernweit auf rund 99 Mio. Euro (Vorjahr: 148,0 Mio. Euro).

Auf diese mehrfach angekündigte spürbare Abschwächung reagiert das Unternehmen bereits seit November mit einer Verringerung der Wochenarbeitszeit und produktionsfreien Tagen im Rahmen seines Konzepts des atmenden Unternehmens.

Corona belastet Geschäftsentwicklung deutlich

Seit Anfang des laufenden Jahres ist das konjunkturelle Umfeld zudem durch die Coronavirus-Epidemie beeinträchtigt. Auf Basis der bereits Ende 2019 eingetrübten Rahmenbedingungen sowie der Anfang März eingetretenen Zuspitzung der Corona-Krise rechnet Hermle 2020 mit deutlichen Belastungen für die Geschäftsentwicklung und einem Rückgang des Konzernumsatzes um bis zu etwa einem Drittel sowie einer hierzu überproportionalen Reduzierung des Betriebsergebnisses. Da sich Dauer und Ausmaß dieser Epidemie sowie die Maßnahmen der Politik zur Eindämmung der Krise und deren Erfolg schwer vorhersagen lassen, sind verlässliche Prognosen derzeit allerdings nicht möglich und auch eine schärfere Korrektur denkbar.

Gleitzeitkonten sind abgebaut

Aus aktuellem Kenntnisstand dürften etwa ab Ende April bei großen Teilen der Belegschaft die positiven Gleitzeitkonten auf null abgebaut sein und sich danach Kurzarbeit anschließen. Unabhängig davon wird Hermle die Produktion aufgrund der Unsicherheit im Umfeld, insbesondere im Warenverkehr, ab dem kommenden Montag (23. März 2020) bis Ostern stilllegen. Den Kunden steht das Unternehmen für Serviceleistungen und Ersatzteilversorgung sowie im Vertrieb aber unverändert zur Verfügung.

Reduzierte Dividende soll Eigenkapitalbasis stärken

Vor diesem Hintergrund empfiehlt der Vorstand dem Aufsichtsrat, der Hauptversammlung am 1. Juli 2020 die Ausschüttung einer unveränderten Basisdividende von 0,80 Euro je Stamm- und 0,85 Euro je Vorzugsaktie sowie eines auf 9,20 Euro verminderten Bonus (Vorjahr: 14,20 Euro) je Aktie vorzuschlagen. Ende April werden Vorstand und Aufsichtsrat die Situation erneut bewerten und den Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung festlegen, der abhängig von der weiteren Entwicklung der Corona Epidemie auch geringer als empfohlen ausfallen kann. Damit soll die solide Eigenkapitalbasis sowie die Innenfinanzierungskraft des Unternehmens gestärkt werden.

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