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Maschinenbauer geht bei der Zutrittskontrolle auf Nummer sicher

Sicherheit
Maschinenbauer geht bei der Zutrittskontrolle auf Nummer sicher

Neue Anforderungen an die Zutrittskontrolle führten bei der Bauer AG einem Systemwechsel. Mit der PCS Systemtechnik haben die Bayern den richtigen Partner für Zeit und Zutritt gefunden.

Die Zentrale der Bauer Gruppe liegt im oberbayerischen Schrobenhausen. Hier und in den umliegenden Werken sind rund 2100 Mitarbeiter beschäftigt. Sicherheit ist für das international aufgestellte Unternehmen ein wichtiges Thema. Deswegen schützt eine mehrstufig ausgelegte Zeit- und Zutrittskontrolle die Hauptverwaltung und die Werksgelände. Das System hat sich dabei kontinuierlich entwickelt.

Hardware-Lieferant ist seit vielen Jahren die PCS Systemtechnik aus München. Im Einsatz sind Terminals der Intus-Baureihe, mit denen die Zeiterfassung und Zutrittskontrolle abgedeckt wird. Inzwischen setzen die Bayern auch die zugehörige Software von PCS ein. Das Programmpaket Dexicon Enterprise verfügt über eine zertifizierte Schnittstelle zu SAP und ist als Subsystem an die ERP-Software angebunden.

Ältere Terminals konnten mit der neuen Lösung nicht mithalten

Vor rund zehn Jahren wurde das neue Verwaltungsgebäude am Stammsitz fertiggestellt, das seither gemeinsam mit dem angrenzenden sanierten Altbau die Hauptverwaltung bildet. Mit dem Neubau begann man sich auch mit der Umstellung der Zeit- und Zutrittskontrolle zu befassen. Die wachsende Zahl an Mitarbeitern, verschiedene Standorte und neue Anforderungen machten schließlich einen Systemwechsel notwendig. Dabei stand von Anfang an fest, dass SAP das führende System bleibt, an das die Zeiterfassung und Zutrittskontrolle angebunden ist.

Die Hardware sollte PCS liefern, denn es war bereits mit 59 Zeiterfassungsterminals der Serie Intus 3000 eine breite Hardware-Basis installiert. Außerdem waren auf dem Gelände über 100 Zutrittsleser in verschiedenen Varianten im Einsatz. Die elektronischen Stempeluhren von PCS funktionierten so zuverlässig, dass sie weiterbetrieben werden sollten. Auf der Organisationsebene der Software war allerdings einiges zu tun. So mussten 209 Autorisationsmodelle, 34 Zeitmodelle und zwölf definierte Sicherheitsbereiche übernommen werden. Das war bei der Umstellung ein komplexes und zeitaufwendiges Unterfangen.

Nach Abschluss der Planungsphase wurde eine Testumgebung mit der PCS-Software erstellt. Als schließlich die ersten brauchbaren Ergebnisse erzielt waren, begann die eigentliche Umstellung der Zeiterfassungs- und Zutrittskontrolle. „Die Lösung ist leicht zu bedienen und gut verständlich“, freut sich Markus Stelzer, Basis-Administrator bei der Bauer AG. „Unser Konzept für die Zutrittskontrolle lässt sich damit gut umsetzen.“

Trotz aller Euphorie war der Start etwas holprig. An den Terminals kam es zu Fehlbuchungen, Doppelbuchungen und Offline-Zeiten. Das war ärgerlich für den Projektverantwortlichen, aber auch für die Mitarbeiter, die sich nicht mehr sicher sein konnten, ob die Arbeitszeit korrekt gebucht war. Mit Hilfe von PCS konnte der Fehler schließlich analysiert und behoben werden. Dazu mussten 13 Terminals einer deutlich älteren Generation ausgetauscht werden, da deren Speicherkapazität und Geschwindigkeit mit dem modernen System nicht mehr mithalten konnten. Das Performance-Problem wurde mit Terminals der aktuellen Version schnell gelöst. Installiert wurden schließlich Zeiterfassungsterminals der Intus-Reihe 3460, die die Zeitbuchungen online und in Echtzeit in SAP transferieren.

