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Mayr begeht 125-jähriges Firmenjubiläum mit einem Festakt

Sicherheit und Zuverlässigkeit als Philosophie
Mayr begeht 125-jähriges Firmenjubiläum mit einem Festakt

„Im Allgäu verwurzelt und in der ganzen Welt zuhause“, so beschreibt Ferdinand Mayr, CEO und Geschäftsführender Gesellschafter gern das Familienunternehmen Mayr Antriebstechnik. Wie verankert der Betrieb als einer der wichtigsten Arbeitgeber in der Region ist, wurde beim großen Festakt zum 125-jährigen Firmenjubiläum deutlich. Geschäftsführer Günther Klinger begrüßte die zahlreichen Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im Festzelt. Sein besonderer Gruß galt neben allen Mayr-Niederlassungen und Vertretungen im Ausland vor allem der Belegschaft, die das Fundament des Unternehmens darstellt. Dabei freute er sich auch besonders über die anwesenden ehemaligen Mayr-Mitarbeitenden, „die Pionierarbeit geleistet haben“. Klingler sprach von einem stolzen Jubiläum, weil sich aus einer kleinen Mühlschreinerei ein krisenfestes, stabiles und international erfolgreiches Unternehmen entwickelt habe. Anschließend folgte ein digitaler Streifzug rund um den Globus, bei dem sich alle acht Mayr-Niederlassungen in Europa, Asien und in den USA präsentierten und ihre Glückwünsche überbrachten.

„Wer heute bei Mayr durch die Tür läuft, sieht ein Unternehmen, das im Hier und Jetzt lebt.“
– Karl Haeusgen, VDMA

Mayr Antriebstechnik ist ein Unternehmen dessen Geschäftsphilosophie und Produkte, nach eigenen Angaben, gleichermaßen für Sicherheit und Zuverlässigkeit stehen. Denn die Sicherheitsbremsen und Kupplungen aus Mauerstetten sind Komponenten, die in Maschinen und Anlagen zuverlässig den Schutz und die Sicherheit für Personen und auch Material gewährleisten. Komponenten also, die Bewegungen im Notfall präzise und blitzschnell unterbrechen, bis zum Stillstand abbremsen oder aber bestimmte Positionen millimetergenau halten. Auch Gastredner Karl Haeusgen, Präsident des VDMA, zeigte sich beeindruckt von der langen Geschichte des Familienunternehmens. Gleichzeitig betonte er: „Wer heute bei Mayr durch die Tür läuft, sieht ein Unternehmen, das im Hier und Jetzt lebt. Moderne Architektur, top-technologische Produktion, innovative Produkte und Lösungen, edge of technology.“ Der vermeintliche Widerspruch zwischen gelebter Tradition und gelebter Fortschrittlichkeit werde aufgelöst, so Haeusgen weiter.

2022: Epochenwechsel an der Unternehmensspitze

Das Unternehmen wird heute in der fünften Generation geführt. Bereits seit Ende 2018 leitet Ferdinand Mayr den Betrieb zusammen mit seinem Großvater Fritz Mayr und Günther Klingler. Letzterer trat bereits 1980 in das Familienunternehmen ein, wurde 1991 in die Geschäftsleitung berufen und ist seit 2006 dessen Geschäftsführer. Bevor Klingler nach über 40 Jahren Betriebszugehörigkeit im kommenden Jahr in den wohlverdienten Ruhestand eintritt, hat er bereits in diesem Jahr die Position des CEO an Ferdinand Mayr übergeben. Klingler bleibt bis zum Renteneintritt auch weiterhin Teil der Geschäftsführung und unterstützt und begleitet den Veränderungsprozess aktiv und beratend.

Bei Mayr Antriebstechnik übernimmt die 5. Generation die Verantwortung

VDMA-Präsident Haeusgen bezeichnete Klingler als großen Glücksfall, der mit der Kombination aus Loyalität und Traditionsbewusstsein einerseits sowie Professionalität und Selbstbewusstsein andererseits das Unternehmen mitgestaltet und geführt habe. „Großvater, Manager, Enkel. Drei Menschen, die sich souverän vertraut haben und damit alles gut vorbereitet haben für die Zukunft von Mayr als professionelles, traditionsreiches und zugleich modernes Familienunternehmen.“ Dass Stabilität und Kontinuität wichtig sind, zeigt sich auch daran, dass seit 01.05.2022 der langjährige Leiter Finanzen und Personal, Christian Illig, die Geschäftsführung in der Position des CFO komplettiert.

