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Reichelt Elektronik veröffentlicht die Ergebnisse einer Studie zur Wirtschaftlichkeit von Unternehmen hinsichtlich knapper Energieressourcen

Wirtschaftlichkeit von Unternehmen
Studie: Welchen Einfluss hat die Situation in der Energieversorgung?

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Reichelt Elektronik hat mehr als 1500 Unternehmen in Europa gefragt, welchen Einfluss die derzeitige Situation in der Energieversorgung auf ihre Wirtschaftlichkeit hat und was Unternehmen tun, um Energie zu sparen. Bild: vchalup/stock.adobe.com

Welchen Einfluss hat die derzeitige Situation in der Energieversorgung auf die Wirtschaftlichkeit von Unternehmen und was tun Unternehmen, um Energie zu sparen? Diese Frage beantwortet eine von Reichelt Elektronik beim internationalen Umfrageinstitut OnePoll in Auftrag gegebene Studie, an der 1.550 Teilnehmer aus Europa, davon 500 aus Deutschland teilnahmen.

 

Großteil der Unternehmen leiden unter hohen Energiekosten

78 % aller befragten Unternehmen sagen, dass die steigenden Energiepreise bereits jetzt ihre Wirtschaftlichkeit negativ beeinflussen. Nur 10 % betreffen die steigenden Preise nicht. Interessant ist zudem, dass große Unternehmen nach eigenen Angaben unter den steigenden Energiekosten stärker leiden als kleine und mittelständische.

 

Knapp drei Viertel der Befragten (73 %) gehen davon aus, dass sich der Preisanstieg langfristig negativ auf ihr Unternehmen auswirken wird, wenn sich der Trend fortsetzt. Dass dies der Fall sein wird, ist für gut die Hälfte der Unternehmen wahrscheinlich: 51 % gehen davon aus, dass Energiekosten in den nächsten drei Jahren signifikant steigen. Weitere 33 % erwarten eine moderatere Steigerung. Zudem rechnen 93 % der Befragten auch in Zukunft mit kurzfristigen drastischen Anstiegen der Energiekosten.

Gefragt nach den Entwicklungen am Energiemarkt, die ihrem Unternehmen den größten Schaden zufügen, geben mehr als die Hälfte (57%) steigende Preise aufgrund geringer werdenden Energiereserven an. Danach folgt die Knappheit von Erdöl und Erdgas aufgrund fehlender Importe (43%). Nur weniger als ein Drittel (27%) sorgt sich um steigende Investitionskosten aufgrund strengerer Energieauflagen durch das Europäische Parlament.

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Studie zur Auswirkung der unsicheren Energieversorgung: 78 % aller befragten Unternehmen sagen, dass die steigenden Energiepreise bereits jetzt ihre Wirtschaftlichkeit negativ beeinflusst.
Bild: Reichelt Elektronik

So sparen Unternehmen Energie

Unternehmen haben ebenso wie Privatpersonen wenig Handlungsspielraum, die Preise zu beeinflussen. Die Unternehmen müssen das Problem also selbst in die Hand nehmen und individuelle Lösungen suchen. Zum Beispiel nutzen bereits knapp die Hälfte (46 %) der Unternehmen Strom aus eigener Erzeugung – etwa aus Solarpaneelen auf dem Firmengelände. 37 % haben in ihren Verträgen mit Öl-, Gas- oder Stromanbietern Sonderkonditionen ausgehandelt. Vor allem große Unternehmen ab 500 Mitarbeitern nutzen diese Optionen besonders häufig (51%).

Konkret wurden in Unternehmen folgende Maßnahmen bereits am häufigsten getroffen:

  • 89% – Ersetzen aller Leuchtmittel durch LEDs
  • 76% – Sensibilisierung der Mitarbeiter für das Thema Energiesparen
  • 67% – Verbesserung der Gebäudeisolierung
  • 61% – Automatisierung der Beleuchtung

Hürden beim Energiesparen

Die größte Hürde für Unternehmen ist, dass Energiesparen ein komplexes Thema ist (30 %). Für sie ist es schwierig, die Vorteile einzelner Maßnahmen abzuschätzen, und es fehlt an leicht zugänglichen Anwendungsbeispielen. Was sind die richtigen und effizientesten Maßnahmen? 28 % der Befragten wissen bei dieser Frage nicht weiter.

Die zweitgrößte Hürde ist fehlendes Budget (29 %). Gerade, wenn es um größere und umfassendere Investitionen wie etwa smarte Gebäudeautomatisierungslösungen geht, wird der hohe Anschaffungspreis zum unüberwindbaren Hindernis.

Die meisten Unternehmen haben bereits die leicht umzusetzenden und konkreten Aufgaben in Angriff genommen. Andere Maßnahmen, die in der Umsetzung komplexer sind, haben sich dagegen in Unternehmen noch nicht weitläufig durchgesetzt. So werden das Ersetzen alter Maschinen durch neue effizientere Maschinen oder die Einführung eines Energie-Management-Systems zwar als erwägenswerte Optionen gesehen, um Energie zu sparen, wurden jedoch noch nicht so häufig umgesetzt. (eve)

Industrieanzeiger
Titelbild Industrieanzeiger 7
Ausgabe
7.2022
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