Seit Kurzem kommt auch die neueste Generation von Zeiterfassungsterminals bei Bauer zum Einsatz, nämlich 12 kompakte Modelle der Serie 5200 mit Glasfront. Diese sind mit einem Farbdisplay ausgestattet und per Touch einfach zu bedienen. Außerdem zeigen sie über einen vordefinierten Skin die möglichen Funktionen an.

Nach der Testinstallation wurde das Sicherheitskonzept für die Hauptverwaltung und die umliegenden Werksgelände festgelegt. Dabei wurden verschiedene Bereiche in Sicherheitszonen eingeteilt. Diese reichen von öffentlichen Zonen wie dem Empfang bis hin zu sensiblen Zonen, zu denen die IT und das angeschlossene Rechenzentrum gehören. Für Projektleiter Markus Stelzer hat neben der Sicherheit auch die Akzeptanz des Systems oberste Priorität. Seiner Ansicht nach ist ein Sicherheitssystem nur dann gut, wenn es auch praktikabel und leicht zu bedienen ist. Deshalb sei es entscheidend, dass die Zutrittskontrolle von allen Beteiligten angenommen wird.

Bauer hat für die Zertifizierung als „Bekannter Versender“ für den Luftfrachtbereich ein autarkes Sicherheitssystem eingerichtet. Damit dieses autonome System weiterhin verwaltet werden kann, wird es von der gleichen Zutrittskontroll-Software gesteuert. Hier regeln mechatronische Türterminals den Zutritt zu verschiedenen Luftfrachtbereichen. Dafür erhalten die Mitarbeiter dieser Bereiche gesonderte Zutrittsrechte. Das Zutrittssystem schlägt Alarm, falls eine Tür zu lange offen ist und der Frachtbereich nicht mehr geschützt ist.

Das Heiligtum aber ist die IT mit dem angeschlossenen Rechenzentrum. Auf 50 m² stehen rund 1000 Serverinstanzen, die vor unbefugtem Zugriff und Zutritt abgesichert werden müssen. Außerhalb der regulären Arbeitszeiten wird die RFID-Zutrittskontrolle mit einer Alarmanlage gekoppelt. Verlässt abends der letzte Mitarbeiter das Haus, wird die Alarmanlage über ein RFID-Chip und einer zusätzlichen PIN scharf geschaltet. Die Anbindung an die Einbruchsmeldeanlage wurde von PCS durch eine Sonderentwicklung realisiert, um komplexe Alarmanlagen mit mehreren Alarmbereichen zu steuern. Sie wird mittlerweile auch bei anderen Firmen eingesetzt.

Markus Stelzer hat sich zudem intensiv mit der Ausfallsicherheit des Systems beschäftigt und für ein ansehnliches Ersatzteillager gesorgt. So lässt sich ein defektes Terminal schnell austauschen. Und mit Hilfe der Kommunikationssoftware von PCS kann Stelzer das Terminal selbst aktivieren und in Betrieb nehmen. (ub)


Der Anwender

Die Bauer Gruppe ist ein führender Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Mit über 110 Tochterfirmen und rund 10800 Mitarbeitern in 70 Ländern verfügt das Unternehmen über ein weltweites Netzwerk. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in die Bereiche Bau, Maschinen und Resources aufgeteilt. Das Segment Bau führt Gründungen, Baugruben, Dichtwände und Baugrundverbesserungen aus. Zum Segment Maschinen gehören Geräte für den Spezialtiefbau und für die Erkundung, Erschließung und Gewinnung natürlicher Ressourcen. Im Segment Resources schließlich konzentrieren sich die Bayern auf Produkte und Services für die Zukunftsthemen Wasser, Umwelt und Bodenschätze.

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