„Die Mitarbeiter sind unser wertvollstes Gut und der wohl wichtigste Erfolgsfaktor im Unternehmen.“
– Christian Illig, Mayr Antriebstechnik

Einen Einblick in die Familie hinter dem großen Unternehmen gab Korbinian Mayr-Kennerknecht, freier Autor, Schriftsteller und Bruder von Ferdinand Mayr, der die von ihm verfasste Firmenchronik „Hidden Champion – Von der Mühlschreinerei zum Weltmarktführer“ vorstellte. Er verwies auf das „Mindset“ des Firmengründers Christian Mayr, seines Ur-Ur-Großvaters, sowie seines Großvaters Fritz Mayr: Die richtigen Fragen stellen, Dinge zu lassen, manchmal auch „Nein“ sagen und Gestaltungsräume lassen. Unterstützt wurde er bei der Recherche für das Buch auch von ehemaligen Mayr-Mitarbeitenden wie der Ruheständlerin Monika Haug mit 48 Jahren Betriebszugehörigkeit, die einen Einblick in ihre Berufsanfänge in den 1950er Jahren gab: „Wenn ich einen Fehler gemacht habe, musste ich Samstagvormittag arbeiten“, erzählte sie schmunzelnd. „Aber ich muss sagen, es war immer schön hier zu arbeiten.“ CFO Christian Illig betonte: „Die Mitarbeiter sind unser wertvollstes Gut und der wohl wichtigste Erfolgsfaktor im Unternehmen. Wir geben Freiraum, sich mit dem Unternehmen zu entwickeln.“

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Als Seniorchef Fritz Mayr (96) überraschend und unangekündigt im Festzelt erschien, wurde er von Belegschaft und Gästen mit Standing Ovations empfangen. Begleitet wird er von seinem Sohn, Fritz Mayr junior.
Bild: mayr Antriebstechnik/Karl-Josef Hildenbrand

Standing Ovations für Fritz Mayr

Mayr-Kennerknecht machte deutlich, dass sein Großvater Fritz Mayr schließlich den Wandel vom Handwerksbetrieb hin zum Industriebetrieb eingeleitet und der Firma so zu ihrem heutigen Stellenwert verholfen habe: ein international agierendes Unternehmen mit insgesamt über 1350 Mitarbeitenden und Weltmarktführer in seinem Produktbereich. Emotional daher auch der Moment, als Seniorchef Fritz Mayr (96) überraschend und unangekündigt im Festzelt erschien und von Belegschaft und Gästen begeistert und mit Standing Ovations empfangen wurde. Eine große, ehrliche Würdigung für den Mann, der den Grundstein des heutigen Erfolgs gelegt hat.

Blick in die Zukunft

Ferdinand Mayr nutzte seine Rede, um innezuhalten und den Blick auf die Zukunft zu richten. Die Zukunft sei ein Potenzialfeld. Ein Plan helfe, in die gleiche Richtung zu schreiten, aber sicher sei, gerade mit Blick auf unvorhergesehene Ereignisse wie Corona oder den Krieg in der Ukraine: „Nichts ist final planbar.“ Und er betonte: „Ich möchte dafür werben, unser Tun im Heute ‚selbst-bewusst‘ zu tun, um morgen nicht eine Zukunft zu haben, die keiner wollte. Wir Menschen sind heute in unserem Handeln die Zukunft der Firma Mayr.“

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Rund 50 Gäste aus den Mayr-Niederlassungen und Vertretungen weltweit waren zum internationalen Sales Meeting nach Mauerstetten gereist, um sich über neue Strategien, Produkte und Anwendungen auszutauschen.
Bild: mayr Antriebstechnik

Veranstaltungsreihe zum Firmenjubiläum ist voller Erfolg

Die beiden Tage vor dem offiziellen Festakt fand im Kommunikationszentrum mayr.com das internationale Sales Meeting statt. Dafür waren rund 50 Gäste aus den Mayr-Niederlassungen und Vertretungen weltweit nach Mauerstetten gereist. Beim Treffen konnten sie sich über neue Strategien, Produkte und Anwendungen austauschen sowie langjährige Beziehungen – gerade nach der Corona-Pause – weiter pflegen oder neue Kontakte knüpfen. Mit dem großen Mitarbeiter- und Familienfest am anschließenden Wochenende fanden die Jubiläumsfeierlichkeiten schließlich ihren Abschluss. (eve)

 



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