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Der VDMA veröffentlicht die Ausfuhr-Zahlen des Maschinen- und Anlagenbaus für das erste Quartal 2022

Ukraine / China
VDMA: Maschinenexporte ausgebremst

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Der VDMA meldet die Export-Zahlen für das erste Quartal 2022: Die Ausfuhren im Maschinen- und Anlagenbau erfahren einen geringem Zuwachs von 0,4 %. Bild: Pawinee/stock.adobe.com

In den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres erreichten die Maschinenexporte aus Deutschland noch ein Wachstum von 4,8 % im Vorjahresvergleich. Im März gingen sie dagegen um 6,2 % zurück. Im gesamten ersten Quartal betrug der Exportwert von Maschinen und Anlagen somit 43,6 Mrd. Euro – lediglich 0,4 % über dem Vorjahresniveau, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Zahlen meldete. Preisbereinigt sind die Maschinenexporte in den ersten drei Monaten sogar um 4,7 % gesunken. Die Maschineneinfuhr entwickelte sich mit einem Wachstum von 6,4 % (preisbereinigt minus 0,1 %) hingegen deutlich positiver.

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VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.
Bild: VDMA

„Die Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau sind im Vertrauen auf eine gute weltweite Nachfrage mit Zuversicht ins neue Jahr gestartet. Doch die Geschäftserwartungen haben sich in Folge des Ukraine-Kriegs stark eingetrübt“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. „Zusätzlich haben sich dadurch sowie in Folge des Lockdowns in China die Probleme in den Lieferketten verschärft, sei es durch Lieferengpässe oder verlängerte Lieferzeiten.“

Exporte nach China bereits vor Shanghai-Lockdown rückläufig

Die Maschinenausfuhren nach China gingen im ersten Quartal – und damit bereits vor dem Lockdown in Shanghai – um 6,9 % auf 4,5 Mrd. Euro zurück. Und die Hoffnungen auf baldige Belebung des chinesischen Marktes haben vor dem Hintergrund weitreichender Corona-Einschränkungen seit April einen deutlichen Dämpfer erhalten.

„In unserer kürzlich unter Geschäftsführern chinesischer Tochtergesellschaften deutscher Maschinen- und Anlagenbauer durchgeführten VDMA-Konjunkturumfrage haben diese ihre Umsatzerwartungen deutlich heruntergeschraubt. In Summe gehen unsere Mitglieder vor Ort von einem preisbereinigten Nullwachstum für 2022 aus“, erläutert Wiechers.

VDMA: USA-Exporte wachsen, EU-Exporte rückläufig

Dagegen entwickeln sich die Maschinenausfuhren in die Vereinigten Staaten nach wie vor sehr positiv. Der Exportwert legte im ersten Quartal um 13,9 % auf 5,4 Mrd. Euro zu. In die EU-27 wurde in den ersten drei Monaten Maschinen im Wert von 18,9 Mrd. Euro exportiert – ein Rückgang von 2,9 %. Das Exportgeschäft mit den fünf wichtigsten EU-Abnehmerländern war mit Ausnahme Italiens rückläufig: Frankreich (minus 6,2 %), Italien (plus 7,6 %), Niederlande (minus 4,4 %), Österreich (minus 5,8 %) und Polen (plus 5,1 %). Das stärkste Wachstum innerhalb der Top-20 Absatzmärkte für die Maschinenexporteure zeigte Indien mit einem Plus von 37,1 %.

Maschinenausfuhren nach Russland
sinken stärker als der Gesamtexport

In direkter Folge des Ukraine-Kriegs sanken die Maschinenausfuhren nach Russland im März besonders kräftig um 72,6 %. Zum Vergleich: Die gesamten deutschen Warenausfuhren nach Russland gingen in diesem Monat um 58,7 % zurück. Die Maschinenexporte in die Ukraine sanken um 89,4 % und nach Belarus um 62,9 %. Diese drei Länder hatten im Gesamtjahr 2021 mit einem Exportvolumen von 6,9 Mrd. Euro noch einen Anteil von 3,8 % an den gesamten Maschinenausfuhren aus Deutschland. Im März waren es lediglich noch einmal 1,2 %.

Jenseits von Sanktionen, fehlenden Transportmöglichkeiten und unmittelbar kriegsbedingten Einschränkungen haben viele Maschinenbauunternehmen ihre Geschäfte mit Russland aus eigener Überzeugung deutlich reduziert oder gänzlich aufgegeben. Dies führte dazu, dass die Maschinenexporte ein besonders hohes Minus verzeichneten, so der VDMA. (eve)

Industrieanzeiger
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9.2022
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