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Mittelstand muss Industrie 4.0 offensiv angehen

EU-Kommissar Oettinger eröffnet Ausbildungswerkstatt bei Pilz
Mittelstand muss Industrie 4.0 offensiv angehen

EU-Digitalkommissar Günther H. Oettinger hat sich beim Automatisierungsspezialisten Pilz über die Entwicklungen zum Thema Industrie 4.0 informiert. Bei dieser Gelegenheit eröffnete er die neue Ausbildungswerkstatt am Stammsitz Ostfildern.

Für EU-Digitalkommissar Günther H. Oettinger sind Automatisierung und Digitalisierung die entscheidenden Treiber der gewerblichen und industriellen Produktion. Bei der von US-Amerikanern angeführten digitalen Revolution müssten europäische und speziell deutsche Unternehmen mit ihrer Kompetenz für angewandte Lösungen im Bereich von Industrie 4.0 dagegenhalten, um im globalen Wettbewerb zu bestehen. Schließlich sei es Strategie der US-Wettbewerber, digitale Überlegenheit in gesamtwirtschaftliche überzuführen. Umso mehr müsse der forschungsstarke deutsche Mittelstand das Thema Digitalisierung offensiv angehen und sich „nicht von den Googles dieser Welt abhängig machen“.

Über das Thema der digital vernetzten Fabrik informierte sich Oettinger beim Automatisierungsspezialisten Pilz. Am Stammsitz in Ostfildern eröffnete er die neue Ausbildungswerkstatt, in der das Familienunternehmen die Fachkräfte für die Industrie der Zukunft qualifiziert. Angesiedelt im für 20 Mio. Euro erbauten und jüngst eröffneten Peter Pilz Produktions- und Logistikzentrum, erhalten derzeit 35 Auszubildende in gewerblichen Berufen das nötige Rüstzeug für die „Smart Factory“.
Der Anbieter sicherer Automatisierungslösungen hat Industrie 4.0 durch seine Mitarbeit in der Forschungsunion der Bundesregierung seit 2010, also von Beginn an, mitgestaltet und Sicherheit als erfolgskritischen Faktor des Zukunftsprojekts verankert. Pilz arbeitet in Gremien wie der Allianz Industrie 4.0 des Landes Baden-Württemberg, der Forschungsplattformen SmartFactory KL und des Forschungscampus Arena 2036 an der Schaffung gemeinsamer, praktikabler Standards – immer unter dem Gesichtspunkt Safety und Security
Laut Renate Pilz, der Vorsitzenden der Geschäftsführung, „geben in den Fabriken künftig digitale Daten und ihr effizienter Austausch den Produktionsprozess vor“. Sie würden den eigentlichen Wert in der Prozesskette darstellen. Der Grad der Vernetzung steige nicht nur, er werde sogar zum Maßstab des Produktivitätsfortschritts an sich. „Die digitale Transformation ist somit für die Industrie die derzeit größte Herausforderung“, sagte Renate Pilz.
Hierbei misst EU-Kommissar Günther H. Oettinger dem Thema Datensicherheit und damit der Cybersecurity entscheidende Bedeutung bei. Das Höchstmaß an Sicherheit der automatisierten Produktionssysteme werde auch für das Vertrauen zukünftiger Kunden entscheidend sein, betonte er. Hier bietet Pilz nicht nur im Rahmen der eigenen Produktion und des Angebotsportfolios entsprechende Lösungen, sondern setzt bereits in der Ausbildung dort an. Bei Oettingers Besuch zeigte der Berufsnachwuchse, wie heute mit Automatisierungslösungen von Pilz Maschinen und Anlagen über einen handelsüblichen Tablet-Computer überwacht und gesteuert werden können.
In direkter Nähe zur Ausbildungswerkstatt fertigt Pilz auf 6900 m² intelligente Steuerungen, Sensoren und Antriebe für den Maschinen- und Anlagenbau. Dabei setzt das Unternehmen auf digitalisierte Geschäftsprozesse und verwendet Internet-Technologien für die Optimierung seiner eigenen Produktion: Werkstückträger finden per berührungsloser RFID-Technologie automatisch den richtigen Weg zum nächsten Bearbeitungsplatz; Maschinen-Daten werden in der Pilz eigenen Cloud gesammelt und analysiert. So können frühzeitig Zustandsänderungen oder Verschleiß erkannt und Stillstandzeiten verringert werden. Pilz sei, so lobte EU-Kommissar Oettinger beim Rundgang, „ein Leuchtturm und am Puls der europäischen Entwicklung“. dk
Industrieanzeiger
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