Sägetechnik

Kapazitäten erweitert und Prozesse digitalisiert

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Christian (li..) und Rolf Behringer sind mit und im Unternehmen groß geworden. Die Gründerenkel und Geschäftsführer investierten umfangreich, damit es „Fit für die Zukunft“ ist. Bild: Industrieanzeiger
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Der Sägenhersteller Behringer feierte kürzlich sein 100-jähriges Bestehen. Anlässlich der Feier zeigte das Untenehmen, wie es weiterhin erfolgreich bleiben will.

Seit August Behringer 1919 mitten im Dorfzentrum von Kirchardt eine kleine Schlosserei mit mechanischer Werkstatt gründete, erlebte das Unternehmen bewegte Zeiten. „Damals gab es hier im Ort noch nicht mal elektrischen Strom“, sagte Gründerenkel Rolf Behringer, der das Unternehmen heute zusammen mit seinem Cousin Christian Behringer führt, im Rahmen der Feierlichkeiten. Anfangs bewies August Behringer seine Vielseitigkeit mit dem Angebot von mit Handwerkstätigkeiten, der Reparatur von Motorrädern und Elektroinstallationen. Ab 1931 produzierte er landwirtschaftliche Maschinen und Pressen. Nach dem 2. Weltkrieg entwickelte der Tüftler seine erste Bügelsäge. Um flexibel auf Markanforderungen reagieren zu können, gründete er 1952 eine eigene Eisengießerei.

1962 übernahmen die Söhne Herbert und Wilhelm die Geschäftsleitung und bauten das Unternehmen zum international tätigen Sägemaschinenhersteller aus. 1988 löste Rolf Behringer seinen Vater Willi in der Geschäftsleitung ab, 2000 trat Christian die Nachfolge seines Vaters Herbert an.

Heute setzt das Familienunternehmen etwa 55 Mio Euro um und beschäftigt allein am Stammsitz in Kirchardt 365 Mitarbeiter. Die Exportquote liegt bei rund 60 %, die produzierten Maschinen werden in über 80 Länder geliefert. Traditionelle Werte, innovative Lösungen, solide Technik und hohe Fertigungstiefe kennzeichnen das Unternehmen.

Um auch künftig international erfolgreich agieren zu können, hat der Sägemaschinenhersteller im Jubiläumsjahr rund 15 Mio. Euro in die Fertigungsstandorte Kirchardt und Weilheim investiert. Zwei neue Montagehallen und die Erweiterung der Verwaltung vergrößern die zur Verfügung stehende Fläche um rund 6000 m2. Die Neubauten befinden sich in der Fertigstellung und sollen bald bezogen werden. Sie schaffen die Voraussetzungen, um eine Fließmontage im Bereich Handlingsysteme einzuführen und eine vollautomatisierte, integrierte Sägebohranlage für die eigene Produktion zu installieren, die auch als Anschauungsprojekt für Kunden dienen soll. Neben der Produktion erhalten auch die Entwicklung, die Projektierung sowie der Kundendienst und der Vertrieb mehr Platz.

Mit den neuen Prozessstrukturen wolle man ein Höchstmaß an Flexibilität in der Fertigung komplexer Stahlbauanlagen schaffen sowie die Produktionskapazitäten erweitern, um den steigenden Automationsbedarf decken und verstärkt Turn-Key-Lösungen anbieten zu können, sagte Christian Behringer.

Ein weiterer Schwerpunkt der Investitionen lag auf dem Vernetzen der Produktionsanlagen und dem Digitalisieren von Unternehmensprozessen über die hauseigene Behr-Connect-Plattform. Sie ist als Gateway angelegt, das beispielsweise Sägemaschinen, Bohr- und Transportanlagen verbindet und ermöglicht es, Daten aus dem Internet der Dinge (IoT) für umfangreiche Analysen zu nutzen. Über Zusatzmodule werden selbst verkettete Fertigungslinien über zahlreiche Bearbeitungsschritte gesteuert und optimiert. Die modulare Plattform, die mit Apps arbeitet,

  • erfasst Maschinen-, Betriebs- und Prozessdaten und macht diese nutzbar,
  • analysiert Daten und schafft damit die Möglichkeit, diese Informationen auszuwerten,
  • und sie gibt dem Anwender die Möglichkeit zur Überwachung, Prozessdokumentation und zeitnahen Einflussnahme auf die Produktionsprozesse.

Christian Behringer sagte: „Wir haben den Anspruch, nicht nur mit innovativen Sägen, sondern auch in der Automatisierung Vorreiter zu sein.“ Dazu sollen alle Prozesse vor, nach und im Umfeld der Säge, ein hohes Automatisierungspotenzial bieten. Um dieses Potenzial auszuschöpfen, entwickeln die Sägenspezialisten eigene Steuerungs- und Software-Lösungen. „Wir bieten alles aus einer Hand: Mechanik, Software sowie kundenspezifische Komponenten und Lösungen“, unterstreicht der Gründerenkel.

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