Rund 147 Mio. Euro Gesamtertrag erwirtschaftet

Messe Stuttgart setzt neue Bestmarken

Die Geschäftsführer der Landesmesse Stuttgart, Ulrich Kromer (li.) und Roland Bleinroth, haben ein „spannendes Messejahr 2017“ angekündigt. Bild: Landesmesse Stuttgart
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Für die Messe Stuttgart war 2016 das profitabelste Jahr ihrer Unternehmensgeschichte. Nach vorläufigen Zahlen wurde ein Umsatz von rund 147 Mio. Euro Umsatz verbucht, das Ergebnis könnte 28 Mio. Euro erreichen.

Seit zehn Jahren belegt die Landesmesse Stuttgart das Ausstellungsareal auf den Fildern im Süden der Landeshauptstadt. Zum „kleinen Jubiläum“ verkündet der Veranstalter neue Bestmarken für das Jahr 2016: Laut Angaben wurden rund 147 Mio. Euro umgesetzt – und damit der höchste Gesamtertrag der Unternehmensgeschichte –, mit 21.718 Ausstellern kamen so viele wie nie zuvor, und auch der Hallenumschlagfaktor 15,7 erreichte eine neue Höchstmarke, wie auch der Anteil an Auslandsausstellern (23 %).

„Seit dem Umzug auf das neue Messegelände haben wir unseren Umsatz verdoppelt, das Ergebnis vervierfacht“, sagte Ulrich Kromer von Baerle, Sprecher der Geschäftsführung, bei Vorlage der vorläufigen Geschäftszahlen. 2016 sei zudem das profitabelste Jahr der Unternehmensgeschichte gewesen. Der Veranstalter rechnet mit einem Rekordergebnis in Höhe von 28 Mio. Euro vor Pacht und Steuer.
Garant für den Erfolg im Vorjahr waren laut Kromer sowohl Stuttgarter-Messe-Flagschiffe wie der Werkzeugmaschinenevent AMB, die weltgrößte Publikumsmesse für Freizeit und Tourismus CMT, der Branchentreffpunkt des Gastrogewerbes Intergastra, die Bäcker- und Konditorenmesse Südback, die Frühjahrsmessen sowie der MesseHerbst, als auch erfolgreich positionierte Neuprodukte wie die Popkultur-Messe Comic Con, die bei ihrer Premiere rund 50.000 Comic-, Serien- und Spielefans anlockte
68 Veranstaltungen im Vorjahr
Insgesamt fanden auf dem Stuttgarter Messegelände im Vorjahr 68 Messen (2015: 57) statt. Mehr als 1,35 Millionen Besucher waren bei den Veranstaltungen in den Messehallen und im ICS Internationales Congresscenter Stuttgart zu Gast, 106.000 davon kamen aus dem Ausland. 20 Veranstaltungen realisierte die Messe Stuttgart an anderen Standorten, 17 davon im Ausland.
Wachstumstreiber Auslandsgeschäft
Ein weiterer Wachstumstreiber war das Auslandsgeschäft. Die Messe Stuttgart ist in 51 Ländern präsent. 17 Eigenveranstaltungen wurden international ausgerichtet. Premieren feierten die R+T South America in Brasilien (in Kooperation mit der Messe Nürnberg) und die AMB im Iran. Mit 52 Ausstellern sei beim Markteintritt der R+T, der Weltleitmesse für Rollladen, Tore und Sonnenschutz, in Südamerika die Ausstellungsfläche komplett ausverkauft gewesen, heißt es.
Vom Markt Iran überzeugt
„Durch die Präsenz der Marke R+T in Brasilien erwarten wir für die R+T Stuttgart in 2018 deutliche Aussteller- und Besucherzuwächse aus dem südamerikanischen Raum“, sagte Geschäftsführer Roland Bleinroth. An der AMB Iran, einer gemeinsamen Veranstaltung von Messe Stuttgart und dem VDW (Verein deutscher Werkzeugmaschinfabriken e.V.), beteiligten sich 111 Aussteller aus 12 Ländern im Boostan Goftegoo´s Exhibition Center in Teheran. Im Fokus der ausstellenden Unternehmen lag es, bestehende Kontakte wiederzubeleben und neue Kontakte zu Handelspartnern und Vertretern zu knüpfen. „Wir sind vom iranischen Markt überzeugt, sehen das Potenzial und werden daher die AMB Iran im Mai 2017 im neu eröffneten Messegelände in Teheran, dem Shahr-e-Aftab Complex, mit deutlich mehr Ausstellungsfläche durchführen“, berichtete Ulrich Kromer.
Motorräder und Elektromobilität im Fokus
Ulrich Kromer und Roland Bleinroth kündigten ein spannendes Messejahr 2017 an: Im Februar ist nach drei Jahren die Bildungsmesse Didacta wieder zu Gast. Erstmals findet – ebenfalls im Februar – eine Motorradmesse (Motorrad live) in den Stuttgarter Messehallen statt. Eine weitere Premiere steht im Oktober an: Stuttgart ist 2017 Welthauptstadt der Elektromobilität. Vom 9. bis 11. Oktober 2017 findet die EVS30 „International Electric Vehicle Symposium & Exhibition“ in Stuttgart statt. Was im Jahr 1969 als wissenschaftliches Forum für den globalen Austausch zu neuen Technologien ins Leben gerufen wurde, ist heute ein zentraler Branchentreffpunkt für die gesamte Weltindustrie der Elektromobilität. Jährlich lockt die EVS tausende Messe- und Symposium-Besucher aus aller Welt an, um sich über die neuesten Technologien und Entwicklungen auszutauschen. Der Veranstaltungsort rotiert dabei jährlich zwischen Nordamerika, Europa und Asien. Turnusmäßig setzen in 2017 große internationale Fachmessen in Stuttgart aus.
Neue Halle liegt im Zeitplan
„Betriebswirtschaftlich führt dies in ungeraden Jahren üblich in ein Tal“, erklärte Roland Bleinroth. „2018 wird jedoch ein ganz starkes Jahr, in dem wir rund 165 Mio. Euro Gesamtertrag erwirtschaften wollen.“ Dann mit 14.600 m² mehr Ausstellungsfläche. Der Bau der neuen Paul Horn Halle (Halle 10) befinde sich im Zeit- und im Kostenplan, heißt es. „Wir werden die Halle Anfang 2018 zur CMT eröffnen“, sagte Ulrich Kromer. (dk)
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