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Rapid.Tech und Fabcon 3.D zeigen Neuheiten beim 3D-Druck

Rapid.Tech/Fabcon 3.D: großes Rahmenprogramm
3D-Druck wird immer einfacher

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Die Messen Rapid.Tech Fabcon 3.D finden vom 5. bis 7. Juni gemeinsam in Erfurt statt. Sie verzeichnen ein jährliches Wachstum bei den Ausstellern und Besuchern, denn es werden immer mehr Branchen und Anwendungen für den 3D-Druck erschlossen.

Kirsten Seegmüller
Freie Journalistin in Leinfelden

Als „Hauptstadt des 3D-Drucks“ bezeichnet sich Erfurt an den drei Tagen der Kongressmessen Rapid.Tech und Fabcon 3.D. Vom 5. bis 7. Juni treffen sich Forscher und Entwickler, Wissenschaftler und Konstrukteure, Unternehmen und Fachbesucher in Erfurt, um über Trends im Additive Manufacturing (AM) zu diskutieren. Mehr als 200 Aussteller erwarten circa 5.000 Besucher (Vorjahr: 4.800) an ihren Ständen. „Diese Entwicklung ist ein Indiz dafür, dass sich die additive Fertigung weiter auf dem Vormarsch befindet“, betont Michael Kynast, Geschäftsführer der Messe Erfurt. Die Kongressmesse findet bereits zum 15. Mal statt.

Zu sehen sind zum Beispiel 3D-Scanner, Maschinen für den Modell- und Formenbau, für Rapid Prototyping und Manufacturing, 3D-Drucker und Lasermaschinen. Bei den generativen Verfahren im Werkzeug- und Formenbau findet man den Architekturmodellbau, das Rapid Tooling, Mold-Tech, Hybridformen, Mikrotechnik und den Leichtbau. Wer sich speziell für Werkstoffe interessiert, findet ein breites Angebot an Kunststoffen, Keramik, Metall, Composites und Hochleistungsverbundwerkstoffen. Zudem Mess- und Prüfgeräte, Sensorsysteme, Taster, Tracking Systeme und vieles mehr. Softwareseitig sind 3D-Visualisierung, Modellierung und Simulation, zum Messen und Dokumentieren sowie CAD/CAM-Systeme relevant.

Einer dieser Aussteller ist Protolabs (Halle 2, Stand 401), ein Express-Hersteller von Prototypen und Kleinserienteilen. Auf der Online-Plattform können Kunden ihren Entwurf als 3D-CAD-Modell hochladen und so sofort ein Angebot und eine Analyse des Designs erhalten. Bei Encee (Halle 2, Stand 111) ist der neue FDM-Drucker F123 (Fused Deposition Modeling) von Stratasys zu begutachten. Die integrierte Auto- Kalibrierung sorgt dafür, dass besonders präzise Prototypen konstruiert werden können und eine hohe Wiederholgenauigkeit vorhanden ist. Durch eine große Auswahl an Material eignen sich die Geräte sowohl für das Rapid Prototyping als auch für die Kleinserienproduktion im Büro. Zu den Druckern präsentiert das Unternehmen die passenden Musterteile.

Völlig frei in der Gestaltung sind Anwender bei Arburg (Halle 2, Stand 409): Das Unternehmen bietet Kunststoff-Freiformen für die industrielle additive Fertigung mit qualifizierten Originalmaterialien. Davon profitiert vor allem die Medizintechnik. Additiv gefertigt hat der Hersteller bereits Implantate wie Schädel-, Wangen- oder Fingerknochen aus medizinischem PLLA, das sich nach vorgegebener Zeit im Körper auflöst, sowie Sägeschablonen aus PA, die als individualisierte Operationshilfen zum Einsatz kommen. Oder eine über Gelenke bewegliche Seilrolle samt Gehäuse und Befestigungshaken aus chemisch widerstandsfähigem Bio-Polyamid, die bis 100 kg belastbar ist.

Keynotes zeigen Trends in Theorie und Praxis

Spannende Einblicke versprechen auch die Keynotes: In seinem Eröffnungsvortrag „AM on the road“ präsentiert Dominik Rietzel, wie BMW mittels einer strategischen Roadmap an der Serienbefähigung additiver Fertigungsverfahren arbeitet. Im Additive Manufacturing Center der BMW Group leitet Rietzel die Fachabteilung Nichtmetalle. Scott Crump, Erfinder der Schmelzschichtung und Chief Innovation Officer von Stratasys, befasst sich mit der „zunehmenden Entwicklung des Additive Manufacturing Raumes“ – inklusive Rückblick und Vorausschau. Keynote 3 über „die Potenziale der additiven Fertigung für die Erdöl- und Erdgasbranche“ hält Christoph Wangenheim. Er leitet den Bereich AM beim GE-Unternehmen Baker Hughes in Celle für die Produktlinie Drilling Services.

Am 6. und 7. Juni treffen sich wieder die Anwender, um Ideen für den Einsatz in der Praxis mitzunehmen. Forscher, Hersteller und Verbände geben Tipps zu hochspeziellen Themen – etwa das selektive Elektronenstrahlschmelzen von hochfesten Kobalt-Chrom-Wolfram-Legierungen für Anwendungen in der Öl- und Gasindustrie. Wer allgemeinere Themen bevorzugt, besucht beispielsweise den Vortrag zur Zertifizierung von Fertigungsprozessen oder zu den Potenzialen von Sondermetallen. Auch Best Practices werden präsentiert.

Austausch und Networking ist auch der 3D-Druck-Community wichtig: An allen drei Tagen trifft sie sich zur 3D Printing Conference. Da wieder ein internationales Publikum erwartet wird, finden zahlreiche Vorträge in englischer Sprache statt. Und natürlich behält die Messe die Gründer im Blick und richtet – wie jedes Jahr – den Start-up-Award aus. In der 3D Pioneers Challenge werden die besten Design-Ideen prämiert.


Die Messe in Kürze:

  • Rapid.Tech und Fabcon 3.D
  • Termin: 5. bis 7. Juni 2018
  • Ort: Messe Erfurt, Aussteller: 200
  • Tageskarte: 25 Euro, Dauerkarte: 65 Euro
  • Tageskarte Kongress: 490 Euro, zwei Tage: 650 Euro, drei Tage: 810 Euro
  • Weitere Infos: www.rapidtech-fabcon.de


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