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AutomatisierteMulti-Tasker

Bearbeitungszentren ermöglichen optimierte Fertigung
AutomatisierteMulti-Tasker

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Automatisierung | Im Steuerungs- und Schaltanlagenbau sind Unikatfertigungen keine Seltenheit. Diese werden oft noch mithilfe vieler manueller Arbeitsschritte hergestellt. Anlagenbauer benötigen heutzutage aber zunehmend effiziente, automatisierte Lösungen. Der Systemanbieter Rittal hat hierfür unterschiedliche Lösungen entwickelt – von der Gehäusebearbeitung über die Klemmenbestückung bis zur Verdrahtung.

Hans-Robert Koch Leiter Produktkommunikation, Rittal, Herborn

Schneller, produktiver und doch in gewissem Maße individuell – diese Fertigungsziele treiben Deutschlands Industriebetriebe an. Auch im Steuerungs- und Schaltanlagenbau ist der Konkurrenzdruck hoch. Um produktiver als Mitbewerber herstellen zu können, setzen immer mehr Unternehmen auf automatisierte Wertschöpfungsprozesse mit neuester Maschinentechnik. Gefragt sind daher zunehmend Automationslösungen, die individuell auf die Anforderungen des Kunden und dessen Prozesse zugeschnitten werden. Rittal Automation Systems, ein Geschäftsbereich des Herborner Systemanbieters für Gehäuse- und Schaltschranktechnik, bietet hierfür unterschiedliche Lösungen an, mit denen Unternehmen einzelne Fertigungsschritte beschleunigen können. Das Produktspektrum reicht von manuellen Werkzeugen bis zu automatisierten Bearbeitungszentren.
Automatisierte Bearbeitungszentren
So hat Rittal zum Beispiel speziell für die Optimierung der Bearbeitungsprozesse von Flachteilen und Gehäusen in der Werkstatt die Perforex Bearbeitungszentren entwickelt. Diese bringen automatisiert Löcher, Gewinde und Fräsungen in das Werkstück ein. Bearbeitbar sind alle im Schaltschrankbau gängigen Materialien – darunter Stahl, Edelstahl, Aluminium, Kupfer, verschiedene Kunststoffe und andere zerspanbare Werkstoffe, Montageplatten, abgekantete und lackierte Türen, Deckel, Pultplatten und Gehäuse. Je nach Maschinentyp können Flachteile von maximal 340 mm Breite und 1700 mm Höhe sowie Gehäuse von maximal 2200 x 2300 x 2300 mm³ aufgespannt und pneumatisch fixiert werden. Serienmäßig ermöglicht das Werkzeugmagazin die gleichzeitige Aufnahme von 18 oder 20 Werkzeugen. Optional sind bis zu 40 Werkzeuge möglich.
Das Perforex Bearbeitungszentrum zeichne sich laut Herstellerangaben durch eine leicht zu erlernende und fernwartbare Werkstattprogrammierung aus. Die Software ist netzwerkfähig und verwendet eine zentrale Datenbank. Alle programmierten Arbeitsabläufe stehen somit an der Maschine sofort zur Verfügung und sind wieder verwendbar. Alternativ können nahezu alle gängigen CAD- und E-Planungssysteme zur Programmierung eingesetzt werden. Eine direkte Übernahme der Bohrdaten etwa aus der Engineering-Software Eplan Pro Panel ist möglich.
Für die schnelle und präzise Bearbeitung von kompletten Gehäusen und Schaltschränken hat der Herborner Anbieter das 3D-Laserzentrum Perforex LC 3015 im Portfolio. Die Technik eignet sich ideal zur Bearbeitung von Edelstahl und Stahlblech sowie pulverbeschichteten Blechen wie Schaltschranktüren und Seitenwänden, da das Schneiden von lackierten Blechteilen selbst bei filigranen Konturen keine Lackbeschädigungen oder Verfärbungen hinterlässt. Zudem erfolgt kein Anlaufen der Schnittkanten bei der Bearbeitung von Edelstahl. Die Wirtschaftlichkeit der Anlage ist bereits ab einer Bearbeitung von rund 150 Edelstahlschränken oder 300 Stahlblech-Schaltschränken pro Jahr gegeben, erklärt der Hersteller. Die Bearbeitungsgeschwindigkeit in Edelstahl ist zehnmal schneller als beim herkömmlichen Fräsprozess. Dadurch ist auch die gleichzeitige Bearbeitung von fünf Gehäuseflächen in einem berührungslosen und vibrationsarmen Fertigungsprozess möglich. Das Laserzentrum verfügt ebenso über eine einfach zu bedienende Werkstattprogrammierung. Es bestehen Schnittstellen zu Eplan Pro Panel und die Möglichkeit zur Verarbeitung des Neutralformats DXF.
Auch das zeitaufwendige Montieren und Beschriften von Klemmen in Steuerungen lässt sich automatisieren. Der Klemmenbestückungsautomat Athex von Rittal ist eine flexible Univerallösung. Er bedruckt und beschriftet Klemmen nach CAD-Vorlage oder manueller Konfiguration auf die Tragschienen. Die Klemmenmagazine nehmen Klemmentypen aller namhaften Hersteller auf. Die Beschriftung erfolgt optional während der Bestückung durch einen Inkjet-Drucker. Ein integrierter Zuschnittautomat fördert Tragschienen aus einem Magazin in die Zuführungseinheit, schneidet diese auf die richtige Länge und beschriftet sie mit einer gravierten Nadelmatrix. So können Unternehmen ihre Produktivität steigern.
Verdrahtungstool für Nicht-Experten
Ebenso aufwendig und vor allem fehleranfällig ist die Verdrahtung aller Komponenten im Schaltschrank. Mit der Applikation Eplan Smart Wiring stellt der Anbieter ein neues Softwaretool zur Verfügung, mit dem sich auch Nicht-Fachleute alle notwendigen Informationen zur Verdrahtung wie etwa Verlegewege für die Fertigung bereitstellen und visualisieren lassen. Anwender profitieren von erheblicher Zeitersparnis bei der manuellen Verdrahtung. Zur Konfektionierung von Kabeladern hat Rittal erstmalig auch einen Crimpautomaten im Programm. Als höchste Stufe der Verdrahtung für größere Serienfertigungen testet das Unternehmen derzeit den automatischen Verdrahtungsroboter Averex. Der Verdrahtungsroboter zeigt, wie das bislang manuelle Verdrahten von Montageplatten durch automatisch erzeugte, norm- und sicherheitsgerechte Verbindungen zwischen Betriebsmitteln ersetzt werden kann.


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