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Maschinenbauer in China ziehen für 2021 positive Bilanz

Herbstumfrage des VDMA unter Mitgliedsunternehmen in China
Maschinenbauer in China ziehen für 2021 positive Bilanz

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44 % der Maschinenbauer in China bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als gut. Bild: vegefox.com/stock.adobe.com

Das Geschäftsklima hat sich für die Maschinen- und Anlagenbauer in China im zweiten Halbjahr verschlechtert. Die Bilanz für das Gesamtjahr fällt aber immer noch positiv aus. Wie auch in Europa spürt die Branche den Mangel an Rohstoffen und Materialien auch in der Volksrepublik. Das sind Ergebnisse der Herbstumfrage des VDMA unter den in China ansässigen 850 Mitgliedsunternehmen.

44 % der befragten Unternehmen bewerten die aktuelle Geschäftslage als gut, 45 % als zufriedenstellend und 11 % stufen sie als schlecht ein. In der vorangegangenen Umfrage im Frühjahr 2021 berichteten noch 61 % von guten Geschäften und lediglich 4 % von schlechten Zahlen. Überdurchschnittlich positiv fallen aktuell die Einschätzungen für die Sektoren Elektrische Automation, Robotics und Automation sowie Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen aus.

Auftragseingänge der Maschinenbauer sind im zweiten Halbjahr rückläufig

44 % der befragten Unternehmen berichten, dass sich der aktuelle Auftragseingang über dem normalen Bereich befindet. Im Frühjahr waren es noch 55 %. „Das war abzusehen. Das hohe Niveau aus den ersten Monaten des Jahres ließ sich nicht halten“, kommentiert Claudia Barkowsky, Geschäftsführerin des VDMA in China. Die Aufträge aus dem Ausland, relevant für zwei Drittel der Unternehmen (68 %), haben dagegen leicht zugelegt.

Es stehen nur wenige Investitionsprojekte an

Die Kapazitätsauslastung in China erreichte im Frühjahr 2021 ihren bisherigen Höchststand, ist seitdem aber rückläufig. 49 % der Unternehmen berichten über eine über dem Normalwert liegende Auslastung, im Frühjahr waren es noch 64 %. Aktuell verzeichnen 37 % ein normales Niveau und 14 % der Betriebe waren unterausgelastet. „Viele Firmen haben die beiden Corona-Jahre genutzt, um ihre Produktionskapazitäten in China auszubauen und in die Zukunft zu investieren. So haben wir in diesem Jahr viele Firmenerweiterungen gesehen, das wird auch noch bis ins erste Halbjahr 2022 so weitergehen. Darüber hinaus stehen aber aktuell nicht mehr viele Investitionsprojekte an“, sagt Barkowsky.

Mangel an Rohstoffen und Materialien bremsen Geschäft aus

Mehr Unternehmen sehen sich mit Faktoren konfrontiert, die ihren Geschäftsbetrieb behindern. Waren es im Frühjahr nur 30 %, klagen nun 55 % über konkrete Bremsfaktoren. Allen voran steht der Mangel an Rohstoffen und Materialien, welcher sich in den vergangenen sechs Monaten verstärkt hat. 62 % der Unternehmen sehen sich hiervon betroffen, im Frühjahr waren es lediglich 44 %. Engpässe bei der Stromversorgung stellten für 32 % der Firmen eine Herausforderung dar. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind nach wie vor deutlich spürbar, werden aber nicht mehr so stark wahrgenommen wie noch vor sechs Monaten: der Wert fiel von 93 % auf 43 %. Dagegen zeichnet sich beim Personalmangel eine Verschärfung ab. Stellte dieser Faktor im Frühjahr nur für 14 % der Betriebe eine Herausforderung dar, sind es nun fast doppelt so viele (26 %).

Für 2022 Wachstum auf niedrigerem Niveau erwartet

Die Umsatzentwicklungen in China waren in diesem Jahr für viele Maschinen- und Anlagenbauer besser als ursprünglich erwartet. Im Frühjahr schätzten die Teilnehmer ihr Umsatzwachstum für 2021 im Durchschnitt auf 17 %, in der Herbstumfrage werden nun 22 % prognostiziert. Die Erwartungen für 2022 liegen mit plus 10 % deutlich darunter, sind aber immer noch auf gutem Niveau. „Die Aussichten für 2022 sind verhalten optimitisch. Die Unternehmen erwarten, dass es im Zuge der Olympischen Winterspiele im Februar zu Einschränkungen kommen wird. Dagegen ist Stromknappheit, die den Großteil der Unternehmen im Herbst noch vor große Herausforderungen gestellt hatte, aktuell kein Thema mehr“, sagt die VDMA-Expertin. (kk)

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Lyoner Straße 18
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